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In this Oct. 23, 2015 photo, former Samsung worker Han Hye-kyung, denounces the company’s response in its latest negotiations with sick workers, during a protest outside Samsung buildings in Seoul, South Korea. Han became disabled after going through a surgery to remove a brain tumor that she and her lawyers believe to be caused by exposure to chemicals at Samsung’s factory, south of Seoul. Samsung’s hopes of ending years of acrimony and bad publicity over whether its semiconductor factories caused cancer have hit a hitch: some sickened workers and their families say they’ll never accept its highly conditional offer of financial assistance. (AP Photo/Ahn Young-joon).

Demonstranten fordern von Samsung seit Jahren Schmerzensgeldzahlungen. Bild: AP/AP

Samsung entschuldigt sich für Todes- und Krankheitsfälle in seinen Fabriken

Nach Krebserkrankungen und Todesfällen unter hunderten Arbeitern in seinen Chip- und Display-Fabriken hat sich der Technologieriese Samsung offiziell entschuldigt.



Firmenpräsident Kim Ki Nam äusserte am Freitag laut südkoreanischen TV-Sendern sein Bedauern darüber, nicht «genug gegen potenzielle Gesundheitsrisiken in den Produktionslinien für Chips und LCD-Bildschirme» getan zu haben. 

«Wir entschuldigen uns aufrichtig bei denen, die unter Krankheiten gelitten haben, sowie bei den Familien.»

Kim Ki Nam

Samsung stimmte einer Regelung über Schmerzensgeldzahlungen zu.

Hwang Sang-gi, right, father of former Samsung semiconductor factory worker Hwang Yu-mi who died from leukemia in 2007, shakes hands with Kinam Kim, left, President & CEO of Samsung Electronics Device Solutions after Kim apologized in Seoul, South Korea, Friday, Nov. 23, 2018.  Samsung Electronics has apologized for the sickness and deaths of some of its workers, saying it failed to create a safe working environment at its computer chip and display factories. (AP Photo/Lee Jin-man)

Samsung-Chef Kim Ki Nam entschuldigt sich beim Vater einer Fabrikarbeiterin, die 2007 an den Folgen von Leukämie gestorben war.   Bild: AP/AP

Der Schritt des Marktführers bei Speicherchips, Smartphones und TV-Geräten folgte einem jahrelangen Streit mit Vertretern der Opfer-Familien. Beide Seiten hatten in diesem Monat zugestimmt, den Entscheidungen eines Schlichtungskomitees zu folgen und den Streit beizulegen.

Samsung erklärte sich unter anderem dazu bereit, in den nächsten zehn Jahren bis zu 132'000 Franken (150 Millionen Won) Schmerzensgeld an ehemalige und jetzige Mitarbeiter zu zahlen, wenn deren Erkrankung auf den Umgang mit Chemikalien am Arbeitsplatz zurückgeführt werden kann.

Die Regelung gilt für alle, die seit Mai 1984 in den Halbleiter- und LCD-Anlagen gearbeitet haben. Samsung hatte sich schon einmal im Mai 2014 bei Beschäftigten und ihren Familien entschuldigt, die an Leukämie oder anderen Krebsarten erkrankt waren, aber auch betont, der Konzern erkenne keinen Zusammenhang an.

320 Krankheitsfälle unter Arbeitern in Samsung-Fabriken

Die Gruppe Unterstützer für die Gesundheit und Rechte der Menschen in der Halbleiterindustrie (SHARPS) hat 320 arbeitsbedingte Krankheitsfälle unter Arbeitern in Samsung-Fabriken dokumentiert (Stand: Juni 2018). Von den Opfern seien 118 gestorben. Die Zahlen wurden von Samsung nicht bestätigt. Der Konzern will zudem einen Fonds im Volumen von knapp 39 Millionen Euro für die industrielle Sicherheit und Gesundheit einrichten.

Der Skandal geht auf das Jahr 2007 zurück, nachdem eine Arbeiterin bei Samsung an den Folgen von Leukämie gestorben war. Deren Vater Hwang Sang Gi setzte sich seitdem für die betroffenen Arbeiter und Familien ein. Er werde die Entschuldigung von Samsung akzeptieren, sagte Hwang am Freitag im Fernsehen. «Schadenersatz ist wichtig, doch wichtiger ist Prävention.» Hwangs Gruppe fordert unter anderem von Samsung, offenzulegen, welche Chemikalien beim Produktionsprozess benutzt werden.

(awp/sda/dpa)

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