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Schlag gegen die Korruption in China: «Bulldozer Ji», früherer Bürgermeister von Nanjing, wandert für 15 Jahre in den Knast



Der frühere Bürgermeister der chinesischen Millionenstadt Nanjing ist wegen Korruption zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Ji Jianye wurde schuldig gesprochen, als Parteifunktionär und Bürgermeister von 1999 bis 2012 Schmiergeld in Höhe von umgerechnet 1.6 Millionen Euro angenommen zu haben.

Das teilte das Gericht in Yantai am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Sina Weibo mit. Zudem wurden umgerechnet 297'000 Euro aus Jis Eigentum beschlagnahmt. Ji war von Januar 2010 bis Oktober 2013 Bürgermeister von Nanjing, einer Acht-Millionen-Einwohner-Stadt im Osten Chinas.

Zuvor war Ji Parteichef und Stadtoberhaupt von Kunshan und Yangzhou, die ebenso wie Nanjing in der Provinz Jiangsu liegen. Ji wurde entlassen, als Vorwürfe der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit Bauprojekten gegen ihn erhoben wurden. Anfang 2014 wurde der Politiker, der wegen des florierenden Bauwesens in seiner Stadt den Spitznamen «Bulldozer Ji» trug, aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen.

Chinas Präsident Xi Jinping hatte bei seinem Amtsantritt im Frühjahr 2013 Korruption als Gefahr für die Zukunft der Partei bezeichnet und den Kampf dagegen zur Priorität erklärt. Ji gehörte zu den ersten hohen Politfunktionären, denen wegen Bestechlichkeit der Prozess gemacht wurde. (wst/sda/afp)

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