International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Merkel hält auch nach Nahles' Rücktritt an der «GroKo» fest



epa07620438 German Chancellor Angela Merkel arrives for a press statement at the party's headquarters after the resignation of the Social Democratic Party (SPD) chairwoman Andrea Nahles in Berlin, Germany, 02 June 2019. The SPD chairwoman and faction leader in the German parliament Bundestag, Andrea Nahles, announced today her resignation from both positions.  EPA/FELIPE TRUEBA

Merkel bei einer Pressekonferenz am Sonntag. Bild: EPA/EPA

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält trotz des angekündigten Rücktritts von SPD-Parteichefin Andrea Nahles an der grossen Koalition von CDU, CSU und SPD («GroKo») fest.

Sie habe Respekt vor den Entscheidungen, die die SPD nun zu treffen habe, sagte Merkel am Sonntag vor einer Klausur der CDU-Spitze in Berlin. «Ungeachtet dessen will ich allerdings für die Regierung sagen: Wir werden die Regierungsarbeit fortsetzen mit aller Ernsthaftigkeit. Und vor allen Dingen auch mit grossem Verantwortungsbewusstsein.»

Die Themen, die die Regierung zu lösen habe, lägen auf dem Tisch - sowohl in Deutschland wie in Europa und der Welt. «Und in diesem Geiste werden wir weiter arbeiten», sagte Merkel weiter.

Die Kanzlerin äusserte ihren Respekt für die Entscheidung von Nahles. «Ich habe viele Jahre mit ihr zusammengearbeitet, sowohl als Bundesministerin für Arbeit- und Soziales», als auch als Partei- und Fraktionsvorsitzende«, sagte Merkel. Sie ergänzte: »Ich habe es immer vertrauensvoll getan, und es war immer absolut zuverlässig, was wir miteinander besprochen haben«.

Über Nahles sagte Merkel: »Sie ist Sozialdemokratin mit Herzblut, das kann man sagen. Aber ich finde, sie ist auch ein feiner Charakter."

Auch Kramp-Karrenbauer will mit der SPD weitermachen

CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zuvor bereits an die SPD appelliert, trotz des Rückzugs von SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles die Stabilität der schwarz-roten Bundesregierung in Berlin nicht zu gefährden.

Sie gehe davon aus, dass die SPD die nun notwendigen Personalentscheidungen zügig treffen werde «und die Handlungsfähigkeit der grossen Koalition nicht beeinträchtigt wird», sagte Kramp-Karrenbauer am Sonntag. Für die CDU gelte: «Dies ist nicht die Stunde von parteitaktischen Überlegungen. Wir stehen weiter zur grossen Koalition.»

Am Vormittag hatte SPD-Partei- und Fraktionschefin Nahles überraschend ihren Rückzug von beiden Ämtern angekündigt. Am Abend wollte sich die CDU-Spitze in einer bis Montag dauernden Klausur mit den Konsequenzen aus dem miserablen Ergebnis bei der Europawahl befassen.

(sda/afp)

Angela Merkel wirbt in Harvard für eine offene Welt

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FrancoL 02.06.2019 18:57
    Highlight Highlight Wenn alle mit Dir weitermachen wollen, dann stellt sich die Frage ob da nicht eine gewisse Opportunität dahinter steckt und ich würde fast wetten, dass sich die beiden Damen Merkel und KKK etwas davon erhoffen und das ist nicht zu Gunsten der SPD.
    • weachauimmo 02.06.2019 19:15
      Highlight Highlight KKK? Jesses, so weit ist es mit den deutschen Christdemokraten zum Glück noch nicht. ;)
    • Makatitom 02.06.2019 20:26
      Highlight Highlight Saarlafistin ginge ja noch, aber direkt der Klan?
  • Scaros_2 02.06.2019 18:23
    Highlight Highlight Logisch hält sie an der GroKo Fest. Merkels Rezept ist ja auch immer das bekannte "ausmerkeln". Sie tut einfach NICHTS, dass den Status Quo verändert, sitzt es aus und wenn niemand mehr davon spricht geht es gemäss Routine "E38" im Protokoll weiter als wäre nie was gewesen.

    Das ist Story dieser Rednerin von Harvard
    • rodolofo 02.06.2019 18:30
      Highlight Highlight Hahaa! "Ausmerkeln" ist gut!
      Den muss ich mir merkeln!
    • Clife 02.06.2019 18:49
      Highlight Highlight Ahnungslosigkeit ist nicht dasselbe wie Korruption (wie es bei der österreichischen Koalition der Fall war). Auch wenn ich kein freund der beiden Parteien bin hat die SPD keine Ahnung, was sie tun sollen und müssen sich jetzt an die grossen Parteien klammern (hier ist die CDU/CSU die einzige Partei an die man sich noch klammern könnte), um nicht verloren zu gehen. Mal schauen wie sich das ganze entwickelt und ob das einfach nur eine FDP 2.0 wird oder eben endlich ein anständiger Sichtwechsel stattfindet
    • Scaros_2 02.06.2019 19:29
      Highlight Highlight Nein, die SPD könnte auch einfach den Mut aufbringen die GroKo scheitern lassen und neuwahlen provozieren. Die SPD ist in so vielen Punkten nicht einig mit der CDU/CSU aber macht trotzdem eine regierung mit diesen.

    Weitere Antworten anzeigen

Die AfD verdankt ihren Wahlerfolg vor allem Jungen und Nichtwählern

Wenn es um die AfD geht, richten sich die Vorwürfe oft gegen ihn: gegen den alten weissen Mann. Gemeint ist der Stammtischler aus der hiesigen Dorfkneipe, der die Welt nicht verstehen will, und der aus Überforderung eben die rechte AfD wählt. Aber so einfach, das zeigen die Wahlen in Sachsen, ist die Sache nicht. Dort nämlich wurde klar: Die AfD ist bei jungen Wählern die erfolgreichste Partei.

Bei den Wahlberechtigten unter 30 Jahren holten die «Alternativen» laut der «Forschungsgruppe …

Artikel lesen
Link zum Artikel