International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Österreich stellt Zugverkehr mit Ungarn ein – Nachtzug Zürich-Budapest auch betroffen



epa04916145 Hundreds of refugee families fill the platform after arrival at Vienna's Westbound Railway Station on their way to Germany, 6 September 2015.  Thousands of refugees continue to arrive from Hungary after the Austrian and German governments agreed to receive them.  EPA/HANS PUNZ

Flüchtinge am Wiener Westbahnhof (6. September 2015).
Bild: EPA/APA

Während in Dänemark die Züge mit Flüchtlingen wieder rollen, hat nun Österreich den Zugverkehr eingestellt. Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) sprach am Donnerstag von einer «massiven Überlastung» des Zugverkehrs aus Ungarn.

Die Schweiz ist insofern betroffen, als der Nachtzug von Zürich nach Budapest nur bis Wien geführt wird. Die SBB führten in den vergangenen Tagen, als die Verbindung nach Budapest von Ausfällen betroffen war, einen entsprechenden Reisehinweis auf ihrer Website. Dieser ist inzwischen verschwunden, soll aber in Kürze wieder aufgeschaltet werden, wie Sprecher Reto Schärli auf Anfrage von watson erklärt.

SBB-Reisehinweis

Unterbruch: Zwischen Nickelsdorf und Hegyeshalom auf der Linie Wien Westbahnhof – Budapest-Keleti ist die Strecke für den Bahnverkehr unterbrochen.
Die internationalen Züge RJ / EC / EN fallen zwischen Wien Westbahnhof und Budapest-Keleti aus.
Auf der Strecke Wien Westbahnhof – Budapest-Keleti ist keine Ersatzbeförderung möglich.
Grund: Grosses Verkehrsaufkommen.
Dauer des Unterbruchs unbestimmt.

quelle: sbb medienstelle

Über 3000 Flüchtlinge in einer Nacht

In der Nacht zum Donnerstag war die Zahl der aus Ungarn einreisenden Flüchtlinge nach Angaben der Polizei wieder deutlich gestiegen. Es passierten mehr als 3000 Flüchtlinge die ungarisch-österreichische Grenze bei Nickelsdorf.

Eingestellt wurden den Angaben zufolge die Railjet/EuroNight- und die Eurocity-Verbindung auf der Strecke Wien-Budapest sowie grenzüberschreitende Regionalzüge. «Bis auf weiteres werden keine Tickets für Fahrziele in Ungarn verkauft», erklärten die ÖBB. Für Pendler und Schüler aus dem Grenzgebiet Neusiedl/See und Bruck/Leitha werde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen organisiert.

Die ÖBB riefen freiwillige Helfer und Busunternehmen auf, keine weiteren Reisenden an die Bahnhöfe zu bringen. Eine geordnete Abwicklung der aktuellen Situation könne sonst nicht mehr gewährleistet werden. Die grosse Zahl der an den Bahnhöfen auf die Weiterfahrt wartenden Menschen habe die vorhandenen Kapazitäten überstiegen.

In Dänemark rollen die Züge wieder

Am vergangenen Wochenende hatten mehr als 20'000 Flüchtlinge die ungarisch-österreichische Grenze überquert, nachdem Österreich und Deutschland sich angesichts der sich zuspitzenden Lage für die Flüchtlinge in Ungarn zur Aufnahme der Menschen bereit erklärt hatten.

Österreich und Deutschland hatten die freie Einreise und Aufnahme der Flüchtlinge als vorübergehende Massnahme bezeichnet, allerdings zunächst kein Datum für die mögliche Wiedereinführung von Kontrollen genannt.

Dänemark seinerseits nahm am Donnerstag den Zugverkehr mit Deutschland wieder auf, nachdem die Verbindungen seit Mittwoch unterbrochen worden waren.

(kri/erf/sda)

Erschöpft, erleichtert, froh: Wie erneut 1000 Flüchtlinge in Wien ankamen

Dir gefällt diese Story? Dann like uns doch auf Facebook! Vielen Dank! 💕

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Es ist nicht akzeptabel, wenn sich Staaten weigern, eigene Landsleute zurückzunehmen»

Der Chef des Staatssekretariats für Migration, Mario Gattiker, will im Umgang mit unkooperativen Herkunftsstaaten «alle Optionen prüfen». Und er äussert sich zu seiner Vermittlerrolle bei den Lohnschutz-Gesprächen der Sozialpartner.

Das SEM schliesst aufgrund der tiefen Asylgesuchszahlen temporär zwei Unterkünfte. Die Massnahme angeordnet hat Ihre Chefin Karin Keller-Sutter. Täuscht der Eindruck, oder steht das SEM seit Keller-Sutters Amtsantritt unter verstärktem Druck?Mario Gattiker: Die Zusammenarbeit mit Frau Keller-Sutter ist sehr gut. Sie bringt eine grosse Erfahrung in der Asylpolitik mit. Die Bundesrätin hat auf die aktuelle Lage reagiert. Es ist absolut verantwortbar, Kapazitäten zu reduzieren. Mit dieser …

Artikel lesen
Link zum Artikel