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Nach Angriff auf Tunesier in Chemnitz: Polizei vermutet Rassismus

epa07003785 Police gather in the rain in central Chemnitz, Germany, 07 September 2018, to cover announced demonstrations of the right-wing populist movement 'Pro Chemnitz' and a counter protest of a local anti-racism alliance. A 35-year-old man reportedly was stabbed and died shortly after what police described as a 'scuffle between members of different nationalities' at a city festival. The incident kept police and the city government busy since then as there were several marches of hundreds of right-wing supporters in Chemnitz.  EPA/FRANZ FISCHER

Einsatzfahrzeuge der Polizei während einer Demonstration des rechtsextremen Bündnisses «Pro Chemnitz». Bild: EPA/EPA



Nach einem offenbar fremdenfeindlichen Angriff auf einen Tunesier in Chemnitz hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Zeugen zufolge sollen vier Männer am Mittwochabend auf den am Boden liegenden 41-Jährigen eingeschlagen und ihn verletzt haben, wie die Polizei Chemnitz am Freitag mitteilte. Zudem sollen sie fremdenfeindliche Äusserungen von sich gegeben haben.

Anschliessend seien die mutmasslichen Täter, von denen zunächst nur vage Personenbeschreibungen vorlagen, rasch vom Tatort verschwunden. Das Staatsschutzdezernat der Kriminalpolizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung auf. Unklar war zunächst, was dem Angriff vorausgegangen war.

Zudem prüfen die Ermittler mögliche Zusammenhänge mit einer gefährlichen Körperverletzung vom 1. September, bei der ein 20-jähriger Afghane von vier Vermummten geschlagen und verletzt worden war. Am selben Abend fand in Chemnitz eine Grossveranstaltung von AfD, Pegida, der rechtspopulistischen Bewegung «Pro Chemnitz» und weiteren rechten Gruppierungen mit tausenden Teilnehmern statt. (wst/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • CharlesOhne 15.09.2018 00:35
    Highlight Highlight AfD, Pegida, Pro Chemnitz, weitere rechtspop... und die Polizei “vermutet” Rassismus?
  • taube 15.09.2018 00:30
    Highlight Highlight Gopf. Schreibt doch einfach dann etwas, wenn Ihr neue Facts habt. Das ist no news!
  • Amenokal 14.09.2018 22:31
    Highlight Highlight Zuerst sollte der "Staatsschutz" mal die eigenen Reihen durchleuchten.. Verbindungen zwischen Rechten Extremisten und der Polizei/dem "Staatsschutz" sind ja nach dem NSU Terror keine Verschwörungstheorie mehr!
    • sowhat 15.09.2018 07:56
      Highlight Highlight Wieso zuerst? Hier gehören die Prügler dingfest gemacht. Ob da eine Verbindung zu den staatlichen Stellen besteht, lässt sich ja erst dann feststellen. Die eigenen Reihen zu durchleuchten, ist eine parallele Aufgabe, die aber vermutlich nicht von den gleichen Menschen erledigt werden kann.

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