International
China

Chinas Geburtenrate erreicht Rekordtief – Bevölkerung schrumpft

Chinas Geburtenrate erreicht Rekordtief – Bevölkerung schrumpft

Chinas Geburtenrate ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken.
19.01.2026, 07:0519.01.2026, 09:28

Je 1'000 Einwohner kamen nur noch 5,63 Kinder zur Welt, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Damit erreichte die Geburtenrate den tiefsten Stand seit Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949. Als weiteres Zeichen für den demografischen Wandel sank Chinas Bevölkerungszahl Stand Ende 2025 weiter auf knapp 1,405 Milliarden, ein Rückgang um rund 3,4 Millionen Menschen im Vergleich zum Vorjahr.

epaselect epa11874216 A traveler carrying a baby walks at the Shanghai Hongqiao Railway Station, in Shanghai, China, 04 February 2025. This year's Lunar New Year celebrations kicked off on 29 Jan ...
Chinas Bevölkerungszahl hat begonnen zu sinken.Bild: keystone

Chinas Gesellschaft altert. Die Menschen bekommen immer weniger Kinder, obwohl vor mehr als zehn Jahren die Ein-Kind-Politik endete, mit der Peking über Jahrzehnte das Bevölkerungswachstum kontrollierte. Zu den Gründen zählt, dass in grossen Städten Erziehungs- und Bildungskosten hoch sind. Die Regierung versucht seit dem vergangenen Jahr, mit Kindergeld Abhilfe zu schaffen.

«Babyboomer» gehen in Rente

Parallel erlebt das Land einen Rentenboom. In den kommenden Jahren werden die «Babyboomer» – jene Menschen der geburtenstarken Jahrgänge aus den 1960er Jahren – in Rente gehen. Bis 2050 dürften laut Schätzungen 520 Millionen Menschen in China 60 Jahre oder älter sein.

Die steigende Zahl an Senioren und sinkende Arbeitnehmerschaft belasten die Rentenkasse der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt. Chinas Regierung begann deshalb im vergangenen Jahr, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben. Über die folgenden 15 Jahre steigt die Grenze für Männer von 60 auf 63 Jahre. Bei Frauen, für die bislang je nach Berufsgruppe zwei Renteneintrittsalter galten, erhöht sich diese Schwelle entweder von 50 auf 55 Jahre oder von 55 auf 58 Jahre. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
36 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Overton Window
19.01.2026 09:10registriert August 2022
Eine schrumpfende Bevölkerung sind wunderbare Nachrichten für den Planeten. Jetzt nur noch alle Anderen und es besteht noch ein kleines Bisschen Hoffnung dass wir uns nicht selber ausrotten.

Nicht dass ich viel Hoffnung habe, dass der Mensch die Notwendigkeit einsehen wird.
308
Melden
Zum Kommentar
avatar
Dr no
19.01.2026 08:09registriert Mai 2018
1,405 Milliarden sind doch genug. In einem System mit endlichen Ressourcen kann man nicht unendlich wachsen.
236
Melden
Zum Kommentar
avatar
Rethinking
19.01.2026 08:19registriert Oktober 2018
Die Systeme und die Infrastruktur müssen entsprechend angepasst werden…

Ein lebenswerteres, im Einklang mit der Natur, ist klar anzustreben…
214
Melden
Zum Kommentar
36
Berset über Trumps Grönland-Plan: «Es steckt mehr dahinter»
Alt-Bundesrat Alain Berset hat in seiner Rolle als Generalsekretär des Europarats die Pläne von Donald Trump zur Übernahme Grönlands ungewöhnlich scharf kritisiert.
Es ist diplomatisch gesehen ein Tabubruch: In einem Gastbeitrag in der «New York Times» warnt Alain Berset eindrücklich vor Donald Trumps Grönland-Fanatismus. Der ehemalige Schweizer Magistrat wählt klare Worte:
Zur Story