International
Asien

Mehr als 42'000 Menschen aus Berg-Karabach geflüchtet

FILE - Ethnic Armenians from Nagorno-Karabakh ride a truck on their way to Kornidzor in Syunik region, Armenia, Sept. 26, 2023. Thousands of Nagorno-Karabakh residents are fleeing their homes after Az ...
Sie sind auf der Flucht aus der Konfliktregion in Richtung Armenien.Bild: keystone

Mehr als 42'000 Menschen aus Berg-Karabach geflüchtet

27.09.2023, 12:3027.09.2023, 12:30

Mehr als 42'000 Menschen sind nach offiziellen armenischen Angaben inzwischen aus der von Aserbaidschan zurückeroberten kaukasischen Konfliktregion Berg-Karabach nach Armenien geflohen. Dies teilte die Pressesekretärin von Regierungschef Nikol Paschinjan, Naseli Bagdasarjan, am Mittwoch mit. In der Ortschaft Kornidsor sei ein Auffanglager eingerichtet. Die armenische Regierung hat versprochen, allen Flüchtlingen eine Unterkunft zu besorgen.

Kornidsor liegt in Armenien in der Nähe des Latschin-Korridors, der das armenische Kernland mit der auf aserbaidschanischem Gebiet liegenden, aber bislang mehrheitlich von Armeniern bewohnten Region Berg-Karabach verbindet. Das Gebiet ist seit Jahrzehnten zwischen den Ex-Sowjetrepubliken Aserbaidschan und Armenien umkämpft. Nachdem Baku in der vergangenen Woche mit kurzen heftigen Angriffen die Regierung der international nicht anerkannten Republik Arzach (Berg-Karabach) zur Aufgabe gezwungen und die Region erobert hatte, hat eine Massenflucht der dortigen Bevölkerung eingesetzt. Satellitenaufnahmen zeigen lange Autoschlangen im Latschin-Korridor.

Die Armenier in Berg-Karabach befürchten Gewalt und Verfolgung nach der Eroberung durch Aserbaidschan. Überschattet wird die Flucht durch die Explosion eines Treibstofflagers. Dabei starben mindestens 68 Menschen, 290 wurden verletzt. Die Explosion hatte am Montagabend Menschen getroffen, die ihre Autos für die Flucht von Berg-Karabach nach Armenien auftanken wollten.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Rubio: Abzug von US-Bombern keine Reaktion auf Terrordrohung
Der Abzug der US-Langstreckenbomber von einem Militärstützpunkt in Grossbritannien steht laut US-Aussenminister Marco Rubio nicht in direktem Zusammenhang mit mutmasslichen Terrordrohungen.
Zur Story