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Vermisste Valeriia (9) aus Döbeln (D) ist tot

Vermisste Valeriia (9) aus Döbeln (D) ist tot

12.06.2024, 13:1812.06.2024, 18:25

Die seit vergangener Woche vermisste Valeriia aus dem sächsischen Döbeln ist tot.

Das bestätigte die Polizei am Mittwoch. Am Dienstag war in einem Waldstück – abseits jeglicher Waldwege, im Unterholz – nach tagelanger Suche die Leiche der Neunjährigen gefunden worden.

Das Mädchen sei Opfer eines Verbrechens geworden. Wie die Polizei am Mittwoch sagte, werde wegen eines Tötungsdelikts ermittelt.

Polizei nahm Schrei aus dem Wald nicht ernst

Laut der deutschen «Bild» habe eine Zeugin die Beamten angesprochen, die nach Valeriia suchten – sie habe einen Schrei gehört, einen Tag nachdem das Mädchen verschwunden war. Der Schrei sei aus genau dem Waldstück gekommen, in dem Valeriia tot aufgefunden wurde.

Die Polizei sei dem Hinweis allerdings nicht nachgegangen – sieben Tage lang. Die Kripo-Chefin Mandy Kürschner erklärte auf Nachfrage, dass sie den Bereich aufgrund der Aussage nicht eingrenzen konnten. «Wir brauchten wirklich einen weiteren validen Hinweis, um das einzugrenzen. Die Zeugin konnte eine grobe Richtung benennen, von wo sie den Schrei gehört hat. Sie konnte das aber nicht weiter präzisieren.»

Als Valeriias Familie der Polizei gegenüber mitteilte, dass sie sich an den sogenannten Knollensteinen in dem Waldgebiet schon des Öfteren aufgehalten habe, wurde die Zeugin erneut vernommen. Danach dehnten die Ermittler den Suchradius aus und fanden das tote Kind.

Fokus auf Ermittlung des Täters

Absoluter Fokus liege nun darauf, den oder die Täter zu ermitteln, sagte der Chemnitzer Polizeipräsident Carsten Kaempf. «Der Verlust eines Kindes zerreisst einem das Herz.»

Die Neunjährige war zuletzt am Montag vergangener Woche auf dem Weg zur Schule im deutschen Dorf Döbeln gesehen worden. Dort kam sie aber nie an. Die aus der Ukraine stammende Valeriia lebte seit 2022 mit ihrer Mutter in Deutschland, ihr Vater kämpfe als Soldat an der Front, so die «Bild».

(yam/hkl/sda/dpa)

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