DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Rodrigo Duterte hat wieder einmal alles andere als diplomatische Worte gewählt. 
Rodrigo Duterte hat wieder einmal alles andere als diplomatische Worte gewählt. Bild: CERILO EBRANO/EPA/KEYSTONE

Duterte beschimpft EU-Politiker als «Hurensöhne» – und droht ihnen mit Erhängen

23.03.2017, 05:4823.03.2017, 06:09

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat EU-Politikern mit dem Erhängen gedroht. Die Politiker hatten Kritik an der geplanten Wiedereinführung der Todesstrafe in den Philippinen geübt.

Der philippinische Präsident beschimpfte die EU-Politiker bei einem Auftritt in Manila am Donnerstag als «Verrückte» und «Hurensöhne». Er forderte sie auf sich nicht in die Angelegenheiten seines Landes einzumischen. Duterte sagte wörtlich: «Ich wäre glücklich, Euch aufhängen zu können! Wenn es nach mir ginge, würde ich Euch alle aufhängen!»

Duterte, der seit Juni vergangenen Jahres in dem südostasiatischen Inselstaat an der Macht ist, hatte schon mehrfach mit wüsten Beschimpfungen und Drohungen gegen ausländische Politiker Schlagzeilen gemacht.

Wiedereinführung der Todesstrafe

In seiner neuesten Schimpftirade nannte er keine europäischen Politiker mit Namen. Auslöser war offenbar eine Entschliessung des Europaparlaments, das die Philippinen vor der Wiedereinführung der Todesstrafe gewarnt hatte.

Duterte verwies darauf, dass die meisten Mitgliedsländer des südostasiatischen Staatenbundes Asean die Todesstrafe im Gesetz haben. Nur Kambodscha und die Philippinen hatten sie abgeschafft.

Nach Dutertes Machtübernahme gibt es nun aber Bestrebungen, die Todesstrafe wieder einzuführen. Der Präsident steht auch wegen einer brutalen Anti-Drogen-Kampagne in der Kritik, bei der mehr als 7000 Menschen getötet wurden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Grossbritannien trägt Verantwortung» – Julian Assanges Berufungsantrag wird verhandelt

Im juristischen Tauziehen um den Wikileaks-Gründer Julian Assange soll sich am Montag entscheiden, ob der Rechtsstreit um seine Auslieferung in die USA in die nächste Instanz geht. Der High Court in London will um 10.45 Uhr (Ortszeit) mitteilen, ob er der Argumentation von Assanges Anwälten, die vor den britischen Supreme Court ziehen wollen, folgt oder eine Berufung untersagt. In diesem Fall würde die Entscheidung über die Auslieferung in die USA an das britische Innenministerium verwiesen. Assanges Verlobte, Stella Moris, wollte vor Ort sein und eine Erklärung abgeben.

Zur Story