International
USA

Antrag von Trump in New York abgelehnt – Strafprozess wegen Schweigegeld

Antrag von Trump in New York abgelehnt – Strafprozess wegen Schweigegeld im März

15.02.2024, 17:0215.02.2024, 17:02

Der Prozess gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar soll wie geplant im kommenden Monat beginnen. Ab dem 25. März wird eine Geschworenenjury ausgewählt, wie Richter Juan Merchan übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge bestätigte.

Bei der Anhörung am Donnerstag in New York war auch Trump zugegen. Der Termin war bereits im vergangenen Jahr angesetzt worden. Trump hatte das als «sehr unfair» und als einen unzulässigen Eingriff in die Wahlen bezeichnet. Richter Merchan lehnte jedoch einen Antrag von Trumps Anwälten ab, das Verfahren einzustellen. Die US-Präsidentschaftswahl, bei der der Republikaner wieder antreten möchte, findet im November statt.

Trump ist in dem Verfahren in 34 Punkten angeklagt: Die Staatsanwaltschaft legt ihm Fälschung von Geschäftsunterlagen zur Last. Er habe damit schädliche Informationen und rechtswidrige Aktivitäten vor und nach der Präsidentenwahl 2016 verbergen wollen, um seine Chancen bei der Abstimmung zu verbessern.

Der Hintergrund des Falls ist hauptsächlich, dass Trump kurz vor seiner Wahl zum Präsidenten 130'000 Dollar Schweigegeld an die Pornodarstellerin Stormy Daniels hatte zahlen lassen. Sie hatte behauptet, sie habe Sex mit ihm gehabt. Trump bestreitet eine Affäre, nicht aber, dass Geld geflossen ist. Schweigevereinbarungen zwischen zwei Parteien sind an sich nicht illegal. Trump wird aber vorgeworfen, er habe die Zahlungen unrechtmässig verbucht, auf illegale Weise zu verschleiern versucht und damit andere Gesetzesverstösse vertuschen wollen.

Trump ist der erste Ex-Präsident in der US-Geschichte, der sich in einem Strafverfahren verantworten muss. Auch in mehreren anderen Fällen muss sich Trump derzeit mit Gerichten auseinandersetzen. (sda/dpa)

Update folgt …

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Gen-Z-Proteste: Das Feindbild Merz eint eine Jugend ohne Hoffnung
Wie in Frankreich demonstrieren nun auch in Deutschland Schüler und Studenten. Vor allem das Gefühl der Perspektivlosigkeit treibt sie auf die Strasse. Vereinzelt kommt es zu Krawallen.
Pariser Zustände vor Augen, haben sich viele Ladengeschäfte auf dem Berliner Kurfürstendamm auf das Schlimmste eingestellt: Vernagelte Schaufenster sieht, wer am Samstag über den Prachtboulevard im Westen der deutschen Hauptstadt läuft; vor allem im Hochpreissegment, bei Rolex, Yves Saint Laurent oder Hermès, befürchtet man offenbar Plünderungen.
Zur Story