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Massenflucht in Indien nach dem Lockdown.

So sieht Lockdown in Indien aus – ein Land vor riesigen Problemen



In Indien leben mehr als 1,3 Milliarden Menschen. Das entspricht fast einem Fünftel der Weltbevölkerung. Letzte Woche hat Premierminister Narendra Modi in dem bevölkerungsreichen Land den Lockdown verhängt. Er gab seinen Landsleuten genau vier Stunden Zeit, um die nötigen Einkäufe zu erledigen, bevor sie sich für drei Wochen in ihre Behausungen zurückziehen und diese unter keinen Umständen verlassen sollten. «Wenn ihr diese 21 Tage nicht durchhaltet, wird dieses Land um 21 Jahre zurückgeworfen», warnte Modi.

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Doch was folgte, sind Szenen, die jeder Strategie zur Eindämmung der Pandemie widersprechen. Abertausende Inder machten sich fast schon panikartig auf, die grossen Städte zu verlassen. Wer konnte, versuchte, einen der Busse zu erwischen. Auf Bildern ist zu sehen, wie die Menschen zu hunderten dicht an dicht an den Busstationen warten, um in ihre Heimatdörfer zu gelangen, wie dieses Video zeigt:

Denn der Lockdown traf vor allem die Millionen Wanderarbeiter in Indien hart. Und längst nicht alle können sich einen der Busse leisten – oder finden einen Platz. Wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen müssen diese jetzt zu Fuss nach Hause in ihre Dörfer zurück.

Und diese liegen oft hunderte Kilometer weit weg. Eine beschwerliche Reise mit offenem Ausgang.

Ein 39 jähriger Wanderarbeiter starb, nachdem er von Delhi in seinen rund 300 Kilometer entfernten Heimatort in Madhya Pradesh laufen wollte, berichtete Times of India am Samstag. Der Mann erlitt nach rund 200 Kilometern aus Erschöpfung einen Herzinfarkt, brach zusammen und verstarb. Sein Bruder sagte den Medien: «Wir sind arme Farmer. Wir wissen nicht, wie seine drei Kinder überleben ohne das Einkommen des Vaters.»

Indian migrant laborers wait for buses provided by the government to transport them to their hometowns, following a lockdown amid concern over spread of coronavirus in New Delhi, India, Saturday, March 28, 2020. Authorities sent a fleet of buses to the outskirts of India's capital on Saturday to meet an exodus of migrant workers desperately trying to reach their home villages during the world's largest coronavirus lockdown. Thousands of people, mostly young male day laborers but also families, fled their New Delhi homes after Prime Minister Narendra Modi announced a 21-day lockdown that began on Wednesday and effectively put millions of Indians who live off daily earnings out of work. (AP Photo)

Warten auf einen Platz im Bus in Delhi. Bild: AP

Kürzlich erst hatte Modi die Bürger aufgerufen, auf ihren Balkonen für den Mut von Gesundheitspersonal zu applaudieren. Doch etliche von ihnen haben noch ein ganz anderes Probleme: Vermieter haben etliche Menschen mit Medizinberufen aus ihren Wohnungen geworfen. Sie hätten Angst, dass das medizinische Personal das neuartige Coronavirus verbreiteten, schrieb die Ärztevereinigung des staatlichen Spitals All India Institute of Medical Sciences.

«Viele Ärzte sind nun mit all ihrem Gepäck auf den Strassen gestrandet, und sie können im Land nirgendwohin», heisst es in einem Brief der Vereinigung an den indischen Innenminister Amit Shah. Gesundheitsminister Harsh Vardhan rief deswegen diese Woche Vermieter auf, nicht panisch zu reagieren. Und der Regierungschef der Hauptstadt Neu Delhi, Arvind Kejriwal, drohte Vermietern mit rechtlichen Konsequenzen: «Falls morgen, Gott bewahre, dein Kind Coronavirus hat, dann sind dies die Menschen, die helfen werden», sagte er.

epa08320839 Jammu and Kashmir police officers force people to crouch inside a marked circle to maintain a minimum social distance after they allegedly violated Section 144 (gathering of more than three people) during the coronavirus lockdown in Jammu, India, 25 March 2020. Indian Prime Minister Narendra Modi declared a 21-day lockdown across India, which started on 24 March, in a bid to slow down the spread of the ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus. According to health authorities, India has at least 519 confirmed cases of COVID-19.  EPA/JAIPAL SINGH

Polizisten bringen den Indern Social Distancing bei. Bild: EPA

Premierminister Modi hat sich am Sonntag bei den armen Menschen in der Bevölkerung entschuldigt, weil sie wegen der Ausgangssperre besondere Notlagen erleiden. «Ich entschuldige mich für diese harten Massnahmen, die eure Leben erschweren, insbesondere bei den armen Menschen», sagte er in einer Radioansprache. Im Kampf gegen das Coronavirus habe er keine andere Wahl gehabt.

Dafür sind in Indien offenbar viele Mittel recht. Die Polizeikräfte jedenfalls gehen teilweise gewaltsam gegen Leute vor, die noch auf der Strasse sind.

In Indien gab es nach offiziellen Angaben des indischen Gesundheitsministeriums bis am Sonntag 706 Covid-19-Fälle sowie 17 Corona-Tote. Doch getestet wurden gemäss Medienberichten erst rund 35'000 Menschen. Nach der Massenflucht aus den Städten ist zu befürchten, dass die Zahlen rasant zunehmen werden. (meg/sda)

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83
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    Alle Leser-Kommentare
  • WID 31.03.2020 15:04
    Highlight Highlight In Indien galt des Menaschenleben noch nie viel.
  • Panic4Clicks 31.03.2020 11:17
    Highlight Highlight Nun, wenn du in Bombay wohnst, ist der Coronavirus etwas auf dem 20ten Platz deiner Sorgen.

    Ich denke Indien wird sich durchseuchen, die 0.4% verlieren und weitermachen.

    Das jetzige Model wird mehr Menschen das Leben kosten.
  • THEOne 31.03.2020 07:24
    Highlight Highlight 1.3 mia menschen sollen sich in 4h für 3 wochen versorgen. das klingt wie ein makaberer dreisatz.
  • Beat-Galli 31.03.2020 07:18
    Highlight Highlight Erhebnis:
    150Mio sind eh schon unterernärt.
    Bei Krankheit somit schon Risikofälle.
    Weiteres Ergebnis nach Massnahmen:
    Nochmal 200Mio mehr unterernährt.
    Macht zusammen 350Mio Risikofälle.

    Die Spanische Grippe war derart zerstörerisch, weil in Europa nach dem Krieg alle mangelernärt, geschwächt, und schlechte hygienische Bedingungen war.

    Traf in Indien vorher wie nachher zu.

  • dilexa88 31.03.2020 06:49
    Highlight Highlight Anstatt immer nur in Rüstung zu Investieren hätte man mal das Gesundheitdsystem ausbauen sollen und Pandemiepläne erstellt. DAS aber praktisch kein Land der Welt darauf vorbereitet war, zeig das ein Menschenleben schon immer wertlos war. Denn Pandemien sind weder unwahrscheindlich mit solch grosser Bevölkerung, noch war es nicht die erste Pandemie die es je gab..
    • DrDeath 31.03.2020 10:15
      Highlight Highlight Faszinierend ist, dass es ein Virus ist. Experten hätten viel eher damit gerechnet, dass es ein multiresistenter Keim Indien's Fluch sein würde. Durch die schlechte Abwasserreinigung gelangen aus den dortigen Pharmafabriken nämlich massive Mengen Antibiotika in die Umwelt.
  • DrDeath 31.03.2020 02:37
    Highlight Highlight Tja, Seuchen sind einer der Mechanismen, die in der Natur die Populationsgrösse begrenzen und Überpopulation korrigieren. Würden wir hier über Karnickel oder Heuschrecken reden, würde das jeder so sehen. Sind aber Menschen, also wird's wieder grosses Blitzgewitter geben...
    • who cares? 31.03.2020 07:32
      Highlight Highlight BS. Viren möchten, dass ihr Host überlebt, nicht stirbt, sonst sterben sie auch.
    • KI-lernt 31.03.2020 09:49
      Highlight Highlight Yep so ist es. Würden die Inder das Social Distancing einhalten, bräuchten sie den ganzen Planten.
    • DrDeath 31.03.2020 10:10
      Highlight Highlight Viren möchten gar nichts, sie sind nicht mal Lebewesen, nur selbstreplizierende Strukturen aus Proteinen und DNA. Ihnen, oder irgendwelchen anderen Krankheitserregern oder Parasiten Ziele zu unterstellen, DAS ist BS, und zwar gequirlter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aniki 30.03.2020 23:03
    Highlight Highlight Deshalb soll man Gott auf den Knien danken (ich bin nicht gläubig), dass mann in der Schweiz leben darf! Krass solche Bilder.
  • Nume no eis, bitteee! 30.03.2020 23:00
    Highlight Highlight Mit unserem Wissen über dieses Virus und in Kenntnis der aktuellen Massnahmen hier bei uns, bleibt mir bei diesen Bildern und Massnahmen der Mund offen stehen und macht mich traurig. Kann es sein, dass unter diesen Umständen und solchen sehr beschränkten Möglichkeiten (und Mitteln) die Auswirkungen geringer (oder besser gesagt „etwas weniger schlimm sind), wenn einfach nichts getan wird? Das wird ja so nur noch tragischer.
    • der prophet 31.03.2020 03:18
      Highlight Highlight typisch inder.......die baden auch im ganges. mehr muss man nicht dazu sagen.
    • Beat-Galli 31.03.2020 10:20
      Highlight Highlight Das wäre nicht schlimm. Wir Baden auch im Mittelmehr und im Rhein.

      Aber die Inder Schmeissen momentan mehr Gift und Müll pro Tag in den Ganges wie wir in den schlimmsten Tagen pro Jahr in den Rhein.

      Beim Mittelmeer ist es noch schlimmer.

      Da sind wir momentan kein Scheiss besser wie die Inder.

      Nur ist der Tümpel etwas grösser.
    • Cirrum 31.03.2020 11:28
      Highlight Highlight der Prophet; typisch verwöhnter Mensch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DeeMind 30.03.2020 22:55
    Highlight Highlight Nun, der Präsident hat die Lage erkannt. Doch er ist wohl ganz klar auch in Denken die Oberschicht (denkt nur an derer Anzahl), denn selbst 4 Tage wären hier wohl nicht ausreichend gewesen... Nun wird das Land eben, wie er meinte, um 21 Jahre zurückgeworfen. Die Entwicklungskurve der letzten 21 Jahre war sicher sehr steil, doch im internationalen Vergleich bleibt es trotzdem noch ein Drittweltland weil es sich v.a. Selbst in Weg steht. Aber Hauptsache es ist eine Atommacht...
  • Dr no 30.03.2020 22:19
    Highlight Highlight Tja. Ein fünftel der Weltbevölkerung? Wow. Unglaublich diese anzahl. Die folgen sind dann halt drastisch, wenn man sich völlig unkontrolliert vermehrt und dabei zuwenig raum und Ressourcen hat. Die natur regelt sich in der regel selbst, stichwort dynamisches Gleichgewicht.
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 31.03.2020 00:25
      Highlight Highlight Empathie?
      Verkauft? Verzockt? Versoffen?

      Oder machst einen auf "das wird man wohl noch sagen dürfen"?

      Bei einem solchen virus kann es jetzt schlussendlich jeden treffen, es ist weder linksversifft, noch rechtsradikal.

      Und von wegen 'die natur regelt sich von selbst' -> der westen leidet sehr an unfruchtbarkeit - auch dynamisches gleichgewicht?
    • DrDeath 31.03.2020 10:24
      Highlight Highlight häxxebäse was erwartest du hier? "Ohje, ohje, die aaaaarmen aaaarmen Inder"?

      Fakt ist, nirgendwo sonst auf der Welt gibt es solche Bevölkerungsdichte gepaart mit so niedrigem Lebensstandard. Typissches Disaster waiting to happen.

      Die Menschheit hat es seit der Erfindung von Kunstdünger und Antibiotika immer wieder geschafft, den regulatorischen Mechanismen der Natur ein Schnippchen zu schlagen, aber jedem klar denkenden Menschen musste klar sein, dass das nicht ewig so weiter geht.
    • Dr no 31.03.2020 10:51
      Highlight Highlight Das Leben ist kein Ponyhof liebe Hexebäse. Zieht doch deine rosarote Brille ab und schau der Realität ins Auge. Mit Empathie hat das nichts zu tun. Die Population muss sich auf ein vernünftiges Mass einpendeln. was genau willst du mit der Unfruchtbarkeit sagen ? Wir sind "im Westen" - was auch immer das genau sein soll - immer noch genug bzw. zuviel Leute.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mia Mey 30.03.2020 22:09
    Highlight Highlight Wie sollen Menschen die jeden Tag um Essen kämpfen ein Lock Down machen? Ohne Betteln, Abfall Haufen durchsuchen, stehlen? Ja, auf die kommt eh nicht drauf an, und die gut Betuchten hoffen einige davon los zu werden. Ich stell mir oft vor, dass die jetzt ärmsten die Menschen der Zukunft sind. Kaum vererbbare Krankheiten, Virenresistent weil durchgemacht, oder überlebensfähig wenn nicht verhungert.
  • anonymer analphabet 30.03.2020 21:48
    Highlight Highlight Panik auf Kommando sozusagen.
  • Füürtüfäli 30.03.2020 21:43
    Highlight Highlight Es gibt bei uns schon eine (berechtigte) Diskussion, ob die C"Maßnahmen im Endeffekt mehr Schaden anrichten als das Virus selbst. In Indien ist das mMn. sicher der Fall. Es gibt dort Millionen Menschen, die nicht einmal genug zum Essen haben - Corona ist da das geringste Problem. Was sollen die ganzen Tagelöhner machen, die jeden Tag gerade so viel verdienen, dass sie sich und ihre Familien ernähren können? Die meisten Menschen leben zudem in Großfamilien mit bis zu 20 oder mehr Personen. Selbst, wenn nun alle zu Hause bleiben, werden sich Millionen innerhalb der eigenen Familie anstecken.
    • Beggride 30.03.2020 21:55
      Highlight Highlight Ich bin voll deiner Meinung. Ein Faktor, den man dabei nicht ganz vergessen darf, ist: Wer kümmert sich um die Leute wenn die ganze Familie sich nach und nach angesteckt hat? Und wie kommen sie dann allenfalls zum Spital?
    • Füürtüfäli 30.03.2020 22:16
      Highlight Highlight Indien wird wohl eher ein Survival of the fittest werden, wenn man sich die Krankenversorgung ansieht. Ich fürchte für ein Entwicklungsland wie Indien, wird das ganze zum Armageddon.
    • Varanasi 30.03.2020 22:29
      Highlight Highlight Muss jetzt gerade an die „Fest und Flauschig“ Folge denken, in der Dr. Drosten da war.
      Da sprach er über Afrika und meinte, das die Bilder, die wir im Sommer von dort sehen werden, dramatisch sein werden und etwas was wir uns kaum vorstellen können.
      Da wird’s einem ganz anders und wahrscheinlich könnte das so auch für Indien zutreffen.
      Hoffen wir, dass er sich getäuscht hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoci 30.03.2020 21:28
    Highlight Highlight Zeiten in denen man strohdumme Staatsführer erleben darf. Ob Frauen genauso doof sind? Die können immerhin komplexer denken und besser mit organisation/kranken.
    Movhte Indien noch nie, jetzt wo Aerzte auf die Strasse gestellt werden, hab ich noch den letzten respekt vor dieser Kultur verloren.
    Mag sein das sie auch gute Aspekte hat, aber zu viele schlechte sind es trotzdem, frauen(föten) töten/ menschenrechte, kastensystem, aerzte raus schneissen...
    • Knety 30.03.2020 22:19
      Highlight Highlight Schau dir mal auf Youtube an, wie sie die Ausgangssperre in Indien durchsetzen.
  • Raphael Stein 30.03.2020 20:51
    Highlight Highlight Genau 21 Jahre oder darf es etwas mehr sein? 🦄
  • My Senf 30.03.2020 20:34
    Highlight Highlight Gemäss Schätzungen sind in Indien 15mio an der spanischen Grippe gestorben...

    Und jetzt sagt die WHO zuhause wird man eher angesteckt....
  • Hayek1902 30.03.2020 20:24
    Highlight Highlight Also von heute auf 4h sollen alle alles einkaufen, zurück zu ihrem wohnort und dafür sorgen, dass sie 21 Tage eingeschlossen bleiben. Ok, dass würde in keinem europäischen Land funktionieren, und erst recht nicht in einem armen Land wie Indien. Was haben sie sich dabei gedacht?
    • DeeMind 30.03.2020 23:03
      Highlight Highlight Ich denke mal da gibt's eine 'hidden agenda'. Die Oberschicht wurde längst informiert und hat schon alle Reserven beschafft. Und wer von allen anderen nach 21 Tagen noch da ist hat... Nein, nicht gewonnen, aber ist in Runde 2. Ist wie die natürliche Auslese, nur mit Korruption. In Runde 4 oder 5 bekämpft sich die Oberschicht dann gegenseitig. Und das... Das kann uns allen auch hier blühen. Wer sagt denn, dass es wie früher wird, wenn wir Corona besiegt haben? Ja, ist politisch unkorrekt, so zu reden. Aber vielleicht ja auch nicht ganz so sehr 'fake news'...?
  • La14b011 30.03.2020 19:59
    Highlight Highlight Wie kann man denn 1.3b menschen 4h geben um alles für einen 3 wöchigen lockdown zu regeln? Natürlich rennen dann alle los bei so einer straffen deadline, und bei diesen bildern kann man sich ja vorstellen wie viele jetzt (neu) infiziert wurden.
  • So oder so 30.03.2020 19:42
    Highlight Highlight Indien wie es Leidet und Lebt.
    • Posersalami 30.03.2020 23:25
      Highlight Highlight So eine Ansage (in 3h habt ihr euch für 3 Wochen versorgt) würde auch das nackte Chaos auslösen.

      Die Frage bleibt, wie man überhaupt auf so eine Idee kommt.
  • Sarkasmusdetektor 30.03.2020 19:27
    Highlight Highlight Trump: „Ich werde mit der besten Politik der Welt für so viele Corona-Tote sorgen wie kein anderer Präsident auf der Welt.“
    Modi: „Hold my beer.“
    • Illuminati 30.03.2020 20:07
      Highlight Highlight Traurige Wahrheit ja...
      Wobei es für Indien wohl kaum eine gute Lösung gibt leider, die können fast nur verlieren... Eigentlich schrecklich.
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 31.03.2020 00:32
      Highlight Highlight Das was indien vielleicht fehlt an krankenversorgung und nahrung, das kompensieren die usa mit einer hohen anzahl an jungen (!) diabetikern und an bluthochdruck leidenden.

      Es wird auf beiden seiten nicht schön.
    • Moudi 31.03.2020 07:12
      Highlight Highlight Ganz klar nicht s Unternehmen wegen Corona!
  • Varanasi 30.03.2020 19:24
    Highlight Highlight Ich hoffe so sehr, dass es, trotz diesen Bildern, glimpflich ausgehen wird. In Indien würde es, wie in kaum einem anderen Land, die ärmsten der Armen am meisten treffen.
    Zumindest wendet der eine oder andere spezielle Methoden an:
    Benutzer Bild
  • K1aerer 30.03.2020 19:15
    Highlight Highlight Also Südindien könnte es noch evt. bewältigen, aber in Nordindien könnte es ganz Übel werden. Was bringt es, wenn man vor dem Virus geschützt ist, aber danach wegen dem Hunger oder andertwertig sterben muss?!
    • Ferd Blu 30.03.2020 22:24
      Highlight Highlight Kannst du mir das erklären warum Südindien das bewältigen kann und der Norden nicht? Ich meinte mal das der dravidische Süden reicher ist.
    • K1aerer 30.03.2020 23:04
      Highlight Highlight Erstens hat Südindien eine höhere Bildungsrate, zweitens effizientere Gesundheitsministerien (v. a. Kerala hat Erfahrung mit dem Umgang von Virenpandemien). Drittens die Spitalstandards sind einfach höher, viertens die Bevölkerung dort unten vertraut eher die Regierungen, mit der section 144 hat der Süden schneller reagiert als der Norden. Der Süden ist mit Maharashtra zusammen der Wirtschaftsmotor Indiens, was diese Regionen ein bisschen reicher macht. Der Norden schafft dafür als einziges mehr Bevölkerung zu produzieren.
    • facepalm 31.03.2020 04:56
      Highlight Highlight Stimme zu. Zudem ist der Süden sehr fruchtbar, die Böden sind weniger durch Pestizide verseucht als im Norden und Wasser ist in den meisten Gegenden grundsätzlich auch vorhanden.
  • DanielaK 30.03.2020 19:02
    Highlight Highlight Ich weiss, ich bin kein Experte, aber haben die wirklich das Gefühl gehabt, dass das eine gute Idee ist? Schon die Idee, man kann noch 4h einkaufen und dann 3 Wochen zu Hause bleiben... das wäre auch in der vergleichsweise wenig besiedelten Schweiz nicht gut gekommen. Und ja, wo sollen denn die Wanderarbeiter alle hin? Die können sich ja nicht einfach in Luft auflösen oder zurück nach Hause beamen.
    • So oder so 30.03.2020 19:43
      Highlight Highlight Modi ist Populist und Indien ist Indien.
    • lilie 30.03.2020 20:26
      Highlight Highlight @DanielaK: Ganz deiner Meinung.

      Allerdings: Was wäre dann eine gute Idee gewesen? Nichts tun? Social Distancing und Hygienemassnahmen sind fast unmöglich in diesem Land und unrealistisch, es den Leuten in nützlicher Frist beizubringen, so dass es tatsächlich wirkt.

      Die Massnahme ist irgendwo zwischen sehr beherzt und Selbstmord.

      Alles andere wäre einfach nur Selbstmord.
    • Hoci 30.03.2020 21:31
      Highlight Highlight Da siehst du wie Staatsoberhäupter zu gerade Mal Niveau 2 im vorausschauenden denken sind. Mönner, Frauen können komplexer denken, SO viel Dummheit an der Spitze (siehe auch Orange) tut einfach nur weh.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 45rpm 30.03.2020 18:39
    Highlight Highlight Damit erreicht Premier genau das Gegenteil: Das Virus wird in allen Landesteilen verstreut.

    Ein passender Lockdown für Indien hätte so ausgesehen: Alle bleiben, wo sie sind.
  • Ziasper 30.03.2020 18:39
    Highlight Highlight Wieder mal zeigt sich, dass Bildung die wichtigste Ressource in unserem Land ist.
  • Ferd Blu 30.03.2020 18:19
    Highlight Highlight Sogar in Italien sorgt das für mehr Probleme. Kann sein das deswegen der Bundesrat klar davor abschreckt, auch wenn einige sagen das es angeblich ebenfalls auf dem Tisch stehe, denke mir das es eher eine Abschreckung ist für Leute weiterhin den BAG Regeln nicht zu gehorchen.

    https://news.sky.com/story/coronavirus-italy-becoming-impatient-with-lockdown-and-social-unrest-is-brewing-11965122
    • lilie 31.03.2020 06:37
      Highlight Highlight @Ferd blu: Der BR hat vor jedem Schritt zurückgeschreckt, der die Freiheit des Volkes einschränkte. Daher wurden neue Massnahmen immer erst verhängt, wenn die vorhergehenden nicht genügend eingehalten wurden.

      Das ist weise und hat auch einen Lehreffekt.

      Ausserdem ist die Situation in der Schweiz anders als in Süditalien: Die Schweizer sind die Weltmeister im Sparen, für 4 Wochen sollten sich die meisten nicht in ernsthafte Not geraten.

      Zudem scheinen die Auszahlungen bei uns zu klappen. Tagelöhner gibts glaube ich bei uns nicht.

      Ewig Lockdown wird aber auch bei uns nicht funktionieren.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.03.2020 18:01
    Highlight Highlight Das selbe Drama wie in Italien. Man macht Lookdowns und die Menschen befolgen diese, aber halt einfach nicht am Ort, wo sie gerade sind, sondern bei ihren Familien oder im Ferienhäusschen, dementsprechnd reist dann alles und verbreitet das Virus.
    Immerhin, wenn das Gesundheitsystem schon im Normalzustand überlastet und für viele Bürger inexistent ist, kann es auch in der Krise nicht zusammenbrechen....
    Das wird wohl ein Desaster werden.
    • smarties 30.03.2020 18:51
      Highlight Highlight Das Problem ist, Wanderarbeitende haben keinen Job mehr = kein Geld. Schon gar nicht genügend für das teure Stadtleben. Sie fliehen vor dem Hunger.
    • lauchsuppe21 30.03.2020 19:23
      Highlight Highlight Die indischen Wanderarbeiter*innen haben keine "Ferienhäuschen". In der Stadt Leben sie unter den scheußlichsten Bedingungen. Auf dem Land lebt die Familie unter einem anständigeren Dach... Die Bevölkerung macht dies nicht weil sie es kann, sondern weil sie es NICHT anders kann.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.03.2020 22:43
      Highlight Highlight Habe ja geschrieben, Familie oder Ferienhäuschen, in Indien wohl eher ersteres.
  • johnnyenglish 30.03.2020 17:52
    Highlight Highlight Krass.
  • Namenloses Elend 30.03.2020 17:50
    Highlight Highlight Idee: gut

    Umsetzung: Katastrophe 🤦‍♂️🤦‍♂️
    • Garp 30.03.2020 18:29
      Highlight Highlight Die Idee 3 Wochen absolutes Ausgangsverbot für Indien und 4h Vorbereitung war schon Scheisse! Entspricht überhaupt nicht vielen Teilen der Bevölkerung das umzusetzen. Oder würdest Du verhungern wollen?
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 31.03.2020 00:18
      Highlight Highlight Nein, auch die idee ist bescheuert.

      Die leute tragen das virus in die dörfer - dörfer mit schlechter krankenversorgung. Zudem haben die wenigsten essen dabei und werden tagelang in gruppen zu fuss unterwegs sein... ohne hygiene, genügend wasser und nahrung.

      Das wird ein massaker sondergleichen!
    • Moudi 31.03.2020 07:06
      Highlight Highlight Idee auch Katastrophe!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 30.03.2020 17:48
    Highlight Highlight Social Distancing und Indien ist wie Eisklettern und Palmenstrand.
    • lilie 30.03.2020 20:29
      Highlight Highlight ... Eisklettern AM Palmenstrand... 🤐
    • Frida Kahlo 31.03.2020 00:58
      Highlight Highlight @lilie: Palmenstranden im Eisgarten
    • lilie 31.03.2020 06:22
      Highlight Highlight @Frida: Palmenklettern am Eisstrand? 😁
  • DruggaMate 30.03.2020 17:46
    Highlight Highlight 🤦‍♂️

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