DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Amazonas-Gebiet verzeichnet schlimmste Juni-Brände seit 14 Jahren



The sun shines through clouds of smoke in an area consumed by fires near Labrea, Amazonas state, Brazil, Friday, Aug. 7, 2020. According to the National Institute for Space Research, fires in the Brazilian Amazon increased 28% in July from a year ago. Environmentalists have expressed concern at the rise because August traditionally marks the beginning of the fire season in the region. (AP Photo/Edmar Barros)

Riesige Brände im Amazonas-Gebiet. Bild: keystone

Im brasilianischen Amazonas-Gebiet sind nach Daten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) im Juni mehr als 2300 Brände registriert worden. Dies seien 2,6 Prozent mehr als im Juni 2020, als die Brände schon einen Rekord erreicht hatten – und so viele wie seit Juni 2007 nicht mehr.

Damals waren es über 3500 Feuer gewesen. Zu Beginn der Trockenzeit in Amazonien läuten bei Umweltschützern und Klima-Aktivisten gewöhnlich die Alarmglocken. «Mit der hohen Zahl an Bränden am Anfang des amazonischen Sommers, Monate, in denen es einen natürlichen Rückgang der Niederschläge im Amazonas-Gebiet gibt, steigen diese Zahlen tendenziell noch mehr an», hiess es in einer Mitteilung von Greenpeace Brasilien am Donnerstag (Ortszeit).

Greenpeace bringt die Brände mit der Abholzung des Regenwaldes und dem Klimawandel in Verbindung. «Wir leben in einem sehr traurigen Moment für den Wald und seine Völker.» Diese würden von allen Seiten angegriffen, sei es von Holzfällern und Goldgräbern, die in ihre Gebiete vordringen, oder durch die Handlungen und Unterlassungen des Kongresses und der Regierung.

Am Dienstag hatte die brasilianische Regierung das Abbrennen von Flächen im Amazonas-Gebiet für 120 Tage verboten – ebenso wie im vergangenen Jahr, als die Brände dennoch weiter wüteten. Ob Brasilien tatsächlich seine Bemühungen gegen die Zerstörung erhöht, ist erneut fraglich.

Präsident Jair Bolsonaro gilt als Befürworter der wirtschaftlichen Ausbeutung des Amazonas-Gebiets. Er geriet wegen verheerender Brände wiederholt heftig in die Kritik. Ihm wird vorgeworfen, die Zerstörung in Kauf zu nehmen, um neue Flächen für Landwirtschaft, Viehzucht und Bergbau zu erschliessen. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Brände im Amazonas-Gebiet

1 / 19
Brände im Amazonas-Gebiet
quelle: ap
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hypsiboas punctatus, der leuchtende Star unter den Amphibien

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Abstimmungsumfragen: Mehrheiten bei Agrarinitiativen gekippt, CO2-Gesetz umkämpft

Drei Wochen vor den Eidgenössischen Abstimmungen vom 13. Juni sind die Mehrheiten bei den Agrarinitiativen gekippt: Wäre bereits Ende Mai abgestimmt worden, wären die Trinkwasser- und die Pestizid-Initiative abgelehnt worden.

Das Covid-Gesetz, das CO2-Gesetz und das Terrorismus-Gesetz erfahren nach wie vor mehrheitliche Zustimmung. Alle fünf Vorlagen erfuhren in der Hauptphase des Abstimmungskampfes aber eine Polarisierung der Meinungsbildung zum Nein hin, wie die am Mittwoch veröffentlichte …

Artikel lesen
Link zum Artikel