International
Deutschland

Angeklagter im Prozess um Tod von Studentin Hanna freigesprochen

Angeklagter im Prozess um Tod von Studentin Hanna freigesprochen

25.11.2025, 13:2625.11.2025, 14:41

In der Neuauflage des Prozesses um den Tod der deutschen Studentin Hanna aus Bayern ist der wegen Mordes Angeklagte freigesprochen worden.

Polizei Deutschland
Im neuen Prozess hatte nun auch die Staatsanwaltschaft Freispruch gefordert. (Symbolbild)Bild: Shutterstock

Bei der Urteilsverkündung sprach die Vorsitzende Richterin am Landgericht Traunstein, Heike Will, von einem «unerwartet schnellen Prozessende». Der Angeklagte muss nach der Entscheidung des Gerichts für die bisherige Haft entschädigt werden. In einem ersten Prozess war er wegen Mordes verurteilt worden.

Im neuen Prozess hatte nun selbst die Staatsanwaltschaft Freispruch gefordert, weil dem Mann die vorgeworfene Tötung nicht habe nachgewiesen werden können. Die Verteidigung argumentierte, dass im erneuten Verfahren die Unschuld des jungen Mannes bewiesen worden sei.

Im ersten Prozess zu neun Jahren Haft verurteilt

Hanna war in der Nacht zum 3. Oktober 2022 nach einer Partynacht in der Disco «Eiskeller» im bayerischen Aschau tot im Fluss Prien entdeckt worden, mit vielen Verletzungen. Einige Wochen später wurde ein junger Mann festgenommen und später wegen Mordes angeklagt.

Im März 2024 verurteilte ihn das Landgericht Traunstein wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von neun Jahren. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber wegen eines Verfahrensfehlers auf, so dass der Fall Ende September neu aufgerollt wurde.

Die Verteidigung ging von einem Unfall aus. Die Verletzungen vor allem am Kopf und am Oberkörper zog sich Hanna ihrer Ansicht nach zu, als sie rund zwölf Kilometer im Fluss trieb. Der mittlerweile 23 Jahre alte Angeklagte war schon zu Prozessbeginn auf freiem Fuss, da Gutachten die Glaubwürdigkeit einer wichtigen Zeugenaussage in Zweifel gezogen hatten. Das Verfahren fand aus Platzgründen im Amtsgericht Laufen statt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Die Verhandlungen mit den USA lösen im Iran einen Machtkampf aus
Während auf dem Bürgenstock über das Abkommen mit den USA gesprochen wird, drohen Hardliner in Teheran mit Vergeltung gegen die eigenen Politiker.
Mit einem Katalog von «Richtlinien zum Schutz der Rechte der iranischen Nation» war die iranische Verhandlungsdelegation am späten Samstag in Zürich gelandet. Vorgegeben hatte sie der «Oberste Nationale Sicherheitsrat» im Iran, der von dem Team um Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Aussenminister Abbas Araghchi erwartet, die Gespräche auf dem Bürgenstock «mit völligem Misstrauen gegenüber den USA» voranzutreiben. Zugeständnisse dürften dem «grossen Satan», wie die USA seit 47 Jahren im Iran verunglimpft werden, allenfalls nach Rücksprache mit Teheran gemacht werden.
Zur Story