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«Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschiessen»

16.02.16, 12:25


epa05097264 EU Commissioner for the Digital Economy and Society Guenther Oettinger of Germany gives a press briefing in Brussels, Belgium, 11 January 2016, on the initiatives to develop broadband infrastructures in the EU and Germany.  EPA/OLIVIER HOSLET

Klare Worte: Günther Oettinger.
Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger hat mit drastischer Kritik an Frauke Petry, der Chefin der rechtspopulistischen AfD, für Aufsehen gesorgt. «Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschiessen», sagte der Politiker auf einer Veranstaltung in Berlin, wie Teilnehmer am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa bestätigten.

Über die Äusserung des für Digitales zuständigen EU-Kommissars hatte zuerst der Deutschlandfunk berichtet. Sie fiel am Montagabend auf einer von Microsoft Deutschland organisierten Podiumsdiskussion.

epa05135908 (FILE) A file picture dated 09 October 2015 shows Frauke Petry, Speaker of the right-wing populist political party Alternative for Germany (AfD, Alternative fuer Deutschland), speaking about refugee and migration policies during a press conference in Berlin, Germany. The head of the anti-migrant AfD party, Frauke Petry, told local media on 30 January 2016, that border security officials should use their guns to fire at migrants who try to enter the country illegally. 'We need comprehensive controls so that there are no longer so many unregistered migrants entering via Austria,' Petry told the newspaper Mannheimer Morgen. Police officers must prevent illegal immigration, 'making use of their guns as a last resort. Just as the law says.' Petry's comments have attracted criticism from the center-left and pro-migrant parties. Nonetheless, her party's increasingly radical stance on the migrant crisis has proven popular among many voters dismayed by Germany's chaotic handling of the huge influx in arrivals, which saw 1.1 million asylum seekers enter Germany last year.  EPA/BERND VON JUTRCZENKA

«Schande für die deutsche Politik»: Frauke Petry.
Bild: EPA/DPA

Oettinger nahm seine Äusserung am Dienstag nicht zurück. «Die Aussage der Vorsitzenden der AfD, dass man die Grenzen schützen müsse und nötigenfalls auch Waffengewalt anwenden sollte, wenn es um Flüchtlinge geht, halte ich für menschenverachtend und unmöglich», sagte er am Rande eines Auftritts in Berlin. «Diese Frau ist eine Schande für die deutsche Politik – und das habe ich deutlich gesagt.»

Petry wirbt seit langem für eine harte Flüchtlingspolitik der geschlossenen Grenzen. Auf Oettingers Äusserung wollte sie ausdrücklich nicht reagieren: «Nein, sie amüsiert sich still», sagte AfD-Sprecher Christian Lüth auf Nachfrage.

Erst 2013 gegründet, sitzt die «Alternative für Deutschland» im Europaparlament, in fünf Landtagen und hat auf Bundesebene derzeit zweistellige Umfrageergebnisse. (sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • fehlalarm 16.02.2016 16:46
    Highlight Vermutlich das Beste, was Günther Oettinger - dieser biedere Schwabe - je von sich gegeben hat.
    10 5 Melden
  • Der Rückbauer 16.02.2016 16:16
    Highlight Die spanische Guardia Civil hat auf Flüchtlinge geschossen und Flüchtlinge erschossen, die versuchten, den bis ins Meer reichenden Grenzzaun schwimmend oder in kleinen Booten zu umrunden. Von einem Prozess habe ich nichts mehr gehört, in Spanien gilt ja das Knebelungsgesetz (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/04/spanien-bestraft-jugendliche-wegen-oeffentlichen-cola-trinkens/). Und, wo bleibt Euer Gejammer? Die eine sagts, die anderen tuns. Ohne Petry in Schutz zu nehmen: Hier treffen zwei Extreme aufeinander: Gefährlichkeit und Blödheit als Steigerung von Dummheit.
    4 3 Melden
    • kurt3 16.02.2016 18:27
      Highlight Ich bin beeindruckt , endlich habe ich jemanden gefunden , der sich mittels den DWN weiterbildet.
      0 0 Melden
  • Macke 16.02.2016 14:22
    Highlight Ich bin entsetzt ab dem sexistischen Angriff auf Frau Petry. Herr Oettinger reduziert sie auf ihre Rolle als potentielle Ehefrau. Er greift nicht die politischen Aussagen an, sondern Frau Petry persönlich. Ich selbst finde die Aussagen der AfD menschenverachtend, dennoch legitimiert dies keine sexistischen Angriffe.
    30 44 Melden
    • FrancoL 16.02.2016 14:42
      Highlight Bei solchen menschenverachtenden Aussagen legitimiert sich so ziemlich alles.
      24 29 Melden
    • Theor 16.02.2016 14:43
      Highlight Nö, er reduziert sie nicht auf eine Rolle. Er greift explizit eine Rolle als Paradebeispiel an. Weil man ein Klischee bedient, bedeutet dass nicht automatisch und unwiderruflich, dass man einer Person sämtlich andere Rollenbilder untersagt. Das ist eine extremistische Verständnisweise und dürfte einen im Leben ständig anecken lassen.

      Ich glaube, Sie sollten ein wenig von der Dampflokomotive runterkommen und für die Zukunft kritisch reflektieren, wann etwas sexistisch und wann etwas polemisch instrumentalisiert wird.
      32 12 Melden
    • saukaibli 16.02.2016 15:03
      Highlight Das hat doch nichts mit Sexismus zu tun. Ich nehme schwer an, dass sich Oettingers Aussage sich zu erschiessen nicht auf irgend eine weibliche Eigenschaft von Frau Petry bezieht sondern auf ihre Aussage, an der Grenze auf Flüchtende zu schiessen.
      22 8 Melden
  • kurt3 16.02.2016 14:14
    Highlight Da bin ich aber froh dass Oettinger Yvette Estermann nicht zu kennen scheint .
    22 21 Melden
    • koks 16.02.2016 14:33
      Highlight ...oder die Frau Petri aus Zürich.
      4 14 Melden
  • saukaibli 16.02.2016 14:07
    Highlight Sympathische Aussage von Herr Oettinger, kann ich nachvollziehen. Dieses Petry zusammen dem Schwan, da kann einem schon recht übel werden. Normalerweise sagt man doch, hässliches Äusseres hat ein gute Herz. Wow, noch nie hat das weniger gestimmt als bei diesen zwei innerlich und äusserlich extrem hässlichen Frauen.
    18 28 Melden
    • Huber50 16.02.2016 14:41
      Highlight Aber saukaibli, von Dir darf man doch normalerweise sachliche Argumente hören. Wieso schreibst über Äusserlichkeiten?
      15 2 Melden
    • saukaibli 16.02.2016 14:59
      Highlight @Huber50: Weil mir bei so einer Person einfach schlecht wird. Wer verlangt auf Flüchtende inkl. derer Kinder zu schiessen, der ist für mich jenseits sachlicher Argumente. Ausserdem ist das hässliche Äussere (das habe ich ja auch) nicht der Kern meiner Aussage, sondern eben das hässliche, braune, verfaulte Innere.
      14 12 Melden
  • atomschlaf 16.02.2016 13:07
    Highlight Würde mich interessieren, wie sich denn der Herr Oettinger einen wirkungsvollen Grenzschutz vorstellt.
    Naja, die AfD wird sich über solche Äusserungen eines CDU-Politikers freuen. Am 13. März sind Landtagswahlen in 3 Bundesländern.
    32 16 Melden
    • FrancoL 16.02.2016 14:10
      Highlight Nun wie die Deutschen sich den Grenzschutz vorstellen können sollte man ihnen überlassen allerdings ich finde die Aussage von Petry weit daneben um es höflich auszudrücken.
      Gedanken sollten man sich zu einem CH-Grenzschutz machen da doch verschiedene Politiker ihn immer mehr fordern und auch mittelfristig in bekommen werden, allerdings wird die Form noch viel zu reden geben.
      20 4 Melden
    • saukaibli 16.02.2016 14:28
      Highlight Also auf Frauen und Kinder (und auch Männer) zu schiessen finde ich indiskutabel, egal ob das wirksam wäre oder nicht. Ich sage ja auch nicht ich will auf alle Rechten schiessen, damit die DSI nicht angenommen wird, obwohl das sicher funktionieren würde. Das ist einfach nur pervers, solche Aussagen hat man noch nicht mal von SVP-Politikern gehört.
      21 18 Melden
    • koks 16.02.2016 14:34
      Highlight weshalb schreibst (Männer) in Klammern? weniger wichtig? sexismus?
      13 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lumpirr01 16.02.2016 13:02
    Highlight EU-Kommissar Günther Oettinger sowie auch Martin Schulz als Präsident des Europäischen Parlamentes sind 2 Deutsche in Brüssel, die zurzeit schwer enttäuscht sind über die Europäische Unsolidarität betreffend möglicher Verteilung der Flüchtlinge. Trotz milliardenschwerer Unterstützung der EU - Ostländer zeigen sich diese hartnäckig gegen einen Verteilschlüssel. Böse Zungen behaupten, dass man sich eben auch in diesem Falle keine Freundschaften erkaufen kann. Da sich auch Frau Merkel mit ihrer Solidarität nicht durchsetzen kann, nützt es nichts, zu täubeln und den politischen Gegner zu meiden..
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