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Negativrekord: In Brasilien werden im Schnitt 7 Menschen pro Stunde getötet



Mit 61'619 gewaltsamen Todesfällen ist in Brasilien im vergangenen Jahr ein neuer trauriger Rekord aufgestellt worden. Das entspreche rechnerisch sieben Todesopfern pro Stunde, teilte das auf Sicherheitsfragen spezialisierte Fórum Brasileiro de Segurança Pública am Montag mit Blick auf den neuen Jahresbericht mit.

Die Zahl von fast 62'000 Opfern - vor allem durch Mord und Totschlag - ist ein Anstieg um 3.8 Prozent im Vergleich zu 2015. «Das entspricht in etwa den Opferzahlen des Atombombenabwurfs auf Nagasaki 1945», teilte das Institut mit.

Rio ist quasi pleite. Drogengangs machen sich dies zu nutze

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Video: srf

Zum Vergleich: Vor 30 Jahren lag die Opferzahl in Brasilien noch bei 23'000, 1997 waren es dann bereits 40'000 und 2007 etwa 47'700. Es gab seither kaum Jahre mit rückläufigen Zahlen, allerdings wächst auch die Bevölkerung - in Brasilien leben 207 Millionen Menschen.

Unter den Opfern waren im vergangenen Jahr auch 437 Polizisten und Soldaten; ein Anstieg um 17.5 Prozent. Zugleich starben den Angaben zufolge 4224 Menschen bei Polizei- und Militäreinsätzen. Amnesty International klagt immer wieder eine überbordende Polizeigewalt an.

Trotz Olympia

Trotz der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im vergangenen Jahr mit einer starken Militärpräsenz konnte dieser neue Negativrekord nicht verhindert werden. Im Bundesstaat Rio de Janeiro wurden 5010 Tötungsdelikte für 2016 registriert.

Am dramatischtesten war die Lage in den Bundesstaaten Sergipe (statistisch gab es 64 Tötungsdelikte pro 100'000 Einwohner), gefolgt von Rio Grande do Norte (56.9/100'000 Einwohner) und Alagoas (55.9/ 100'000 Einwohner). Zum Vergleich: In Deutschland lag die Quote zuletzt bei rund 0.8 Tötungsdelikten je 100'000 Einwohner.

Auch im laufenden Jahr sieht die Lage nicht besser aus, in Rio wird ein weiterer Anstieg der Mordzahlen erwartet. Seit Wochen kommt es in Rio de Janeiro in einigen Favelas zu kriegsähnlichen Szenen. (sda/dpa)

Girls only (und Männer in Frauenkleidern): Slacken über Rio

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 30.10.2017 20:28
    Highlight Highlight "Traue nie einer Statistik, die du nicht selber gefälscht hast!"
  • Gogl Vogl 30.10.2017 17:40
    Highlight Highlight Trotz Olympia? Vielleicht wegen Olympia?
    Olympia in Brasilien war eine Katastrophe.

    Trotz aller Bemühungen es zu verschleiern:

    Es wurde keine Armut bekämpft, sondern die Armen.

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