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Nach tödlicher Attacke: Die fieberhafte Suche nach dem Weissen Hai

17.02.2022, 12:3717.02.2022, 13:01

Nach der ersten tödlichen Haiattacke seit fast 60 Jahren herrscht in der australischen Millionenstadt Sydney Entsetzen. Der riesige Raubfisch hatte sein Opfer am Mittwochnachmittag (Ortszeit) im südöstlichen Vorort Little Bay plötzlich angegriffen.

Rettungskräfte überwachen die Küstengewässer vor Malabar bei Sydney.
Rettungskräfte überwachen die Küstengewässer vor Malabar bei Sydney.Bild: keystone

Bei dem Toten handele es sich um einen 35-jährigen Tauchlehrer, berichtete der australische Sender ABC am Donnerstag unter Berufung auf die Behörden. Der Mann habe «katastrophale Verletzungen» erlitten, hiess es kurz nach dem Angriff von den Rettungskräften. Später wurden im Meer menschliche Überreste gefunden.

Nach Medienberichten soll der Mann fast täglich an dem Strand an der australischen Ostküste geschwommen sein. Am Mittwoch habe er für ein Wohltätigkeits-Schwimmen in der Region trainiert, das am Wochenende stattfinden sollte, aber nun abgesagt wurde.

Der Premierminister des Bundesstaates New South Wales, Dominic Perrottet, sprach von einer «schrecklichen Tragödie». Statistiken zufolge handelte es sich um die erste tödliche Haiattacke in der Millionenmetropole Sydney seit 1963.

Ein Augenzeuge hatte dem Sender 9News gesagt, er habe Schreie gehört und einen mehr als vier Meter langen Weissen Hai im Wasser gesehen. Ein Fischer, der in der Nähe auf einem Felsen stand, berichtete, der Angriff habe sehr lange gedauert. «Der Hai hat einfach nicht aufgehört. Es war schrecklich.» Ein Experte bestätigte der ABC, dass alle Zeichen tatsächlich auf einen Weissen Hai hindeuteten.

Auch am Donnerstag suchten Einsatzkräfte in der Region weiter nach dem Hai. Dabei sollte unter anderem eine Drohne eingesetzt werden. Strände in der Gegend vom berühmten Bondi Beach bis ins rund 30 Kilometer weiter südlich gelegene Cronulla wurden geschlossen, sollten aber am Freitag wieder öffnen.

Ein Lokalpolitiker erklärte, die gesamte Gemeinde sei erschüttert von dem Vorfall. «Es gibt immer Risiken im offenen Wasser, aber die wichtigste Botschaft, die wir für unsere Gemeinschaft haben, ist die, dass Haiangriffe – so tragisch dieser auch war – extrem selten sind.» Nach einer Statistik des Taronga Zoos war es die erste tödliche Hai-Attacke in Australien in diesem Jahr. (sda/dpa)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Schreimschrum
17.02.2022 15:37registriert April 2018
Wieso suchen sie ihn? ernsthaft. Das Meer gehört nun mal Tieren und wir sind Gäste, so schrecklich dieser Vorfall auch war.
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Snowfall
17.02.2022 14:39registriert September 2018
Weshalb man nun nach dem Haï sucht?
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Raembe
17.02.2022 15:50registriert April 2014
So tragisch der Vorfall auch ist, so muss man doch mit sowas rechnen. Das Meer ist das Reich von Haien und anderen für den Mensch gefährlichen Tieren.
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