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«Crooked Hillary» und Co.: Das sind die 10 «besten» Spitznamen von Trump für seine Gegner

Donald Trump liebt es, seine Gegner mit originellen und meist fiesen Spitznamen zu taufen. Wir haben für euch die zehn besten zusammengetragen.



Eines muss man ihm lassen: US-Präsident Donald Trump lässt bei seiner Spitznamenwahl für seine politischen Kontrahenten allerlei Kreativität walten. Manchmal lustig, manchmal fies, meist unter der Gürtellinie – aber alle bleiben uns im Gedächtnis haften.

Diese Spitznamen sind Waffen: Sie führen dazu, dass seine Gegner automatisch mit negativen Begriffen assoziiert werden. Wenn Trump beispielsweise seinen Kontrahenten Joe Biden als «schläfrigen Joe» bezeichnet, sieht man diesen automatisch in einem anderen Licht – eben als schläfrigen Joe.

Auf Wikipedia gibt es eine Liste mit Spitznamen, die über 200 Einträge erfasst. Darunter befinden sich nicht nur Übernamen für Personen, sondern auch für allerlei anderer Dinge: So nannte er etwa das Coronavirus «China Virus» oder «Kung Flu», und das amerikanische Nachrichtenportal CNN «Clinton News Network» oder «Fake News CNN».

Wir haben die zehn besten Spitznamen für euch herausgesucht:

«Crooked Hillary»

Hillary Clinton gives a thumbs up during a stop at the Lincoln Square pancake house while campaigning in May in Indianapolis.

Die Demokratin Hillary Clinton verlor die Wahl 2016 gegen Trump nur knapp. bild: Getty Images

«Crooked», «Crazy», «Lyin'», «Heartless»: Hillary Clinton, das ultimative Feindbild Trumps. Für die ehemalige demokratische Herausforderin bei den Präsidentschaftswahlen 2016 hagelte es die verschiedensten Spitznamen. «Crooked Hillary» («betrügerische Hillary») ist wohl der Bekannteste. Das ist eine Anspielung auf ihre Nutzung eines privaten E-Mail-Servers während ihrer Zeit als Staatssekretärin im Weissen Haus unter Barack Obama.

«The Little Rocket Man»

epa07346863 (FILE) - US President Donald J. Trump (R) and North Korean Chairmain Kim Jong-un (L) shake hands after signing a document during their historic DPRK-US summit, at the Capella Hotel on Sentosa Island, Singapore, 12 June 2018 (reissued 06 February 2019). During his State of the Union address on 05 February 2019, US President Donald J. Trump announced a second summit with North Korean leader Kim Jong-un, to take place 27 and 28 February 2019 in Vietnam.  EPA/KEVIN LIM / THE STRAITS TIMES /   EDITORIAL USE ONLY

Kim Jong-Un und Donald Trump: Eine Beziehung, die skurriler nicht sein könnte. Bild: EPA/THE STRAITS TIMES / SPH

«The Little Rocket Man» («kleiner Raketenmann») – das ist Trumps Spitzname für Nordkoreas Obersten Führer Kim Jong-Un. «Wir können keine Verrückten da draussen haben, die überall Raketen abschiessen», sagte Trump bei einer Kundgebung im September 2017. «Und übrigens, man hätte sich schon vor langer Zeit um den ‹Little Rocket Man› kümmern sollen.»

Ihre Beziehung ist von ewigen Auf und Abs geprägt. Erst vor Kurzem sind etwa schnulzige Briefe des nordkoreanischen Machtinhabers geleakt worden:

«Little Marco»

FILE - In this March 21, 2018 file photo, Sen. Marco Rubio, R-Fla., left, accompanied by Sen. Susan Collins, R-Maine,

Floridas Senat wird wohl die Kritik an Trumps kleinen Händen bereut haben. Bild: keystone

Dieser Spitzname geht auf seine eigene Kappe: Marco Rubio, Senator vom Bundesstaat Florida, machte sich über Trumps kleine Hände lustig. Dessen Rückzahlung liess nicht lange auf sich warten: Von da an nannte Trump Rubino nur noch «Little Marco» («kleiner Marco») – zu klein, um ein wichtiger Spieler in der Politikwelt zu sein. Rubio hatte denn auch keine Chance in den republikanischen Vorwahlen 2016 und musste seine Präsidenten-Ambitionen begraben.

«Crazy Bernie»

FILE - In this Oct. 17, 2017, file photo, Sen. Bernie Sanders, I-Vt., speaks to reporters on Capitol Hill in Washington,  following Senate policy luncheons. Senators often talk about Sanders in diplomatic tones, the way relatives discuss a certain family member with hushed pause. He’s passionate, they say politely. Independent. Or, just Bernie being Bernie. The senator returns the favor at the weekly Democratic luncheons. Sanders addresses his colleagues with the high volume urgency of his campaign rallies. (AP Photo/Andrew Harnik, File)
Bernie Sanders

Trump mag verrückte Menschen wie Bernie Sanders. Bild: AP

«Crazy Bernie» («verrückter Bernie») – so nennt Trump den ehemaligen demokratischen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders. Das erste Mal wurde Sanders so genannt, als Trump Hillary Clinton mit ihm verglich: «Crooked Hillary, die sehr schlecht gegen Crazy Bernie aussieht, wird verlieren!», tweetete er im Mai 2016. Bei einer Rede einige Tage später sprach er über Bernie direkt: «Crazy Bernie. Er ist ein verrückter Mann. Aber das ist okay, wir mögen verrückte Menschen.»

«Cheatin' Obama»

FILE - In this Oct. 26, 2018 file photo, former President Barack Obama speaks at a rally in support of Wisconsin Democratic candidates in Milwaukee. Since leaving the White House nearly four years ago, former President Barack Obama has repeatedly called for a new generation of political leaders to step up. On Wednesday, he

Auch Obama bekam einen Spitznamen verpasst. Bild: keystone

Auch Barack Obama bleibt nicht verschont: Erst im Jahr 2018 taufte Trump den früheren Präsidenten in «Cheatin' Obama» («betrügerischer Obama») um. Bei was genau er betrogen hat, hatte er nicht näher erläutert.

«Sloppy Steve»

epa08614573 (FILE) - Former White House strategist Steve Bannon on stage during the Nordic Media Festival in Bergen, Norway, 09 May 2019 (reissued 20 August 2020). Federal prosecutors in New York announced that Steve Bannon and three other former members of the Trump campaign have been arrested and indicted for fraud in connection with a fundraising scheme.  EPA/Terje Pedersen  NORWAY OUTHUNGARY OUT *** Local Caption *** 55179546

Steve Bannon war für viele Jahre Trumps Berater. Bild: keystone

Trumps ehemahliger Wahlkampfleiter verdiente sich seinen Spitznamen, nachdem dieser ein Interview für Michael Wolffs' Enthüllungsbuch über Trump gegeben hatte. «Er wurde benutzt, um dieses wirklich langweilige und unwahre Buch zu verkaufen. Sloppy Steve Bannon («schlampiger Steve Bannon») hat geweint und um seinen Job gebettelt, als er gefeuert wurde», schreibt Trump im Januar 2018 auf Twitter.

«Creepster John»

Der ehemalige Sicherheitsberater der US-Regierung, John Bolton, hat ein Buch

Trump zufolge ein «Grüssel»: Der ehemalige Sicherheitsberater John Bolton. Bild: sda

Von «Mr. Tough Guy» zu «Creepster»: Spätestens nach der Veröffentlichung des Enthüllungsbuches des ehemaligen Sicherheitsberaters der US-Regierung, John Bolton, ist Trump nicht gut auf ihn zu sprechen. Im Buch schreibt Bolton über einige kritische Aussagen, die der Präsident getätigt hatte. Trump tweetete im Juni 2020: «Der gescheiterte Creepster («Grüssel») John Bolton ist Abschaum, der im Gefängnis sitzen sollte.»

«Pocahontas»

Democratic presidential candidate Sen. Elizabeth Warren, D-Mass., speaks to supporters, Monday, March 2, 2020, in the Monterey Park section of Los Angeles. (AP Photo/Mark J. Terrill)
Elizabeth Warren

Wollte mit ihrer angeblichen indigenen Herkunft punkten: Elizabeth Warren. Bild: AP

Elizabeth Warren, demokratische Senatorin, warb für sich selbst mit ihrer indigenen Herkunft. Trump bezweifelte dies und nannte sie fortan Pocahontas, eine berühmte Ureinwohnerin aus dem 17. Jahrhundert. «Sie hat ungefähr so viel indianisches Blut wie ich. Ihr ganzes Leben war von einem Betrug geprägt», sagte Trump der New York Times im Mai 2016.

Es wurden keine historischen Dokumente gefunden, die indianische Vorfahren Warrens bestätigen könnten. Ein DNA-Test fand aber starke Nachweise dafür, dass ein Vorfahre Warrens vor «sechs bis zehn Generationen» Ureinwohner gewesen sei.

«Nervous Nancy»

House Speaker Nancy Pelosi of Calif., speaks during a news conference on Capitol Hill in Washington, Thursday, Aug. 13, 2020. (AP Photo/Patrick Semansky)
Nancy Pelosi

Nancy Pelosi lässt Trumps Spitznamen nicht auf sich sitzen und gibt zurück. Bild: keystone

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Demokratin Nancy Pelosi, hat es mit Trump spätestens nach dem Impeachment Verfahren im 2019 verbockt. Trump zufolge gleiche sie einem Nervenwrack. «Nervous Nancy» («Nervöse Nancy») sei «böse», «rachsüchtig» und «eine Schande für sich und ihre Familie». Doch Pelosi schlug zurück – und nannte ihn kurzerhand «Mr. Make Matters Worse» («Mr. Mach die Dinge schlimmer»).

«Sleepy Joe»

Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden places a note card in his jacket pocket as he speaks at a campaign event on manufacturing and buying American-made products at UAW Region 1 headquarters in Warren, Mich., Wednesday, Sept. 9, 2020. (AP Photo/Patrick Semansky)
Joe Biden

Bild: keystone

Zu guter Letzt darf natürlich Trumps aktueller Gegner bei den Wahlen 2020, Demokrat Joe Biden, nicht fehlen. Sein Spitzname: «Sleepy Joe» («Schläfriger Joe»). Mit diesem Namen verspottet er seinen Kontrahenten als senilen alten Herren, der nicht fit genug für das Präsidentenamt sei. So genannt wurde Biden das erste Mal im April 2019. Trump tweetete damals: «Willkommen im Rennen, Sleepy Joe. Ich hoffe nur, Sie sind intelligent genug, um eine erfolgreiche Kampagne zu führen.»

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Trump und Bolton - eine Feindschaft in Bildern

Kurz erklärt: So funktionieren die US-Wahlen

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