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«Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschiessen»



epa05097264 EU Commissioner for the Digital Economy and Society Guenther Oettinger of Germany gives a press briefing in Brussels, Belgium, 11 January 2016, on the initiatives to develop broadband infrastructures in the EU and Germany.  EPA/OLIVIER HOSLET

Klare Worte: Günther Oettinger.
Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger hat mit drastischer Kritik an Frauke Petry, der Chefin der rechtspopulistischen AfD, für Aufsehen gesorgt. «Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschiessen», sagte der Politiker auf einer Veranstaltung in Berlin, wie Teilnehmer am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa bestätigten.

Über die Äusserung des für Digitales zuständigen EU-Kommissars hatte zuerst der Deutschlandfunk berichtet. Sie fiel am Montagabend auf einer von Microsoft Deutschland organisierten Podiumsdiskussion.

epa05135908 (FILE) A file picture dated 09 October 2015 shows Frauke Petry, Speaker of the right-wing populist political party Alternative for Germany (AfD, Alternative fuer Deutschland), speaking about refugee and migration policies during a press conference in Berlin, Germany. The head of the anti-migrant AfD party, Frauke Petry, told local media on 30 January 2016, that border security officials should use their guns to fire at migrants who try to enter the country illegally. 'We need comprehensive controls so that there are no longer so many unregistered migrants entering via Austria,' Petry told the newspaper Mannheimer Morgen. Police officers must prevent illegal immigration, 'making use of their guns as a last resort. Just as the law says.' Petry's comments have attracted criticism from the center-left and pro-migrant parties. Nonetheless, her party's increasingly radical stance on the migrant crisis has proven popular among many voters dismayed by Germany's chaotic handling of the huge influx in arrivals, which saw 1.1 million asylum seekers enter Germany last year.  EPA/BERND VON JUTRCZENKA

«Schande für die deutsche Politik»: Frauke Petry.
Bild: EPA/DPA

Oettinger nahm seine Äusserung am Dienstag nicht zurück. «Die Aussage der Vorsitzenden der AfD, dass man die Grenzen schützen müsse und nötigenfalls auch Waffengewalt anwenden sollte, wenn es um Flüchtlinge geht, halte ich für menschenverachtend und unmöglich», sagte er am Rande eines Auftritts in Berlin. «Diese Frau ist eine Schande für die deutsche Politik – und das habe ich deutlich gesagt.»

Petry wirbt seit langem für eine harte Flüchtlingspolitik der geschlossenen Grenzen. Auf Oettingers Äusserung wollte sie ausdrücklich nicht reagieren: «Nein, sie amüsiert sich still», sagte AfD-Sprecher Christian Lüth auf Nachfrage.

Erst 2013 gegründet, sitzt die «Alternative für Deutschland» im Europaparlament, in fünf Landtagen und hat auf Bundesebene derzeit zweistellige Umfrageergebnisse. (sda/dpa)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Lumpirr01
16.02.2016 13:02registriert March 2014
EU-Kommissar Günther Oettinger sowie auch Martin Schulz als Präsident des Europäischen Parlamentes sind 2 Deutsche in Brüssel, die zurzeit schwer enttäuscht sind über die Europäische Unsolidarität betreffend möglicher Verteilung der Flüchtlinge. Trotz milliardenschwerer Unterstützung der EU - Ostländer zeigen sich diese hartnäckig gegen einen Verteilschlüssel. Böse Zungen behaupten, dass man sich eben auch in diesem Falle keine Freundschaften erkaufen kann. Da sich auch Frau Merkel mit ihrer Solidarität nicht durchsetzen kann, nützt es nichts, zu täubeln und den politischen Gegner zu meiden..
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atomschlaf
16.02.2016 13:07registriert July 2015
Würde mich interessieren, wie sich denn der Herr Oettinger einen wirkungsvollen Grenzschutz vorstellt.
Naja, die AfD wird sich über solche Äusserungen eines CDU-Politikers freuen. Am 13. März sind Landtagswahlen in 3 Bundesländern.
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kurt3
16.02.2016 14:14registriert June 2014
Da bin ich aber froh dass Oettinger Yvette Estermann nicht zu kennen scheint .
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