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High Noon auf dem Meer: Zwei Kriegsschiffe der USA und China kollidieren beinahe



Die Beziehung zwischen den USA und China sackt weiter in den Keller: Handelskrieg, Gesprächsabsagen, US-Vorwürfe der Wahleinmischung – und jetzt noch ein gefährlicher Zwischenfall im Südchinesischen Meer.

Zwischen zwei Kriegsschiffen von den USA und China kam es in einem umstrittenen Seegebiet des Südchinesischen Meeres beinahe zu einer Kollision. Die US-Marine warf dem chinesischen Schiff «unsichere und unprofessionelle Manöver» vor, während das chinesische Aussenministerium am Dienstag in Peking von einem «provokativen Einsatz» des US-Schiffes sprach.

In this Oct. 13, 2016, photo provided by the U.S. Navy, guided-missile destroyer USS Decatur (DDG 73) operates in the South China Sea as part of the Bonhomme Richard Expeditionary Strike Group (ESG).  A Chinese destroyer came aggressively close to a U.S. Navy ship in the South China Sea, forcing it to maneuver to prevent a collision, the U.S. Pacific Fleet said Tuesday, Oct. 2, 2016, describing an encounter that could worsen tensions between the nations.  The Chinese warship approached the USS Decatur in an

US-Lenkwaffenzerstörer «USS Decatur». Bild: AP/U.S. Navy

Wegen des Handelskrieges der USA mit China sind die Beziehungen zwischen den beiden grössten Wirtschaftsnationen ohnehin auf einen Tiefstand gefallen.

Annäherung auf 40 Meter

Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntag nahe der von China beanspruchten Spratley-Inseln. Das chinesische Schiff hatte den amerikanischen Lenkwaffenzerstörer «USS Decatur» aufgefordert, das Seegebiet zu verlassen. Es versuchte dann offenbar, das US-Schiff abzudrängen.

Beide seien sich bis auf 40 Meter nahe gekommen, bis die «Decatur» ausgewichen sei, um einen Zusammenstoss zu vermeiden, berichteten US-Medien unter Hinweis auf Angaben der US-Marine.

Umstrittene Insel

Die USA erkennen die Ansprüche Chinas nicht an und schicken immer wieder Kriegsschiffe in die Nähe der umstrittenen Insel, um demonstrativ für die Freiheit der Navigation in dem Seegebiet einzutreten.

Chinas Aussenamtssprecherin Hua Chunying kritisierte in Peking, das US-Schiff sei «ohne Erlaubnis der chinesischen Regierung» durch die Gewässer um die Inseln und Riffe gefahren, über die China «unbestreitbare» Souveränität ausübe.

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Peking beansprucht 80 Prozent des rohstoffreichen Seegebietes, durch das auch wichtige Schifffahrtsstrassen gehen. Der internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag wies 2016 die Ansprüche Chinas zurück, doch ignoriert Peking das Urteil.

Verärgerung in Peking

Nicht nur der Handelskrieg belastet die Beziehungen. China liess auch ranghohe Sicherheitsgespräche platzen, zu denen US-Verteidigungsminister Jim Mattis laut Medienberichten Mitte Oktober nach Peking reisen wollte. China ist verärgert, weil die USA als Folge ihrer Sanktionen gegen Russland vergangene Woche auch Strafmassnahmen wegen russischer Waffenverkäufe an China gegen das chinesische Militär verhängt hatte.

China baut Riffs zu Stützpunkten aus

Für weitere Verärgerung in Peking sorgten die Vorwürfe Trumps, China mische sich in die wichtigen Kongresswahlen Anfang November ein. Als Beweis hatte der US-Präsident auf bezahlte Beilagen der englischsprachigen staatlichen Zeitung «China Daily» mit Kritik an Trump und seinen Sonderzöllen in amerikanischen Blättern verwiesen.

Der US-Präsident hat Strafzölle auf die Hälfte aller Importe aus China verhängt. Er fordert von Peking eine grössere Marktöffnung, ein Ende staatlicher Subventionen und ein wirksames Vorgehen gegen Technologieklau. Ein Ende des Streits ist nicht in Sicht. Peking hat die Handelsgespräche auf Eis gelegt. Trump seinerseits hält eine Wiederaufnahme der Verhandlungen für «verfrüht». (whr/sda/dpa)

So sieht das Kriegsschiff der Zukunft aus

US-Zerstörer kollidiert bei Singapur mit Tankschiff

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Video: srf

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21
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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Charlie B. 02.10.2018 15:34
    Highlight Highlight Pussis, Trump wäre niemals ausgewichen ;-)
    10 2 Melden
  • pascii 02.10.2018 15:07
    Highlight Highlight 🍆🍆
    4 3 Melden
  • zeromaster80 02.10.2018 14:47
    Highlight Highlight Es ist gut und richtig gegenüber der Chinesen Stärke zu demonstrieren und nicht klein beizugeben, die EU ist da leider zu feige und die Russen haben andere interessen. Was die Amis dort verloren haben? Anders als die stammelnde EU sind sie noch echte Verbündete und scheuen keinen Aufwand, Pöbeleien und keine Gefahr um für zuverlässige Freunde einzustehen.
    6 8 Melden
    • DemonCore 02.10.2018 20:26
      Highlight Highlight Die Russen, damals UdSSR hat mit den Chinesen um eine Flussinsel in den 60ern in Sibirien einen kurzen Krieg geführt. Für ein paar 100 m2. Die melden sich schon, wenn es für sie interessant ist. So wie in Georgien und der Krim. Die Amerikaner wollen sich als Verbündeter den Nachbarn der Chinesen anbieten.

      Die EU setzt auf Softpower. Was soll sie auch machen. Die hat keine Armee und noch wichtiger, keine Marine. Aber was noch nicht ist kann noch werden.
      2 2 Melden
  • äti 02.10.2018 14:21
    Highlight Highlight Haben die keinen Ausguck oben auf dem Mast?
    3 2 Melden
  • MaxHeiri 02.10.2018 14:18
    Highlight Highlight Immerhin sind die Amerikaner die einzigen die genug Mumm haben ein Gerichtsurteil des international annerkanten Strafgerichtshof aufrecht zu erhalten.
    China nimmt sich im asiatischen Raum was es will ohne Rücksicht auf die Ansprüche der Nachbaren.
    53 22 Melden
    • JohnSnus___ 02.10.2018 14:33
      Highlight Highlight Meinst du die USA die den Haag nicht anerkennen ?
      12 2 Melden
    • Ueli der Knecht 02.10.2018 15:03
      Highlight Highlight MaxHeiri:

      1. Das Schiedsgericht legte keine See, bzw. Staatsgrenzen fest.

      2. Die USA ist eines der wenigen Länder, die sich vehement weigern, das Seevölkerrecht (UNCLOS) anzuerkennen und sich der internationalen Gerichtsbarkeit zu unterstellen.

      3. Die USA ist daher völlig ungeeignet, um ohne Auftrag UN-Entscheide durchzusetzen.

      4. Die Anrainer des südchinesischen Meers sind tendenziell auf der Seite von und solidarisch mit China. Faktisch anerkennen sie gegenseitig ihre Ansprüche aus dem Status Quo (http://bit.ly/2xQGaiw).

      5. America First bedeutet für die Anrainerstaaten: ASEAN united!
      8 8 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 02.10.2018 15:15
      Highlight Highlight Das macht die USA weltweit...
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amenokal 02.10.2018 14:15
    Highlight Highlight evtl. noch erwähnenswert wäre die nicht-Anerkennung internationaler Gerichte von Seiten der USA. es wäre seltsam würden sich die Chinesen, vor diesem Hintergrund, an solche Entscheidugen gebunden fühlen.
    7 3 Melden
  • Watcher 02.10.2018 14:10
    Highlight Highlight Was suchen die USA so weit weg von ihrem Zuhause? Ah, sie sind ja überall Zuhause...
    24 41 Melden
    • Oh Dae-su 02.10.2018 14:30
      Highlight Highlight Die USA führen lediglich Patrouillenfahrten in internationalem Gewässer durch. Dies auch zur Unterstützung ihrer Verbündeten wie den Philippinen oder Malaysia. Dies ist ihr gutes Recht. Wenn nun China entgegen aller internationalen Regeln praktisch das komplette Südchinesische Meer für sich beansprucht (9 dash line) und dazu noch künstliche Inseln aufschüttet, um diesen Anspruch zu untermauern, müssen sie sich nicht wundern, wenn da nicht alle damit einverstanden sind.
      38 14 Melden
    • Ueli der Knecht 02.10.2018 15:11
      Highlight Highlight Oh Dae-su: Das sind nach dem Seevölkerrecht keine internationalen Gewässer, und diese offensichtlichen Provokationen geschehen ohne Einwilligung der Philippiner oder Malaien. Im Gegenteil!

      Mit anderen Worten: Die USA verletzen das Seevölkerrecht, das aber in den Augen der Amis natürlich für sie gar nicht gilt, weil sie es nie unterschrieben, geschweige denn ratifiziert haben.

      Insofern ist es schwachsinnig, mit "gutem Recht" zu argumentieren, bzw. solches sogar zu behaupten. Denn das Recht des Stärkeren ist stets stärkstes Unrecht. Gerade auch in diesem Fall. Das ist nur US-Cowboy-Manier.
      10 6 Melden
    • Oh Dae-su 02.10.2018 17:47
      Highlight Highlight Es gibt bei den Spratley Islands durchaus internationale Gewässer. Da im Text nicht klar steht, wo genau der Vorfall passiert ist, kann das durchaus in internationalen Gewässern gewesen sein. Jegliche Gebietsansprüche von China in dieser Region wurden zudem von der UNO als nichtig taxiert. Die USA haben dort also genau so viel oder wenig zu suchen wie China.
      6 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Focke 02.10.2018 13:35
    Highlight Highlight Pest und Cholera grüssen sich. 🤝
    45 12 Melden
  • riqqo 02.10.2018 13:23
    Highlight Highlight Kinder, kommt aus dem Sandkasten, wascht eure Hände und setzt euch brav an den Tisch fürs Abendessen.
    34 10 Melden

Diese Stars fliehen vor der Feuerhölle in Kalifornien

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