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Diese 8 Punkte zeigen, was gerade in Indien abgeht

Am 25. März verhängte Indiens Regierungschef eine Ausgangssperre für 1,3 Milliarden Menschen. Wie sich der grösste Lockdown der Welt auf die indische Nation auswirkt und welche Rolle Armut, Gewalt und Religion dabei spielen – eine Übersicht in 8 Punkten.



epa08373219 A boy wearing a face mask waits for his turn to receive free food from the authorities near one of the hot spot where coronavirus cases continue to rise in Noida Gautam Buddh Nagar outskirts of New Delhi, India, 20 April 2020. India's Prime Minister Narendra Modi on 14 April had announced that the lockdown will be extended until 03 May to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/HARISH TYAGI

Ein indischer Junge wartet in der Schlange auf die kostenlose Nahrungsmittelabgabe. Bild: EPA

Obwohl die Statistik noch verhältnismässig tiefe Werte anzeigt, steht Indien am Rande der Krise: Während die indische Polizei auf fragwürdige Bestrafungen von Regelbrechern setzt, steigt die Not in den Slums rasant an, und Ministerpräsident Modi unterdrückt kritische Stimmen.

Die folgenden acht Punkte verdeutlichen, wie das Coronavirus die Schwachpunkte der bevölkerungsreichsten Demokratie zu Tage fördert und das Leid vieler Menschen vermehrt.

Erstaunlich tiefe Zahlen

Indiens erster bestätigter Corona-Fall ist auf den 30. Januar 2020 datiert – mit direkter Verbindung nach China. Am 14. März verzeichnete das Land seinen 100. Fall und sechs Wochen später, am 26. April, haben sich offiziell 27'977 Personen im Land infiziert und 884 Menschen sind am neuartigen Virus gestorben.

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Absolute Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Indien (Stand: 26. April 2020). quelle: worldometers

Mit diesen Zahlen steht das Land, das von über 1,36 Milliarden Menschen bevölkert wird, statistisch sehr gut da. Zum Vergleich: Gemäss der Datenbank Worldometers ist die Wahrscheinlichkeit, in der Schweiz am Coronavirus zu sterben, 310-mal höher als in Indien. Gegenüberstellungen dieser Art spiegeln allerdings nur bedingt die Realität wider: Nach wachsender Kritik an der passiven Testpraxis wurde die Zahl Mitte April auf knapp 450'000 Tests pro Tag erhöht.

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Stand: 26. April 2020.

Indien steht an einem gänzlich anderen Punkt des Pandemie-Verlaufs als die Schweiz. Sowohl die Infizierten- als auch die Todesfälle steigen noch immer stark exponentiell und an eine baldige Abflachung der Kurve ist nicht zu denken.

Dem Obersten Gerichtshof Indiens zufolge sollen sich künftig alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos gegen Corona testen lassen können. Ein Grossteil der ärmeren Bevölkerung ist auf gebührenfreie Tests angewiesen, da sie sich diese schlicht nicht leisten können. Die Verordnung droht nun die Kapazität der privaten Labore zu sprengen.

Auch die Kapazitäten des nationalen Gesundheitssystems bereiten Sorgen. In Indien fliessen nur rund 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in das öffentliche Gesundheitssystem. Das ist einer der niedrigsten Werte weltweit. Und die Kapazitäten der Spitäler sind begrenzt.

Deshalb hat die indische Regierung den am 25. März verhängten Lockdown um weitere Wochen bis und mit 3. Mai verlängert. Es ist die grösste Ausgangssperre der Welt.

Stigmatisierung infizierter Personen

A man gets sanitized in a cabin while leaving a slum in Mumbai, India, Saturday, April 25, 2020. A tentative easing around the world of coronavirus lockdowns gathered pace Saturday with the reopening in India of neighborhood stores that many of the country’s 1.3 billion people rely on for everything from cold drinks to mobile phone data cards. (AP Photo/Rajanish Kakade)

Ein Mann wird beim Verlassen eines Slums bei Mumbai mit Desinfektionsmittel besprüht, 25. April 2020. Bild: AP

Laut der Times of India sorgt sich die Regierung des Landes zunehmend um die Stigmatisierung infizierter Personen durch andere, sowie die steigenden Gewaltverbrechen gegenüber positiv Getesteten. Die Ächtung würde Menschen davon abhalten, sich bei auffälligen Symptomen testen zu lassen.

Die Diskriminierungen haben einen Rückgang von fast 5% verdächtiger Patienten zur Folge. Das schlägt sich in der Statistik nieder: Nur 482 Menschen pro eine Million Einwohner lassen sich testen. Zum Vergleich: In der Schweiz sind es 28'343 pro eine Million Einwohner – ähnlich wie in Spanien und Italien. Deshalb muss angenommen werden, dass die Dunkelziffer in Indien extrem hoch ist.

Die Stigmatisierungen gingen teils so weit, dass mehrere Ärzte und Krankenpflegende in Indien von Vermietern aus ihren Wohnungen geworfen wurden – die Eigentümer befürchteten, das medizinische Personal sei einem zu grossen Risiko ausgesetzt und könne das Virus verbreiten.

Polizeigewalt mit dubiosen Methoden

In den vergangenen Wochen haben immer wieder Meldungen über die indische Polizei für Schlagzeilen gesorgt. Mit auffälligen Corona-Hüten wollten die Beamten beispielsweise für die Gefahr des Virus und die Ausgangssperre sensibilisieren.

Police officer Rajesh Babu wears a helmet representing the coronavirus, and requests commuters to stay home during the 21-day countrywide lockdown that began Wednesday in Chennai, India, Saturday, March 28, 2020. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/R. Parthibhan)

Der Polizist Rajesh Babu trägt einen der erwähnten Helme und macht damit auf den Lockdown aufmerksam. Bild: AP

Um Regelbrecher der Ausgangssperre zu bestrafen, griff die Polizei teils auf sehr kontroverse Methoden zurück. Regelbrecher, die sich nicht an die Corona-Vorschriften hielten, wurden mit Stöcken geschlagen oder mussten mitten auf der Strasse Turnübungen verrichten. Touristen bilden derweil keine Ausnahme. Wegen eines Spaziergangs mussten zehn Touristen 500 Mal schreiben: «Ich habe mich nicht an die Ausgangssperre-Regeln gehalten und das tut mir sehr leid.»

epaselect epa08330002 Indian traffic policeman stops bike riders and imposes punishment on them after they broke the lockdown on the fifth day of nation-wide lockdown as a precaution against the spread of Coronavirus in Bangalore, India, 29 March 2020. Indian Prime Minister Narendra Modi ordered a nationwide 21-day lockdown starting midnight 24 March 2020 to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus, which causes the Covid-19 disease. To date India has confirmed at least 987 novel coronavirus infections with 25 deaths and 87 recovered.  EPA/JAGADEESH NV

Zu Kniebeugen verdonnert: Regelbrecher müssen in der Stadt Bangalore Sportübungen zur Bestrafung machen. Bild: EPA

Medienberichten zufolge drohten Beamte, Regelbrecher in einen Raum einzusperren und dort ununterbrochen Bollywood-Filmmusik spielen zu lassen. Für ein noch grösseres Medienecho sorgte ein Video, das zeigt, wie Polizisten mehrere junge Männer in einen Sanitätswagen sperren. In dem Wagen befindet sich ein Mann, der vorgibt, infiziert zu sein. Die Männer drücken sich panisch in die Ecken des Autos, während ihnen der angebliche Patient immer näher kommt. Am Schluss des Videos sagt eine Polizistin: «Wenn du herumläufst, könnte jeder das neuartige Coronavirus haben und du weisst es vielleicht nicht.»

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In den sozialen Netzwerken fanden viele das Präventionsvideo der Polizei im südindischen Tiruppur gut. Video: YouTube/ABP NEWS

Lockdown verstärkt Armut und Hunger

Die Konsequenzen des Lockdowns treffen die ärmsten Bevölkerungsschichten besonders stark. Im Slum Dharavi bei Mumbai – stellvertretend für alle armen Regionen des Landes – leben rund eine Million Menschen auf zwei Quadratkilometer zusammengepfercht.

Weniger als ein Prozent hat eine eigene Toilette, der Grossteil ist auf Gemeinschaftsanlagen angewiesen. Gemäss dem Guardian kommen auf eine öffentliche Toilette rund 50 bis 60 Menschen, was der Verbreitung des Virus sehr zuträglich ist.

epa08355092 A general view of the Dharavi slums, considered to be one of the largest slums in the world, during the coronavirus emergency lockdown in Mumbai, India, 10 April 2020. India is under a nationwide 21-day nationwide lockdown that started on 24 March 2020 to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus, which causes the COVID-19 disease.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET

Hier leben 500'000 Menschen pro Quadratkilometer. Auf ganz Indien verteilt sind es lediglich 460 Menschen, in der Schweiz nur 214 Menschen pro Quadratkilometer. Bild: EPA

Die Enge, die mangelhafte medizinische Versorgung und der schwierige Zugang zu Nahrungsmitteln wird mit der nationalen Ausgangssperre noch verschärft. Anfang April löste die Bekanntgabe der ersten infizierten Person im Slum Panik aus – der Kranke, ein 56-jähriger Mann, starb nur wenige Tage nach seinem Testergebnis. Distanzierung und Desinfektion sind an einem Ort wie diesem unmöglich. Mit der steigenden Anzahl Infektionen mutiert der Slum zu einer tickenden Bombe.

Nebst Corona fürchten die Menschen in Dharavi, einem der grössten Slums im asiatischen Raum, auch weitere Krankheitsausbrüche sowie einen allgemeinen Anstieg von Hunger, Gewalt und Armut. Nicht nach draussen und arbeiten gehen zu können, bedeutet für viele die existentielle Bedrohung. Die Lebensmittelknappheit im Land entwickelt sich unter Corona in eine Lebensmittelkrise.

Children wait to receive food distributed in a slum during a lockdown due to the coronavirus pandemic in Mumbai, India, Saturday, April 18, 2020. The organization says they serve thousands of people daily at different regions in the city since the lockdown started in the country. (AP Photo/Rajanish Kakade)

Kinder und Erwachsene warten auf die Abgabe von Nahrungsmitteln im Slum bei Mumbai. Bild: AP

Tausende Wanderarbeiter auf der Strasse

Der Lockdown traf auch die Millionen indischen Wanderarbeiterinnen und -arbeiter hart. Kurz nach dem abrupten Ausruf der Sperre begaben sich Abertausende auf die beschwerliche Heimreise in ihre meist hunderte Kilometer entfernten Heimatdörfer – Züge fahren keine mehr.

Indian migrant workers sit atop a bus, provided by the government, as others walk along an expressway to their villages following a lockdown amid concern over spread of coronavirus in New Delhi, India, Saturday, March 28, 2020. Some of India's legions of poor and others suddenly thrown out of work by a nationwide stay-at-home order began receiving aid on Thursday, as both public and private groups worked to blunt the impact of efforts to curb the coronavirus pandemic. The measures that went into effect Wednesday, the largest of their kind in the world, risk heaping further hardship on the quarter of the population who live below the poverty line and the 1.8 million who are homeless. (AP Photo/Altaf Qadri)

Die Ärmsten sind besonders betroffen: Ein Viertel von Indiens Bevölkerung gilt als arm, rund 1,8 Millionen sind obdachlos. Bild: AP

Bilder von überfüllten Busstationen und Strassen voller Menschen lassen erahnen, welch drastische Auswirkungen der Lockdown auf das Leben vieler Arbeiterinnen und Arbeiter und somit die Wirtschaft Indiens haben wird. Längst nicht alle finden einen Platz im Bus oder können sich ein Ticket leisten. Viele sind wochenlang zu Fuss unterwegs. Einige sterben an Hunger oder Erschöpfung.

Auch zum heutigen Zeitpunkt wurden kaum Busse aufgeboten, um die Menschen zu transportieren. Viele sind gestrandet oder befinden sich nach wie vor auf ihrem Weg nach Hause. Die Arbeitslosenquote steigt indes rasant an – allein in den urbanen Regionen ist sie auf 31 Prozent angewachsen.

Experten fürchten, dass die Wanderarbeiterinnen und -arbeiter das Virus ins ländliche Indien tragen. quelle: twitter / reuters

Die indischen Wanderarbeiterinnen und -arbeiter sind die billigsten Arbeitskräfte des Landes. Die meisten arbeiten als Tagelöhner, ohne jegliches finanzielles Polster. Sie kommen aus ländlichen Gebieten in Städte wie Mumbai oder Neu-Delhi, um beispielsweise in der Bauwirtschaft etwas Geld zu verdienen und an die zurückgeblieben Verwandten schicken zu können.

Migrant workers shout slogans during a protest against the the extension of the lockdown, at a slum in Mumbai, India, Tuesday, April 14, 2020. Indian Prime Minister Narendra Modi on Tuesday extended the world's largest coronavirus lockdown to head off the epidemic's peak, with officials racing to make up for lost time. (AP Photo/Zoya Thomas Lobo)

Am 14. April kam es zu Massenprotesten gegen die Verlängerung des Lockdowns: Viele Wanderarbeiter und Slumbewohnerinnen fühlen sich allein gelassen. Bild: AP

Gewalt gegen Frauen steigt weiter

Anfang Dezember letzten Jahres, als die ersten Coronavirus-Fälle bekannt wurden, protestierten in Indien Tausende nach einer erneuten Vergewaltigung und Tötung einer jungen Frau. Sie forderten ein gerechtes Justizsystem, Lynchmord und Zwangskastrationen. Der Fall bildet jedoch keine Ausnahme.

Die Sicherheit von Frauen ist in Indien im internationalen Vergleich extrem schlecht gewährleistet. Laut den Behörden werden jährlich rund 40'000 Vergewaltigungen angezeigt, die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen: Eine Vergewaltigung gilt in Indien nicht als Schande des Täters, sondern als die des Opfers.

Women activists hold banners and participate in a protest demanding justice in the case of a veterinarian who was gang-raped and killed last week, in New Delhi, India, Tuesday, Dec. 3, 2019. The burned body of the 27-year-old woman was found Thursday morning by a passer-by in an underpass in the southern city of Hyderabad after she went missing the previous night. (AP Photo/Manish Swarup)

Ein indisches Sprichwort lautet: «Eine Tochter grosszuziehen, ist wie die Blumen deines Nachbarn zu giessen.» Bild: AP

Gründe für die massive Gewalt gegen Frauen wurzelt in den Tiefen der kulturellen Traditionen: In der Jahrhunderte alten Sozialordnung des Kastenwesens ist eine Frau weniger wert als ein Mann. Grund dafür ist die Mitgift, die Eltern ihrer Tochter bei der Hochzeit mitgeben – trotz offiziellem Verbot. Viele weibliche Föten werden deshalb abgetrieben.

Laut UN-Daten kommen 2019 mehr als 108 Männer auf 100 Frauen. Dieses Missverhältnis führt zu weiteren Spannungen zwischen den Geschlechtern. In Zeiten der Pandemie berichten Medien von steigender häuslicher Gewalt und von Frauen, die auf ihrem Weg ins Spital vergewaltigt wurden.

Religion als Katalysator

Der erste Infizierte aus dem Slum Dharavi ist selbst nie im Ausland gewesen, doch er beherbergte einige Männer bei sich, die zuvor an einem religiösen Fest teilgenommen hatten. An diesem Fest haben sich laut Behörden zahlreiche Menschen angesteckt. Religiöse Feste oder auch Beerdigungen von Geistlichen ziehen trotz Lockdown Zigtausende Anhänger an – und fungieren somit als Katalysatoren der Virusausbreitung.

epa08379413 An Indian women wear mask during the nation-wide lockdown in Bangalore, India, 23 April 2020. India's Prime Minister Narendra Modi announced on 14 April that the country's initial 21-day lockdown will be extended until 03 May in a bid to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/JAGADEESH NV

Eine indische Frau trägt zur traditionellen Kleidung eine Atemschutzmaske. Bild: EPA

Drei Religionen sind in Indien hauptsächlich vertreten: Die Hindus stellen mit über 80 Prozent die Mehrheit der Bevölkerung im Land dar, gefolgt von den Muslimen mit 13,4 Prozent. Die christliche Gemeinde zählt 2,3 Prozent.

Der Glaube hat im alltäglichen Leben in Indien eine wichtige Bedeutung inne, weshalb viele Menschen trotz der Ausgangssperre an ihrer religiösen Praxis festhalten. Ein Beispiel aus dem belebten Einkaufsviertel Chandni Chowk zeigt, dass die Menschen die Abstandsregeln im grossen Stil nicht einhalten – zu wichtig sind die Einkäufe für das kommende Ramadan-Fest.

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Chandni Chowk liegt in Alt-Delhi und gilt als beliebtes Einkaufsviertel, 24. April 2020. Video: YouTube/IndiaTV

Modis Regierung unterdrückt statt zu beruhigen

Das Vorgehen des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi in der Coronakrise erntet sowohl Lob als auch Kritik. Seine wirtschaftsliberale Politik hat in den letzten Jahren zu umfangreichen Kürzungen des Sozialstaates und der Gesundheitsvorsorge geführt. Um die Konsequenzen dessen abzufedern, hofft Modi, die Coronakrise zur Stärkung der indischen Exportwirtschaft nutzen zu können.

Knapp 90 Prozent der Inderinnen und Inder arbeiten in der informellen Wirtschaft, ohne Verträge oder Versicherung. Die grassierende Lebensmittelknappheit und die Rezession machen dem Land zusätzlich zu schaffen. Die von Modi abrupt verkündete Ausgangssperre verstärkt diese Probleme zusätzlich. Am Tag der Ankündigung verloren rund 50 Millionen Inderinnen und Inder ihre Arbeit.

FILE- In this March 30, 2019 file photo, Indian Prime Minister Narendra Modi gestures as he speaks during an election campaign rally of his Bharatiya Janata Party (BJP) in Along, Arunachal Pradesh, India. Modi on Sunday apologized to the country’s public for imposing the ongoing world's largest lockdown for three weeks, calling it harsh but “needed to win” the battle against coronavirus pandemic. (AP Photo/Anupam Nath, File)
Narendra Modi

Der indische Premierminister Narendra Modi. Bild: AP

Doch statt der Bevölkerung die Angst zu nehmen und sich kritischen Fragen der Medien zu stellen, schweigt der Premierminister. Kritischen Journalisten wird der Zugang zu Informationen gar komplett verweigert. Die Presse sieht sich in Indien schon einige Zeit steigendem Druck ausgesetzt, nun scheint die Regierung die Coronakrise dahingehend zu nutzen, die Pressefreiheit weiter einzuschränken.

Mehrere ausländische Medienhäuser, darunter der Guardian, berichten von zunehmenden Verfolgungen und Verhaftungen regierungskritischer Journalisten, Schriftsteller und Intellektueller durch Modis Regierung während der Pandemie. Die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt kann kaum noch Pressefreiheit vorweisen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • fraunickname 29.04.2020 08:12
    Highlight Highlight Danke für diesen eindrücklichen Bericht. Uns geht es hier in der Schweiz wirklich sehr gut!
  • DrDeath 28.04.2020 19:04
    Highlight Highlight Ein rückständiges Sozialsystem, ein rückständiges Wirtschaftssystem, ein rückständiges Gesundheitssystem, ein rückständiges politisches System was nur auf dem Papier eine Demokratie ist und dazu noch ein schier unglaublich rückständiges Gesellschaftssystem. Das ist mehr als ein "Rückständig" zu viel. Indien hat seine Probleme einfach zu lange ignoriert. Dass eine Pandemie Indien aufs brutalste treffen würde war schon lange klar. Die Zeche zahlen wieder mal die ärmsten. Ich hoffe, die überlebenden lernen was daraus. Nur glauben tu ich's nicht.
    • Wat Sohn 29.04.2020 09:51
      Highlight Highlight Ich meine, Demokratie und Zivilgesellschaft sind in Indien aber immer noch stärker als zB in China oder Russland... beides scheint aber unter Modi zu leiden in den letzten Jahren.
  • atorator 28.04.2020 18:06
    Highlight Highlight Man, man, man. Da sollte einem wieder mal bewusst werden, in was für einem tollen Land wir eigentlich leben.

    Ich habe für mich persönlich auch viel Positives aus der Viruskrise ziehen können. Die neue Jeans ist unwichtig, essen gehen ist unwichtig, ob der Rasen gemäht ist ist völlig unwichtig. Neues Velo, 18. Paar Sneaker, sich aufregen wegen Kleinigkeiten. Alles völlig unwichtig.

    Was zählt sind Familie, Freude, Nachbarn, Mitmenschen halt.
    • atorator 28.04.2020 20:15
      Highlight Highlight Freude auch, aber ich wollte Freunde schreiben.

      Hatte vor 30 Jahren mal in den Skiferien ein Mädchen kennengelernt. Brieffreundschaft, ab und zu gesehen, dann kurz Nachbarn. Mehrere Jahre keinen Kontakt.

      Habe sie einfach angerufen. Aufs Festnetz. Stand im Telefonbuch. Ganz neue Erfahrung.
  • Bohemia 28.04.2020 17:03
    Highlight Highlight Danke für den Bericht! Ich war am Anfang der Lockdownzeit in Indien, hatte aber das Glück, nicht in einer Grossstadt zu sein und ziemlich isoliert zwischen zwei Dörfer zu leben. Die Nachbarn waren sehr hilfsbereit und es war schön zu sehen wie sich auch Hotels und Restaurants mobilisiert haben. Bungalows wurden gratis angeboten und man hat das Essen untereinander verteilt. Meistens Reis und Dal, was ich eh mag :) Natürlich bin ich froh, konnte ich zurückreisen, da man nie weiss, was passiert wenn es richtig ausartet, aber der Zusammenhalt als Community wird eine schöne Erinnerung bleiben.
  • Besteline 28.04.2020 15:50
    Highlight Highlight Hallo Anna

    Sorry, Corona bewirkt bei mir scheints Klugscheis**itis ;-)
    Meines Wissens heisst der Slum bei Mumbai Dharavi und nicht Dhavari. Es gibt sogar einen Film darüber.
    • Anna Dieckmann 28.04.2020 15:59
      Highlight Highlight Vielen Dank Besteline für das aufmerksame Lesen, habe es korrigiert, Gruss Anna D.
  • Calimoerchen 28.04.2020 15:39
    Highlight Highlight "Dem Obersten Gerichtshof Indiens zufolge sollen sich künftig alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos gegen Corona testen lassen können."

    Wir testen uns gegen Corona? Bekommen wir es dann nicht? *staun*
  • Darkside 28.04.2020 15:33
    Highlight Highlight "In Indien fliessen nur rund 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in das öffentliche Gesundheitssystem. Das ist einer der niedrigsten Werte weltweit".

    Aber dafür TOP 3 weltweit in den Ausgaben für Militär und Rüstung.
    • Alnothur 28.04.2020 15:50
      Highlight Highlight Das Militärbudget in Indien beträgt 2.4% des BIP.
  • banda69 28.04.2020 15:30
    Highlight Highlight Eine Statistik aus Indien anzugeben finde ich sehr abenteuerlich. 🤨
    • Samon B. 28.04.2020 15:56
      Highlight Highlight Ich glaube es wird ausführlich aufgezeigt, wie man das einordnen muss. Auch unterschätzt du wahrscheinlich wie gut die inidsche Bürokratie funktioniert.
    • banda69 28.04.2020 16:20
      Highlight Highlight @samon

      Ich denke eher, dass ich die indische Bürokratie überschätze. 😉
    • Rabbi Jussuf 29.04.2020 17:15
      Highlight Highlight Oh, die Bürokratie funktioniert bestens. Du musst nur immer genügend Rupien dabei haben.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.04.2020 15:21
    Highlight Highlight Danke für den Bericht, aber nur eine Frage. Weshalb hat da eine Frau ein Schild mit "Don't get rape". Wäre nicht "Don't rape" besser?
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 28.04.2020 15:41
      Highlight Highlight Ich könnte mir vorstellen dass korrektes Englisch für indische Frauen das kleinste Problem sind.
    • Rabbi Jussuf 28.04.2020 16:48
      Highlight Highlight Oh täuscht euch mal nicht! Inderinnen der oberen Klassen sprechen garantiert besser Englisch als ihr und ich. Nach unten nimmt es allerdings rasant ab.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 28.04.2020 17:31
      Highlight Highlight @Rabbi...auch das sollte nicht das Thema sein, denn ich denke nicht, dass Vergewaltigung ein primäres Problem der Oberschicht ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 28.04.2020 14:59
    Highlight Highlight Natürlich ist die Chance in Indien an Covid19 zu sterben statistisch gesehen viel niedriger als in der Schweiz.
    Das Medianalter in Indien liegt bei ca. 28 Jahren, in der Schweiz bei ca. 43 Jahren
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 28.04.2020 15:43
      Highlight Highlight Und den allgemeinen Gesundheitszustand des Landes kann man natürlich vernachlässigen...ach Locutus70 das Leben ist ein bisschen komplizierter
    • derWolf 28.04.2020 17:06
      Highlight Highlight @nada bei diesem speziellen Virus scheint das Alter schon sehr entscheidend zu sein. Klar ist es komplizierter, unglaublich viele Faktoren müssen berücksichtigt werden. Aber wenn man jetzt Italien mit D vergleicht, ähnliche Altersstruktur und Bevölkerungsdichte, aber wesentliche Unterschiede im Gesunheitswesen, sieht man schon das es zimlich genau diese 3 Faktoren braucht damit es richtig schlimm wird. Auch NY geht in Richtung Italien. Vergleiche zwischen Länder sind allerdings generel schwierig, das hat das Virus deutlich gezeigt.
    • DrDeath 29.04.2020 00:07
      Highlight Highlight Locutus70 was du noch nicht kapiert hast: Die niedrigen Todeszahlen sind nur unserer guten medizinischen Versorgung geschuldet. Schau dir Italien an: In dem Moment, wo die Krankenhäuser saturiert waren, schoss die Sterblichkeit nach oben. Wenn du jetzt weit und breit keine Intensivbetten, geschweige denn Beatmungsgeräte hast, davon sie sich leisten zu können ganz zu schweigen, was glaubst du wohl wie die Todesrate dann aussieht? Die Sterberate dürfte ungefähr unserer Hospitalisierungsrate entsprechen, zumal dort Tuberkulose und ander Krankheiten grassieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mille_plateaux 28.04.2020 14:57
    Highlight Highlight Danke für diesen Überblick.

    Die Slums als «Bombe» zu bezeichnen, halte ich allerdings für eine denkbar schlechte Metapher. Bomben explodieren und sind Gefahr für Ausserhalb. Und obwohl wir alle seit Jahrhunderten (!) armenfeindlicher Rhetorik ausgesetzt sind, sind es eben doch nie die Schwächsten, die schaden. Die Bombe ist in diesem Fall die Gesellschaftsordnung, der Staat, der Markt. Die Slums sind nur an den ganzen Mist angefesselt - die reichen können davonlaufen.
    • Rabbi Jussuf 29.04.2020 17:09
      Highlight Highlight Die Welt ist nicht so einfach gestaltet, wie du dir das vorstellst.
  • Ikarus 28.04.2020 14:54
    Highlight Highlight Ich hoffe einfach sie verinnerlichen sich das schöne panorama und stehen auf die barrikaden sobalds wieder weg ist durch die luftverschmutzung.

    Die corona krise ist die möglichkeit „billig“ in eine grünere zeit zu kommen, dafür müssten die menschen aber mal zusammen stehen und nicht weiter an sich denken.
    • DieserNicknamewirdschonverwendet 28.04.2020 15:19
      Highlight Highlight In Indien hat es dermassen viel arme Menschen, die an sich denken müssen, damit sie nicht verhungern... denen ist das Panorama vermutlich egal, wenn es darum geht durch die Luftverschmutzung einen Job und dadurch Essen zu haben... 1/4 ist von Armut betroffen was bei 1,3 Milliarden nicht gerade wenige sind... von den anderen 3/4 könnten sich auch viele an der Grenze zur Armut befinden... und die wenigen Reichen dort wollen noch mehr Geld erwirtschaften und wenn dafür das Panorama und die Luftqualität leiden muss... ist das den meisten Reichen dort vermutlich egal...
    • Dr no 28.04.2020 16:17
      Highlight Highlight "grün" und Indien sind zwei Begriffe die sich gegenseitig ausschliessen. Wenn man was für die Umwelt tun möchte, dann wäre es sich Gedanken über die Bevölkerungsexplosion zu machen. Knapp 1.4 MIA (!!) Menschen. Wow.
    • Swen Goldpreis 28.04.2020 16:36
      Highlight Highlight Genau: Den Reichen, die sich Gedanken über die Luftverschmutzung machen könnten, fliegen einfach in der Schweiz in den Urlaub.

      Indien ist ein wunderschönes Land, aber ich habe nirgendwo so egoistische und selberverliebte Menschen getroffen wie in der indischen Mittel- und Oberschicht.

      Solange die Leute dort sogar die USA an Solidarität unterbieten, wird aus Indien nie was. Und es ist zu fürchten, dass die Inder aus der selbstverursachten Krise auch nichts lernen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Riz 28.04.2020 14:50
    Highlight Highlight Kann man so überhaupt noch von einer Demokratie sprechen? ...
  • lilie 28.04.2020 14:42
    Highlight Highlight Vielen Dank für den Bericht aus Indien. 👍

    Leider sieht man auch hier wieder, dass die schiere Anzahl durchgeführter Tests nicht ausreicht, um möglichst viele Fälle zu finden. Dass die Inder seltener betroffen wären, ist unwahrscheinlich - in Singapur sind es die indischen Gastarbeiter, welche die Epidemie zu einem guten Stück am Laufen halten.

    Wenn aber Ängste vor Diskriminierung dazu führen, dass sich die Leute gar nicht erst testen lassen, ist das natürlich der beste Garant dafür, dass sich die Seuche weiterhin ausbreitet.

    PS: Frauen vergewaltigen aus Angst vor Ansteckung?! 🤦‍♀️🙈😥
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 28.04.2020 15:12
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass Anna Dieckmann aus Indien berichtet. Zumindest gibt es keinen Hinweis darauf, dass es so wäre.

      Es ist ein Bericht über Indien.
      Play Icon
    • Garp 28.04.2020 15:34
      Highlight Highlight Das Problem ist keinen Zugang zu guter Bildung zu haben. Ohne Bildung lässt sich eine Epidemie schwer in den Griff bekommen. Manche Staaten fürchten sich vor gebildeten Menschen.
    • lilie 28.04.2020 16:24
      Highlight Highlight @Antinatalist: Stimmt, das habe ich unsorgfältig formuliert. Ich meinte natürlich über Indien.

      @Garp: Im Falle von Indien hat das wohl kaum mit Furcht zu tun. Es ist einfach ein Ding der schieren Überforderung mit solch unglaublichen Menschenmassen.

      Dazu kommt das unselige Kastensystem. Das führt zu einem unglücklichen Teufelskreis aus Armut und Diskriminierung, der ohne dessen Abschaffung nicht, und mit dessen Abschaffung nur schwer zu durchbrechen ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • apras77 28.04.2020 14:39
    Highlight Highlight In Indien haben viele Menschen keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung, viele Menschen sind nirgends registriert. Sie existieren faktisch nicht. Viele Menschen sind Analphabeten und kennen die Gefahr wohl gar nicht. Die Dunkelziffer der Infizierten und vor allem der Toten mag sehr hoch sein, so dass die Zahlen nicht vergleichbar sind mit anderen Ländern.
  • nafets 28.04.2020 14:33
    Highlight Highlight da lese ich diesen eindrücklichen Bericht von Anna Dieckmann und bin am Schluss wirklich sprach- und ratlos und frage mich, wie man da entgegenwirken könnte.... keinen Plan, keine Ahnung - einfach nur gerade etwas überfordert. die Wirtschaft war so überhitzt, kühlt sich bei uns etwas ab und die Leidtragenden sind dann wieder solche Länder, da wir zur Zeit wenig bis keine Waren mehr abnehmen, unglaublich paradox irgendwie...
    hoffe oder wünsche mir, dass auch dort der gesunde Rank wieder gefunden wird.
    • Garp 28.04.2020 15:25
      Highlight Highlight Was heisst wieder gefunden? Es war auch vor Corona in Indien vieles im Argen. Die vielen Armen, die von der Hand in den Mund leben, sind auch Teil unseres Wirtschaftssystem, lange vor Corona, schert nur die wenigsten Konsumenten.
  • Garp 28.04.2020 14:32
    Highlight Highlight Es ist so ein Elend. Menschenverächter überall versuchen die Krise für sich zu nutzen und scheren sich natürlich nicht um eine Verbesserung der Situation für die Ärmsten, sondern erheben Massnahmen, die viele in den Tod bringen. Das sind für sie keine Menschen, darum ist das für sie nicht wichtig. Dieses Klassendenken ist eine Seuche.
    • Dr no 28.04.2020 16:23
      Highlight Highlight Garp: Das ist einfach die Realität. Das Leben ist ein Kampf und Jeder ist sich selbst der nächste, das wird in einer Krise noch deutlicher. Das ist einfach Fakt. Es geht nicht darum, das zu werten. Es ist einfach so. Was genau machst du persönlich um die Situation der Ärmsten zu verbessern ?
  • NathanBiel 28.04.2020 14:31
    Highlight Highlight Das klassische Beispiel inkompetenter Behörden die nur den Westen nachmachen ohne sich der Konsequenzen für die Bevölkerung im schlecht Organisierten Staat zu berücksichtigen. Abgesehen davon sind auch die Massnahmen hierzulande mehr als Fragwürdig.
    • La Joya 28.04.2020 14:58
      Highlight Highlight dass hierzulande auch mängel herrschen will leider keiner wissen..
  • LikeOrDislikeisthebigQuestion 28.04.2020 14:24
    Highlight Highlight Vielen Dank Watson für den ausfürlichen Bericht zur momentalen Lage in Indien.
    • crik 28.04.2020 14:39
      Highlight Highlight Momentan + monumental = momental

      Top neues Wort!
    • ben_fliggo 28.04.2020 15:20
      Highlight Highlight +1, Danke für diesen Bericht, Watson
    • LikeOrDislikeisthebigQuestion 28.04.2020 16:09
      Highlight Highlight @crik was die Krise alles mit einem macht :)
  • Balfur 28.04.2020 14:22
    Highlight Highlight "Das Vorgehen des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi in der Coronakrise erntet sowohl Lob als auch Kritik."

    Die Kritik habe ich gesehen, aber wo blieb das Lob?
    • Pipikaka Man 28.04.2020 15:17
      Highlight Highlight Also viele Inder aus der Mittelschicht loben Narendra Modi. Aber eigentlich denke ich das er hier kein Lob verdient.
  • Varanasi 28.04.2020 14:19
    Highlight Highlight Auch der Faktor Luftverschmutzung sollte nicht übersehen werden.
    Wenn es wirklich einen Zusammenhang gibt, zwischen der hohen Sterblichkeitsrate Covid Erkrankter und schlechter Luft, dann sieht es für die Menschen in den Grossstädten von Indien schlimm aus.
    • Rabbi Jussuf 28.04.2020 15:48
      Highlight Highlight Gibt es nicht. Die Indizien sprechen gegen einen signifikanten Einfluss der Luftverschmutzung.
      Aber bei den indischen Grossstädten bin ich mir da nicht so sicher.
    • Mario Conconi 29.04.2020 07:50
      Highlight Highlight Wie eine Studie des Geowissenschaftlers Yaron Ogen von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zeigt, sind in Regionen mit einer dauerhaft hohen Schadstoffbelastung deutlich mehr Menschen nach der Infektion mit dem Coronavirus gestorben als in anderen Regionen.

      Auch eine Studie von US-Forschern der Harvard-Universität deutet darauf hin, dass es einen Zusammenhang gibt.

      @jussuf
      Ich kann dir somit Studien nennen die deiner Aussage widersprechen. Man weiss es schlicht nicht!!! Wir wissen leider noch viel zu wenig über Covid-19!! Dies ist ja genau das Problem
    • Rabbi Jussuf 29.04.2020 17:38
      Highlight Highlight Mario
      Eben, man weiss es nicht!
      Dann ist es auch nicht nötig solche Gerüchte in die Welt zu setzen!
      Die Harvard Studie kannst du sowieso kübeln.
      1. wurde sie zu schnell und viel zu früh gemacht, bevor der Verlauf von Covid klar ist.
      2. haben die nach Counties aufgeteilt und nicht nach Gebieten je nach Luftverschmutzung.
      3. Die Bevölkerungsdichte vergessen.
      3. dürfte auch dem Deutschen durch die Lappen gegangen sein. Auch er viel zu früh.
      Diese Art Studien sind hauptsächlich ideologisch betrieben und kaum ergebnisoffen. Man nimmt die Faktoren wichtig, die zum erwünschten Resultat führen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mario Conconi 28.04.2020 14:15
    Highlight Highlight "...der Schweiz am Coronavirus zu sterben, 310 mal höher als in Indien. Gegenüberstellungen dieser Art spiegeln allerdings nur bedingt die Realität wieder...."
    Jeder Mensch der schonmal Bilder aus Indie gesehn hat weiss, dass das nicht möglich sein kann. Nicht nur aufgrund der wenigen Tests.
    In einem Land mit so vielen Menschen auf so wenig Raum und so grosser Armut kann das Gesunfheitswesen nicjt besser funktionieren als bei uns... Einfach unmöglich

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