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AfD vor nächstem Wahlerfolg: Trotz oder wegen Björn Höcke?

Am Sonntag wählt das ostdeutsche Bundesland Thüringen einen neuen Landtag. Eine besondere Rolle spielt dabei die AfD mit ihrem umstrittenen Chef Björn Höcke.

Christoph Reichmuth, Sömmerda / ch media



Vielleicht 150 Menschen haben sich auf dem Marktplatz von Sömmerda versammelt, einer Kleinstadt mit 20 000 Einwohnern 30 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Erfurt . Familienfest AfD in Thüringen. Musikband, Holzbänke, Bratwürste, Bier. Das Publikum ist mittleren bis höheren Alters, mehr Männer als Frauen, viele Rentner.

Rundherum Polizeibeamte, die den Wahlanlass der abriegeln. Immerhin kommt ein prominenter Gast hierher, einer, der polarisiert wie kein anderer von der AfD. Die einen hassen ihn für seine Rechtsaussen-Theorien, die anderen verehren ihn als Heilsbringer einer verunsicherten Nation.

epa07805244 Alternative for Germany party (AfD) faction chairman in the regional parliament of Thuringia, Bjoern Hoecke speaks in an election campaign closing event in Koenigs Wusterhausen, Germany, 30 August 2019. The upcoming regional state elections in Brandenburg and Saxony take place on 01 September 2019.  EPA/FELIPE TRUEBA

Siegessicher: Der umstrittene AfD-Politiker Björn Höcke. Bild: EPA

«Höcke-Höcke!», rufen die Menschen. Björn Höcke, 47, Thüringer AfD-Chef und Spitzenkandidat für die am Sonntag stattfindenden Landtagswahlen, betritt die kleine Bühne. Jeans, Sakko, lässiger Auftritt. Er wird nun eine Stunde frei reden, ohne Manuskript.

Höcke fühlt sich sichtlich wohl auf der Bühne. Der einstige Gymnasiallehrer für Sport und Geschichte ledert gleich los: «Die Kartellparteien lösen unser Deutschland auf wie ein Stück Seife unter einem lauwarmen Wasserhahnen», ruft er. «Ich trete an, um diesen Wasserhahnen zuzudrehen!» Applaus, vereinzelte «Höcke-Höcke!»-Rufe. Die Stimmung steigt minütlich, wie auch die Form des Hauptredners.

AfD dürfte ihre Wähleranteile verdoppeln

Höcke tritt an, um Ministerpräsident Bodo Ramelow vom Sockel zu stossen. Der Einzug in das Erfurter Regierungsgebäude wird Höcke nicht gelingen. Keine einzige Partei wird, so die Beteuerungen, mit der AfD eine Koalition bilden. Doch wie schon bei den Wahlen in Sachsen und Brandenburg wird die AfD auch in Thüringen massiv zulegen.

Im Vergleich zur letzten Wahl 2014 dürfte sie ihren Wähleranteil laut Umfragen auf 23 Prozent mehr als verdoppeln. Der hohen Beliebtheit Bodo Ramelows kann es die Linkspartei verdanken, nicht wie anderswo im Osten des Landes abzustürzen, sondern mit prognostizierten 30 Prozent als Siegerin aus den Wahlen hervorzugehen.

epa04703208 The Premier of Thuringia Bodo Ramelow speaks during a conference of the Rosa Luxemburg Foundation in Erfurt, Germany, 13 April 2015. Ramelow told the German press agency 'Deutsche Presse Agentur (dpa)' that he remains uninhibited by the death threats against him. Nevertheless security meassures were reinforced. Bodo Ramelow received death threats in connection to the debate about asylum in Germany.  EPA/HENDRIK SCHMIDT

Ihn will Höcke herausfordern: Ministerpräsident Bodo Ramelow. Bild: EPA/DPA

Doch die Schwäche von SPD und Grünen dürfte dazu führen, dass die amtierende links-grüne Regierung dennoch abgewählt wird. Thüringen steht vor einer schwierigen Regierungsbildung. Möglich ist eine Minderheitsregierung unter Ramelow, wenig wahrscheinlich ein Machtwechsel hin zur ebenfalls schwächelnden CDU (23 Prozent). Eine Ausgangslage, die vor allem wegen der starken Zugewinne für Björn Höckes AfD kompliziert zu werden droht.

Unklar ist, ob die AfD wegen oder trotz Höcke zulegt. Der vierfache Familienvater, gebürtig aus Rheinland-Pfalz, steht wie kein anderer für jenen Rechtsaussen-Flügel der Partei, der die Aufmerksamkeit des Inlandgeheimdienstes auf sich gezogen hat. Vor wenigen Monaten hat der Bundesverfassungsschutz den «Flügel» der AfD rund um Björn Höcke zum «Verdachtsfall» erklärt. «Der Flügel wird immer extremistischer», warnte diese Woche der Präsident des Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang, im «Spiegel».

Tatsächlich kokettiert Höcke mit Positionen, die auch im rechtsextremistischen Lager verfangen können. In seinem kürzlich erschienen Buch «Nie zweimal in den selben Fluss» äussert Höcke nach Ansicht von Experten eine völkisch-nationalistische und rechtsextremistische Sichtweise. Darin räsoniert er über eine «Sehnsucht der Deutschen nach einer geschichtlichen Figur, welche einst die Wunden im Volk wieder heilt, die Zerrissenheit überwindet und die Dinge in Ordnung bringt, die tief in unserer Seele verankert» seien.

«Dieses Land wird willentlich gegen die Wand gefahren. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zur Minderheit im eigenen Land werden!»

Er sinniert über die Errichtung «gallischer Dörfer» in Ostdeutschland als Orte des Widerstands, von wo aus eine Art Rückeroberung des Landes beginnen solle. In diesem Zusammenhang spricht Höcke von «wohltemperierter Grausamkeit» und darüber, dass «menschliche Härte und unschöne Szenen» sich in diesem Kampf «nicht immer vermeiden lassen» würden. An anderer Stelle heisst es in befremdlichem Duktus, dass dabei auch «wir leider ein paar Volksteile verlieren werden.»

Höcke fordert die direkte Demokratie

In Sömmerda schiesst Höcke gegen Medien, die mit den «Kartellparteien» angeblich unter einer Decke steckten. Er schimpft über die «Herrschaft der politischen Korrektheit» und die «Klimahysteriker». Die «Multikulturalisierung» sei zu einer «Multikriminalisierung» verkommen. Er fordert für Deutschland das System der direkten Demokratie und kündigt, sobald die AfD an der Macht sei, eine «Abschiebe-Initiative 2020» an.

Er wisse, dass er von den Medien als «Teufel der Nation» stilisiert werde. Doch unterkriegen lassen will sich Höcke nicht. «Dieses Land wird willentlich gegen die Wand gefahren. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zur Minderheit im eigenen Land werden!», ruft er in die Menge.

«Höcke-Höcke!»-Rufe begleiten den AfD-Spitzenmann von der Bühne. Kurz unterhält er sich noch mit Wählern, dann zieht er weiter. Kaum ist Höcke verschwunden, werden die Holzbänke eiligst fortgetragen. Die Menschen gehen nach Hause. Schon kurz vor halb sieben Uhr. Es ist kühl geworden in Sömmerda. (aargauerzeitung.ch)

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69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FITO 25.10.2019 06:32
    Highlight Highlight Was lief falsch im Leben von Bernd Höcke und warum er schon seit frühester Jugend so genannt wird.

    Play Icon
  • creative 24.10.2019 12:39
    Highlight Highlight 💪🏻👌🏻
  • jetztodernie 24.10.2019 10:54
    Highlight Highlight Wie kann jemand, der Geschichte studiert hat, die Meinung der AfD vertreten?!
  • Tjuck 24.10.2019 10:32
    Highlight Highlight Trotz oder wegen offenem Rassismus?
  • FrancoL 24.10.2019 10:05
    Highlight Highlight Unklar ist, ob die AfD wegen oder trotz Höcke zulegt.
    Es muss nicht immer Hockey sein, die AfD hat genügend Braune in Ihren reihen und der Ruf "Hockey, Hockey" erinnert mit an einen Ruf der auch mit "H" abfing.

    Die vereinfachten Sprüche sind auch hinlänglich bekannt.

    Erstaunlich ist nur dass bei einer Partei die derart sich manifestiert und so klar Braun sich gibt, der Zulauf so gross ist im Wissen dass Braun nichts löst.
  • Scott 24.10.2019 09:50
    Highlight Highlight "Das Publikum ist mittleren bis höheren Alters, mehr Männer als Frauen, viele Rentner."

    Seit der Sachsen-Wahl wissen wir, dass die AfD gerade bei jüngeren Wählern sehr beliebt ist:
    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-09/waehler-ostdeutschland-analyse-alter-geschlecht-beruf-schulabschluss-religion
  • COLD AS ICE 24.10.2019 09:47
    Highlight Highlight leute wählen die afd weil sie die schnauze gestrichen voll haben von der linksgrünen politik. aber anstatt einzusehen das man etwas falscht macht, unternimmt man alles um den gegner zu bekämpfen.....aber leider nicht mit guter politik, sondern mit üblen kampagnen, beschimpfungen und nazi vergleichen. gäbe es eine afd ähnliche partei in der schweiz, wäre der zulauf in 1-2 jahren sehr gross.....der aktuelle linksrutsch wäre dann verantwortlich dafür.
    • Cadinental 24.10.2019 10:26
      Highlight Highlight Diese Sichtweise kann ich nur unterstützen
    • giandalf the grey 24.10.2019 10:29
      Highlight Highlight Ja weil die deutsche Regierung links-grün ist? Alter unter welchem Stein wohnst du? Die Union ist ja mal alles aber nicht links-grün.
    • COLD AS ICE 24.10.2019 11:15
      Highlight Highlight @: giandalf the grey.....die deutsch politik ist aber sowas von linksgrün. bei uns ist aktuell die fdp ein gutes beispiel. theoretisch bürgerlich und eher rechts.....inzwischen aber komplett vom kurs abgekommen. die ganze EU ist tollhaus linksgrüner sozis. gäbe es noch richtig gute bürgerliche parteien in deutschland, wäre der gegen die afd nie so gross weil der unterschied der parteien nicht so frappant wäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Etniesoph 24.10.2019 09:24
    Highlight Highlight Bei der Aufzählung der Rechtspopulisten Europas fehlt die SVP.
    Aber ich geh mal davon aus, dass man nur die von der EU nennen wollte, obwohl die Schweiz ja auch in Europa liegt.
  • Janis Joplin 24.10.2019 09:17
    Highlight Highlight Auch wenns nur ein frommer Wunsch ist: Erde an Thüringen: Wählt den NICHT!
    Wehret den Anfängen!
    • derWolf 24.10.2019 11:13
      Highlight Highlight Soviel zum Thema wehret den Anfängen:

      Play Icon


      Ich empfehle dabei den an 2.er Stelle erscheinenden Kommentar von Galileo. Deshalb wählen die Menschen AfD, mit oder trotz eines BERND Höcke...
  • Chrigi-B 24.10.2019 08:43
    Highlight Highlight "Rundherum Polizeibeamte, die den Wahlanlass der abriegeln."

    "Keine einzige Partei wird, so die Beteuerungen, mit der AfD eine Koalition bilden."

    Demokratie im freien Fall....
  • Hoodwatcher_ 24.10.2019 08:35
    Highlight Highlight Hellow Watson
    Vlt an euch vorbei gegangen. Aber schaut doch von Tilo Jung mit Andreas Kemper an. Dort geht es um, nachweislich von Höcke, veröffentlichte Texte in Zeitungen mit dem Alias Landolf Ladig. Wäre bestimmt einen Artikel wert :)
    • themachine 24.10.2019 11:17
      Highlight Highlight Absolut. Die Story bekommt viel zu wenig Aufmerksamkeit!
  • Albert Stpeck 24.10.2019 08:12
    Highlight Highlight Wie Höcke wohl „die Seife unter dem lauwarmen Wasserhahn“ retten will? Seife herstellen?
    Hat jemand „menschliche Härte“ und „zu verlierende Volksteile“ gesagt?
  • Mehmed 24.10.2019 07:45
    Highlight Highlight Direkte Demokratie zu fordern hört sich sehr vernünftig an.
    • rodolofo 24.10.2019 21:48
      Highlight Highlight Mit der direkten Demokratie indirekt in die Diktatur...
      Ja das ist möglich!
      Man braucht nur das passende Volk dazu...
  • rodolofo 24.10.2019 07:26
    Highlight Highlight Heil Höcke!
    Statt Gärtner wollen wir Böcke!
  • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 24.10.2019 07:06
    Highlight Highlight "Das Publikum ist mittleren bis höheren Alters, mehr Männer als Frauen, viele Rentner."

    Schade! Gerade die Rentner sollten es besser wissen. Anscheinend nichts aus der Geschichte gelernt.
    • häxxebäse 24.10.2019 07:20
      Highlight Highlight Die leute im osten haben sich nach dem krieg nicht damit auseinandergesetzt. Jetzt haben wir den nächsten hitler... äh salat.
    • Auric 24.10.2019 08:17
      Highlight Highlight Die haben da ein paar Jahrzehnte real existierenden Sozialismus erlebt, aber Du hast Recht, in dem Land regiert eine SED Nachfolgepartei.
    • Hosesack 24.10.2019 08:35
      Highlight Highlight Die heute 65ig Jährigen sind in die Wirtschaftswunder Jahre gebohren. Da war nix mit Krieg, da war 20 Jahre Aufschwung und grosses Verleugnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füdlifingerfritz 24.10.2019 06:07
    Highlight Highlight Ich bin überzeugt, es würde die Wahlerfolge der AfD bremsen, würden die Medien aufhören, jeden, der diese Partei wählt als Nazi, Rassist, Spinner oder Abgehängten zu bezeichnen.
    Es gibt sie definitiv, die Extremisten in der Partei... Höcke ist das beste Beispiel. Ein höchst gefährlicher Geselle. Es gibt aber nicht nur Höckes. Solange aber immer nur über diese Leute gesprochen wird, bleibt die AfD als Protestpartei erfolgreich. Die Partei sollte ernster genommen werden. Dann sähe man, ob sie wirklich was kann. Falls nicht - und davon gehe ich aus - verliert sie die Gunst der Wähler bald einmal.
    • Atheist1109 24.10.2019 08:10
      Highlight Highlight Hat schon 1933 nicht funktioniert! Wer sich nicht verfassungskonform gibt, soll von allen Demokraten geächtet werden. Wer sich nicht an die Spielregel hält, wird ausgeschlossen - sorry liebe Hassmenschen ;)
    • Ich hol jetzt das Schwein 24.10.2019 08:23
      Highlight Highlight Weder die Medien noch die anderen Parteien bezeichnen jeden AfD-Wähler als Nazi, Rassist, Spinner oder Abgehängten. Aber da die Partei selbst nicht im Stande zu sein scheint, intern aufzuräumen und solche Gestalten wie Höcke rauszuwerfen, darf mit ihr nicht zusammengearbeitet werden. Diesen Fehler hatten Anfang der 1930er Jahre bereits die damals "etablierten" Parteien gemacht. Wenn man solche Antidemokraten mal in der Regierung hat, funktionieren sie wie ein Kuckuck: Die anderen werden mit aller Macht rausgedrängt, dann wird das wahre Gesicht gezeigt.
    • whatthepuck 24.10.2019 08:59
      Highlight Highlight Der AfD kommt es ja entgegen, dass die Andersdenkenden sie in diese Ecke stellen - und damit genau das Profil verpasst bekommt, das sie braucht, um für ihre Wählerschaft attraktiv zu werden.

      Das läuft doch immer so, überall, nicht nur bei Rechtsparteien. Auch der Schwarze Block ist für seine Mitglieder doch genau aus diesen Gründen attraktiv. Ultras identifizieren sich deswegen mit ihrer Kurve. Und Abgehängte, Konservative, Missverstandene, die kein Bock haben, Geld für Flüchtlinge auszugeben sondern lieber Investitionen in ihre eigene Region möchten, wählen AfD.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mch 24.10.2019 05:57
    Highlight Highlight Heisst der nicht Bernd Höcke?🧐
    • Heinzbond 24.10.2019 06:13
      Highlight Highlight Den headliner gelesen und gewusst es ist etwas falsch... Ja der heisst Bernd höcke...
    • Hank Moody 24.10.2019 06:25
      Highlight Highlight Ja er heisst Bernd. Wobei er nicht mal selber weiss wie er richtig heisst, weil er sich immer als Björn vorstellt. 😜
    • Milan Marquard 24.10.2019 06:50
      Highlight Highlight Nein, ihr irrt, er heisst Björn Höcke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The fine Laird 24.10.2019 05:52
    Highlight Highlight Wenn man denkt, dass man über dem Gesetz steht und die Pressefreiheit nicht wahrnimmt. Neulich in Thüringen:

    Play Icon


    Ach ja und sein Name ist Bernd Höcke!
    • Elchapo 24.10.2019 07:49
      Highlight Highlight Finde ich nur bedenklich. Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und sage, dass ich dies irgendwo schonmal gesehen habe. 1933 als ein gewisser Adolf an die Macht kam. Auch dort waren die Leute unzufrieden und voller Hass / Rassismus.
    • lilas 24.10.2019 09:09
      Highlight Highlight Ganz traurig ist auch das Niveau der Menschen die seinen kranken Stuss nachplappern, dieses Gedankengut gekoppelt mit offensichrlich fehlender Bildung macht Angst.
    • dmark 24.10.2019 10:21
      Highlight Highlight Nope. Björn Höcke...
      Bernd nannte ihn mal die ZDF Heute-Show.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rn_H%C3%B6cke
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beggride 24.10.2019 05:40
    Highlight Highlight Dieser Björn wird immer wie mehr zu einem Vertreter von Nazistrategien. Er bezeichnet sich als Heilsbringer, der aber nur mit "ein wenig" Gewalt das Land zurückerobern will und dafür auch Tote Bürger in Kauf nehmen würde. Das ist so was von offensichtlich, dass ich langsam das Gefühl habe, dass das wirklich nochmals ein Wunsch der Deutschen ist... Wenn man bedenkt, dass die NSDAP damals nur ca 33 Prozent Wähleranteil hatte, bevor die nicht freien Wahlen stattgefunden haben, ist diese Prognose schwerst beängstigend!
    • Fly Baby 24.10.2019 08:10
      Highlight Highlight Ein Wunsch der Deutschen... ganz bestimmt nicht, dafür kenne ich zu viele Deutsche in Deutschland.
    • Beggride 24.10.2019 10:44
      Highlight Highlight Klar nicht "der Deutschen" doch wenn jeder Vierte in gewissen Regionen dieser Partei eine Stimme gibt, ist es doch ziemlich beängstigend. Denn auch früher waren ja bei den letzten noch freien Wahlen nur ca 30 Prozent für die NSDAP. Klar wird es heute ganz anders aussehen, doch man weiss ja trotzdem, wem man seine Stimme gibt.

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