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Belarusian President Alexander Lukashenko seen as he visits the Belarusian Interior Ministry special forces base in Minsk, Belarus, Wednesday, Dec. 30, 2020. (Maxim Guchek/BelTA Pool Photo via AP)

Wird nicht erfreut sein über die erneuten Proteste in der belarussischen Hauptstadt: Alexander Lukaschenko beim Besuch einer Militärbasis am 30. Dezember 2020. Bild: keystone

Erste Sonntagsproteste in Belarus im neuen Jahr



Zum ersten Mal im neuen Jahr haben sich Menschen in Belarus (Weissrussland) zu ihren traditionellen Sonntagsprotesten versammelt. Das unabhängige Nachrichtenportal tut.by veröffentlichte Videos von Protestierenden, die mit den weiss-rot-weissen Fahnen der Opposition durch Wohngebiete in der Hauptstadt Minsk zogen und «Es lebe Belarus» riefen. Zu Festnahmen war zunächst nichts bekannt.

In den vergangenen Wochen waren Sicherheitskräfte immer wieder brutal gegen friedliche Demonstranten vorgegangen. Seit dem Beginn der Proteste vor fast fünf Monaten kamen mehr als 30'000 Menschen in Polizeigewahrsam. Auch Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja veröffentlichte am Sonntag aus ihrem Exil in Litauen Videos auf Twitter. Nach all den Wochen forderten die Demonstranten noch immer dasselbe, schrieb sie: «Gewaltfreiheit, die Freilassung politisch Gefangener und neue, faire Wahlen».

Belarus steckt seit der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl am 9. August in einer schweren innenpolitischen Krise. Nach 26 Jahren an der Macht hatte sich der als «letzter Diktator Europas», der kritisierte Alexander Lukaschenko, mit 80,1 Prozent erneut zum Sieger erklären lassen. Die Demokratiebewegung sieht hingegen Tichanowskaja als Gewinnerin. Auch die EU erkennt Lukaschenko nicht mehr als Präsidenten an. (sda/dpa)

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Kommentar

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