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Bushido vs. Abou-Chaker: In Deutschland kommt's zum Rapper-Prozess

Bushido vs. Abou-Chaker: In Deutschland kommt's zum Rapper-Prozess

09.03.2020, 10:2609.03.2020, 12:47
epa07959843 German rapper Bushido (C) at Federal Administrative Court in Leipzig, Germany, 30 October 2019. Federal Administrative Court decides on an AfD complaint against the Bushido his album &quot ...
Deutsch-Rapper Bushido.Bild: EPA

Es gibt Neuigkeiten im Konflikt zwischen den einstigen guten Freunden Bushido und Arafat Abou-Chaker. Nach der Anklageerhebung gegen den Clan-Chef im Herbst 2019 kommt es jetzt zum Prozess, wie zuerst die «Bild am Sonntag» berichtete. Die Staatsanwaltschaft wirft Arafat und dreien seiner Brüder schwere Körperverletzung und Erpressung vor.

Der 43-jährige soll Bushido, kurz nach dessen Trennung von den Abou-Chakers, stundenlang in dessen Büro eingesperrt und bedroht haben. Man habe ihn auf eine hohe Abfindung erpressen wollen, heisst es.

Am 21. April soll der Prozess beginnen. Als Zeugen lädt die Staatsanwaltschaft einige grosse Namen aus der Szene vor.

Die Vorgeschichte von Bushido und Abou-Chaker:

Lange schien die Partnerschaft zwischen dem Rapper und dem Clan-Boss besser denn je zu laufen. Bushido produzierte fleissig Alben, was die Partnerschaft vor allem für Arafat Abou-Chaker besonders lukrativ machte. 2010 war er mit dem Film «Zeiten ändern Dich» das erste Mal auf der Kino-Leinwand zu sehen.

Doch im September 2018 erschien Bushidos 13. Soloalbum «Mythos» und im Zuge dessen die Single «Mephisto». In diesem Song herrscht ein ganz anderer Tonfall als in allem, was der Berliner bis dahin veröffentlicht hatte. In jeder Zeile des zehn minütigen Disstracks wetterte er gegen seinen Noch-Partner Arafat Abou-Chaker, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Er stellte ihn als heuchlerisch, tyrannisch und unberechenbar dar, kurz: als der Teufel in Person.

Daraufhin wurde es laut um die Partnerschaft der früher so engen Freunde. In dieser Zeit soll es auch zu dem Vorfall gekommen sein, wegen dem sich Abou-Chaker nun vor Gericht verantworten soll.

Bekannte Rapper der Szene vorgeladen

Im Gerichtsverfahren geht es auch um die Auswertung eines Handys, mit welchem ohne die Kenntnis der Beteiligten der Tathergang aufgezeichnet worden sein soll. Auf der Aufnahme soll auch Capital Bra zu hören sein.

Schweizer Radios haben kein Gehör für Capital Bra.
Capital Bra.Bild: dieserbobby/Two Sides

Der Berliner stand für einige Monate bei Bushidos Label unter Vertrag, bis sie sich jedoch im Streit trennten. Capital Bra warf dem Rapper-Kollegen damals vor, mit der Polizei zu kooperieren.

Als Zeugen sollen ausserdem die Rapper Shindy, Farid Bang, Fler und Kollegah vorgeladen worden sein.

(vdv)

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