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Millionen tote Fische verstopfen australischen Fluss

Millionen tote Fische verstopfen australischen Fluss

18.03.2023, 11:07
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Ein massives Fischsterben nahe einer kleinen Gemeinde im australischen Outback sorgt derzeit für Entsetzen. Nach Angaben der Regierung des Bundesstaates New South Wales sind in der Nähe von Menindee bereits «Millionen von Fischen» im Darling River verendet.

Auf Videos in den Online-Netzwerken war zu sehen, wie sich Boote durch einen dichten Teppich toter Fische pflügen, unter dem das Flusswasser kaum noch zu sehen ist. «Es ist schrecklich - soweit man sehen kann, nur tote Fische», sagte der Anwohner Graeme McCrabb der Nachrichtenagentur AFP.

So schlimm sei es noch nie gewesen, sagte er weiter und fügte hinzu: «Die Auswirkungen auf die Umwelt sind unvorstellbar.» Nach jüngsten Überschwemmungen in der Region waren die Fischbestände in dem Fluss stark angestiegen. Doch jetzt herrscht dort wieder eine enorme Hitzewelle, die Wasserpegel sinken rasant und die Fische sterben ab.

Nach Angaben der Regierung hängt das Fischsterben mit dem niedrigen Sauerstoffgehalt im Wasser (Hypoxie) zusammen, wenn das Hochwasser zurückgeht. Die derzeitige Hitzewelle in der Region verschärfe noch die Lage, da wärmeres Wasser weniger Sauerstoff enthalte, die Fische aber gleichzeitig bei höheren Temperaturen einen höheren Sauerstoffbedarf hätten.

Es ist bereits das dritte Mal, dass die Region um Menindee von einem massiven Fischsterben betroffen ist. Beim vorigen Mal im Jahr 2019 galten der Wassermangel im Fluss aufgrund anhaltender Dürre sowie eine giftige Algenblüte als Ursache. Bereits damals warnte die Regierung von New South Wales, dass es nicht das letzte Fischsterben sein werde.

Der Sprecher der für die Fischerei zuständigen Behörde, Cameron Lay, sprach von einer «entsetzlichen Szene». Über Dutzende Kilometer hinweg, «soweit das Auge reicht», gebe es nur tote Fische, sagte Lay dem australischen Rundfunksender ABC. Menindee mit seinen knapp 500 Einwohnern ist rund zwölf Fahrtstunden von Sydney entfernt. In den vergangenen Jahren war er wiederholt von extremer Dürre und dann wieder von Überschwemmungen betroffen. (aeg/sda/afp)

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