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Tschernobyl

Der Reaktor in Tschernobyl. Der Sarkophag aus Stahl soll 100 Jahre halten. Die Halbwertszeit von Plutonium ist einige tausend Jahre ... 
bild: philipp bürkler

Lunch in der Todeszone – mein Bus-Trip nach Tschernobyl

Andere fahren mit dem Bus einen Tag von L.A. nach Tijuana in Mexiko. Reporter Philipp Bürkler fuhr für einen Tag nach Tschernobyl. Sein Trip in die Todeszone war einer der bizarrsten und aufregendsten seines Lebens.

philipp bürkler



«Sicher ist sicher», sagt mir die innere Stimme, als ich am Samstagnachmittag im August 2013 durch die ukrainische Hauptstadt Kiew spaziere. «Geh in das nächste Schuhgeschäft und kaufe dir ein paar günstige Sneakers», wiederholt die Stimme.

Schuhe, verseucht mit Cäsium-137, Strontium-90, Iod-131 oder gar mit Uran und Plutonium, will ich nun wirklich nicht in mein Reisegepäck nachhause nehmen.

In einem Schuhgeschäft am Chreschtschatyk, dem sechsspurigen Boulevard, der Einkaufsstrasse Kiews, finde ich für umgerechnet sechs Franken ein Paar weisse No-Name-Turnschuhe. Die sind zwar so stillos und kitschig, dass ich sie sonst nie im Leben anziehen würde. Aber für sechs Franken? Ok! Und, ich würde die trashigen Dinger sowieso nur einen Tag lang tragen. Danach ab in den Abfall damit.

Tschernobyl

Die Tauben halten sich nicht an die Sperrzone. bild: philipp bürkler

Am Tag darauf fahre ich nach Tschernobyl, der verstrahlten Todeszone, 120 Kilometer nördlich von Kiew. Dort, wo genau vor 30 Jahren ein AKW in die Luft geflogen ist und sich die schlimmste Nuklear-Katastrophe der Menschheit ereignet hatte.

Schuhe, verseucht mit Cäsium-137, Strontium-90, Iod-131 oder gar mit Uran und Plutonium, will ich nun wirklich nicht in mein Reisegepäck nachhause nehmen. Plutonium hat immerhin eine Halbwertszeit von 24'110 Jahren. Die armen Schuhe.

Die Idee mit den Schuhen ist eher paranoider Art und hätte mich nicht im Geringsten vor Strahlen geschützt.

Hard Rock Cafe Chernobyl

Am Sonntagmorgen gehe ich auf 8.30 Uhr zum vereinbarten Treffpunkt vor dem Mc Donalds-Restaurant auf dem Majdan-Platz. Der Ort, wo einige Monate später, 2014, mehr als 80 Regierungsgegner während Bürgerprotesten ihr Leben verlieren sollten.

Eine kleine Gruppe von Leuten wartet bereits. Das müssen sie sein, denke ich. Auffällig steht ein breit gebauter Mann Mitte 30 da. Er trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift «Hard Rock Cafe Chernobyl». Es ist Yuri Tatarchuk, der Tour Guide. Der Ukrainer wird uns – eine Reisegruppe von insgesamt 16 Personen – durch den Tag begleiten.

Mit mir im Bus nach Tschernobyl sitzen unter anderen vier Engländer, ein Ukrainer, zwei Belgier – Männer und Frauen – und drei dänische Touristen, die ich bereits einige Tage zuvor in einer Bar getroffen habe.

«Haben Sie die Bestätigung dabei?», will er wissen. Ich händige ihm ein Dokument aus, das ich einige Tage zuvor ausgefüllt habe. Passnummer, Name, Wohnort sowie einen unterschriebenen Haftungsausschluss. Nichts berühren, keine Fotos des havarierten Reaktors: Betreten der Sperrzone auf eigenes Risiko.

Mit einem Mercedes-Bus fahren wir etwa zwei Stunden Richtung Norden. Aus dem Fenster sehe ich die eurasische Steppe, kleine ukrainische Dörfer, ab und zu ein Bauernhaus, dann wieder Wald. Als «Unterhaltungsprogramm» spielt Yuri im Bus eine DVD-Dokumentation ab, die angeblich «die Wahrheit» über das Tschernobyl-Desaster erzählt.

Mit mir ihm Bus sitzen unter anderen vier Engländer, ein Ukrainer, zwei Belgier – Männer und Frauen – und drei dänische Touristen, die ich bereits einige Tage zuvor in einer Bar getroffen habe. Sie alle haben – wie ich auch – 100 Dollar für den Trip bezahlt.

Tschernobyl

Haus in Tschernobyl.
bild: philipp bürkler

Eintritt ins Sperrgebiet

Nach knapp zwei Stunden Fahrt erreichen wir den Checkpoint. Hier beginnt das Sperrgebiet mit einem Radius von 30 Kilometern um den Reaktor. Yuri fordert uns auf, auszusteigen und den uniformierten Männern, die vor einer Schranke stehen, unsere Ausweise zu zeigen. Nur wer auf ihrer Liste steht und einen gültigen Pass hat, darf die Zone betreten.

Nachdem alles geklappt hat, öffnet sich die Barriere und unser Bus fährt weiter, hinein in die «Todeszone», in ein Gebiet, das im April 1986 den Super-Gau erlebte. «Welcome to the forbidden Area», sagt Yuri durchs Mikrofon. «Euer Aufenthalt ist heute nicht gesundheitsschädigend, sondern entspricht etwa der Strahlenbelastung eines Atlantikfluges», muntert uns Yuri auf.

«Welcome to the forbidden Area», sagt Yuri durchs Mikrofon. «Euer Aufenthalt ist nicht gesundheitsschädigend, sondern entspricht etwa der Strahlenbelastung eines Atlantikfluges», muntert uns Yuri auf.

Eintages-Besucher – so habe ich vorher gelesen – kommen vor allem mit Gamma-Strahlen in Kontakt. Diese sind nicht gesundheitsschädigend. Nur in Reaktornähe wird mein Körper von Beta-Strahlen durchdringt, die Organe des Körpers schädigen können. Im Reaktor selbst gibt es tödliche Alpha-Strahlen. Doch soweit gehen wir nicht.

Nach etwa weiteren 20 Minuten tauchen erste Gebäude, Wohnhäuser und Industriegebäude auf. In der Ferne glaube ich, ein Atomkraftwerk zu erkennen. Wir steigen aus. Neben der Strasse liegt einer der zahlreichen Wasserkanäle, mit denen Wasser für die Kühlung der Reaktoren hergeleitet wurde.

«Es gibt hier keine Monsterfische», scherzt Yuri. Trotzdem erscheinen mir die Fische ziemlich gross. Yuri packt seinen Geigerzähler aus und hält ihn in die Luft. «0,21 Mikrosievert pro Stunde, ein Bruchteil von einem Millionstel Sievert, der Masseinheit für Strahlenbelastung. Nicht wirklich schlimm.

Ich zwänge mich durch Sträucher – die ich mich wegen der Verstrahlung fast nicht zu berühren traue.

Danach hält er das Gerät ins Gras am Strassenrand. Der Zähler gibt sofort wilde Töne von sich und zeigt einen Wert von 2,1 Mikrosievert. «Am Boden ist die Strahlung meistens höher», so Yuri. Ein mulmiges Gefühl, obwohl diese Strahlenbelastung «nicht sehr hoch» sei.

Es ist verrückt: Obwohl alles verstrahlt ist, kann man die Strahlen weder sehen, riechen noch schmecken.

Fläche der Schweiz verseucht

Nach weiteren drei Kilometern Fahrt erreichen wir Prypjat, die «Geisterstadt» im Sperrgebiet. Hier lebten bis einen Tag nach der Katastrophe 49'360 Menschen. Prypjat war eine sozialistische Planstadt, die 1970 auf der grünen Wiese buchstäblich aus dem Boden gestampft wurde. Hier lebten Menschen, die in den verschiedenen Reaktoren arbeiteten.

Obwohl die Strahlenbelastung im April 1986 das 600'000-Fache des «natürlichen» Strahlenniveaus erreichte, wurden die Bewohner erst einen Tag nach der Nuklearexplosion evakuiert. «Man sagte den Einwohnern, sie könnten nach drei Tagen wieder zurückkehren» erklärt Yuri. Eine sowjetische Lüge. Zurückkehren sollte nie wieder jemand.

Verseucht ist eine Fläche von 40'000 Quadratkilometern, ein Gebiet, so gross wie die Schweiz. Eine gefahrlose Rückkehr wird frühestens in 300 oder sogar 1000 Jahren möglich sein.

Tschernobyl

Der Autoscooter in Prypiat: Hier haben nie Kinder vor Freude gekreischt. bild: philipp bürkler

Der Aufenthalt in Prypjat ist surreal. Unheimlich und faszinierend zugleich. Eindrücklich ist die Stille. Kein Motorenlärm, keine gewöhnliche Stadt-Akustik, dafür Häuser mit eingetretenen Türen, zerborstenen Fensterscheiben und Bäumen, die sich allmählich die Gebäude einverleiben und sich den Fassaden entlang schlängeln.

Es gibt Schweinefleisch und Kartoffeln mit Reis und geraffelten Rüebli, dazu Schinken und Tomaten. Zum Dessert Pancakes.

Ich zwänge mich durch Sträucher – die ich mich wegen der Verstrahlung fast nicht zu berühren traue – in ein Schulzimmer. Dort stehen noch Schulbänke, auf denen Schulbücher herumliegen. Überall liegen Glasscherben, Metallröhren und Holzstücke herum. Bei jedem Tritt bin ich vorsichtig. Ich will nicht in einen der vorstehenden Nägel treten, die aus dem Boden ragen.

Bizarre Bilder: Fotograf Roland Verrants nimmt uns mit in die Geisterstadt bei Tschernobyl

Im «Zentrum» von Prypjat besuchen wir den berühmten verlassenen Jahrmarkt. Autoscooter und Riesenrad stehen seit 1986 unverändert da. Nie haben in den Bahnen Kinder vor Freude gekreischt – der Reaktor explodierte fünf Tage vor der geplanten Eröffnung der Anlage.

Lunch in Tschernobyl

Nach dem irrwitzigen «Städtetrip Prypjat» fahren wir mit dem Bus in eine nahegelegene Kantine für Forscher und Bauarbeiter. Es gibt Schweinefleisch und Kartoffeln mit Reis und geraffelten Rüebli, dazu Schinken und Tomaten. Zum Dessert Pancakes. Das heisst, der eigentliche «Dessert» des Tages kommt noch.

Jetzt fahren wir zur eigentlichen Hölle von Tschernobyl. Zum Reaktor Nummer 4 Lenin.

Hohe Strahlenbelastung

«Ground Zero» ist ein befremdlicher Anblick. Wir stehen etwa 150 Meter vom zerstörten Reaktor entfernt. Ein ungutes Gefühl sagt mir, hier sollst du nicht zu lange bleiben. Die Strahlendosis beträgt hier über 3 Mikrosievert pro Stunde, 20 Mal mehr als die Belastung in einer normalen Grossstadt. Wir halten uns nur etwa fünf Minuten hier auf.

Während ich das abscheuliche Monster anstarre und in Gedanken versinke, durchbricht Yuri die Stille. «Fotografieren des Reaktors ist verboten», ruft er in die Gruppe. Dennoch schiesse ich heimlich ein Foto.

Tschernobyl

Der Reaktor: Ich schiesse heimlich ein Foto.
bild: philipp bürkler

Der Sarkophag soll 100 Jahre halten. Und dann? Plutonium hat eine Halbwertszeit von einigen Tausend Jahren, Uran sogar eine von einigen Milliarden Jahren.

Aus der Ferne sieht man Bauarbeiter, die neben dem Reaktor einen Sarkophag aus 25'000 Tonnen Stahl bauen, der 2017 über den Reaktor gestülpt werden soll, um die Strahlung einzudämmen. Dieser soll 100 Jahre halten. Und dann? Plutonium hat eine Halbwertszeit von einigen Tausend Jahren, Uran sogar einige Milliarden Jahre.

Wir steigen wieder in den Bus. In der Ferne siehe ich nochmals das Riesenrad. Im Bus ist es auf der Rückfahrt nach Kiew ruhiger als am Morgen. Keine DVD-Show, wenige Gespräche unter den Teilnehmern.

Die Reise war bizarr und eindrücklich. Ich weiss nun, wovon in den Medien die Rede ist, wenn über Tschernobyl berichtet wird. Ich kenne den Ort und habe mich mit der Katastrophe eingehend befasst. Ich schaue aus dem Fenster in die ukrainische Landschaft. Meine Gedanken kreisen.

Was sind die Folgen dieser Katastrophe für künftige Generationen? Mit welchen gesundheitlichen und sozialen Problemen kämpfen die Überlebenden bis heute? Wie abstrakt ist eine Halbwertszeit von einer Million Jahren für unseren Zeitbegriff? Und: Was wäre, wenn in der Schweiz ein AKW explodiert? 30-Kilometer Radius! Sperrgebiet.

In der Schweiz müsste man fast das gesamte Mittelland evakuieren. Unbewohnbar für die kommenden 500 Jahre. Wahnsinn.

Noch mehr Bilder zum Thema: Leben und Lieben nach Tschernobyl

Tschernobyl 20 Jahre danach – Shane Thoms gespenstige Foto-Kunst

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    Alle Leser-Kommentare
  • Leichterbär 25.04.2016 21:39
    Highlight Highlight Irgendwann werden wir (die Menschen)den ganzen Atomscheiss in tiefe Löcher auf diesem Planeten verlochen in der Hoffnung,es für immer zu vergessen was für ein Wahnsinn uns getrieben hat.ln 100000 Jahre werden dann unsere zuckünftigen Generationen die wahrscheinlich nicht mehr so aussehen wie wir,andere Sprache usw.,
    auf diese Nachkommenschaften stossen und sich wundern.
    Eigentlich ist es schon zu spät....
  • dracului 25.04.2016 21:23
    Highlight Highlight Wie hört sich Chernobyl an? Ist es da leise oder was hört man?
  • suchwow 25.04.2016 19:29
    Highlight Highlight Darf man fragen, welche "Agentur" für den Trip gebucht wurde? Hat sonst noch jemand Tipps?
    Klar, ich finde es auch via Google heraus, dennoch wären mir ein paar Kommentare seitens der watson-Community auch lieb :)
    • Philipp Bürkler (1) 25.04.2016 19:42
      Highlight Highlight Ich bin damals in Kiew persönlich bei einer Firma vorbeigegangen und habe direkt gebucht und bar bezahlt. Die Firma findest du hier newlogic.ua // Aber es gibt auch andere Anbieter. Das beste ist, in Kiew vor Ort zu buchen. Ist billiger.
    • Manekineko 25.04.2016 21:52
      Highlight Highlight 1.
      Ich würde sicher 2 bis 3 Wochen im voraus buchen! Die Agenturen müssen bei der zuständigen Behörde noch eine Bewilligung einholen etc. dies kann dementsprechend dauern. Es kann auch vorkommen, dass Plätze/Guides, welche die Agenturen selbst bei den Behörden reservierten, schon weitervergeben wurden. So kannst du immernoch auf eine andere Agentur wechseln. Habe ich bei meinem letzten Trip im März 16 so erlebt, könnte aber auch gut mit dem - aktuell äusserst hohen - Interesse an der Zone liegen. Jedenfalls setzte die Agentur alle Hebel in Gang und alles lief schlussendlich wie gewünscht
    • Manekineko 25.04.2016 22:19
      Highlight Highlight 2.
      Eine sehr empfehlendswerte Agentur ist chernobylwel.com. SoloEast Travel ist ein weiterer renommierter Tourenanbieter, habe ich jedoch noch keine eigene Erfahrungen gemacht.
      Desweiteren empfehle ich mindestens 2 Tage in Tschernobyl zu verbringen um die Atmosphäre auch wirklich wahrzunehmen. Zudem gibt es viele "Attraktionen" und extrem vieles zu entdecken rund um und in den Gebäuden.
      Mittlerweile kann man auch so gut wie alles und jeden Fotografieren, nicht mal mehr bei den Checkpoints herrscht hier Zurückhaltung bei den Besuchern und die Offiziere scheints auch nicht (mehr) zu stören.
  • Ratboy 25.04.2016 17:20
    Highlight Highlight Mal abgesehen vom Artikel sind die Fotos völlig unpassend zum Artikel. Oder besser gesagt die billigen Instagramfilter sind völlig unpassend zu den Fotos.
    Das ist doch ein Erlebnisbericht? Zu einem ersten Thema. Dann will ich auch unverfälschte Fotos sehen!
    Egal ob das jetzt Handyfotos sind.

    Da frage ich mich ob beim geschrieben auch so "schön"-oder "um"-gefärbt wird?

    • Ratboy 25.04.2016 19:58
      Highlight Highlight *ernsten Thema und *geschriebenen- Sorry
  • dommen 25.04.2016 16:04
    Highlight Highlight Also was euer Führer da über Gammastrahlung erzählt hat, würde ich mit Vorsicht geniessen. Diese hat ja, verglichen mit Alpha- und Betateilchen, die höchste Energie und damit das höchste Ionisierungspotential pro Photon sowie die grösste Eindringtiefe. Alpha- (Heliumkerne) und Betateilchen kommen ein paar cm weit in der Luft, verursachen allerdings grosse Probleme bei einer Aufnahme in den Körper, z. B über den Atemtrakt.
    • Bowell 25.04.2016 17:11
      Highlight Highlight Falsch, Gammastrahlung ist am energieärmsten und hat das kleinste Ionisierungspotenzial. Da Gammastrahlung aber aus Photonen besteht hat sie die höchste Reichweite und ist deshalb bei Bestrahlung von Aussen am gefährlichsten. Alpha- und Betastrahlung gehört zur Teilchenstrahlung, ist in hohem Grade ionisierend. Sie kommt aber teilweise nicht einmal durch die Haut, ist also hauptsächlich bei einer Inkorporation problematisch. Dass Gammastrahlung nicht gesundheitsschädlich ist, wie im Text erwähnt, ist aber wirklich gelogen. Ich hätte 1000 mal lieber ein Alphastrahler am Schuh als Gamma...
  • Licorne 25.04.2016 14:53
    Highlight Highlight Sehr eindrücklich. es muss ein unglaubliches Gefühl sein, sich in dieser Stadt zu bewegen - mit dem Wissen, weshalb es eine Geisterstadt ist.

    Zitat: "Was wäre, wenn in der Schweiz ein AKW explodiert?" ...

    ... "wäre"? Wir hatten ganz einfach nur extremes "Glück"..

    http://www.nzz.ch/schweiz/der-vergessene-atomunfall-von-lucens-1.18215229

    https://de.wikipedia.org/wiki/Reaktor_Lucens
  • Amazing Horse 25.04.2016 14:39
    Highlight Highlight Ich war letztes Jahr dort und es war tatsächlich eine meiner eindrücklichsten Reisen nebst Auschwitz.
    Auch wenn gewisse Schauplätze, insbesondere in Prypjat, etwas arrangiert sind (wie uns der Reiseleiter gestanden hat), so spürt man richtig die langfristigen Auswirkungen dieses Unglücks und geht mit einem mulmigen Gefühl nach Hause. Ein Freund von mir musste tatsächlich seine Schuhe beim check-out abgeben, da diese positiv auf zu hohe Strahlung getestet wurden (von einem ca. 60 Jahre alten Strahlenmessgerät, wie hier von Herrn Bodenmann und Herrn Ledergerber demonstriert).
    Benutzer Bild
    • Philipp Bürkler (1) 25.04.2016 19:00
      Highlight Highlight Ja, in Auschwitz war ich auch mal. Ist ebenfalls sehr traurig, einfach auf einer völlig anderen Ebene. Vor allem der Raum, wo es Kinderspielzeuge hat, war für mich emotional ziemlich heftig.
  • Maett 25.04.2016 14:26
    Highlight Highlight Schöner Artikel, das ist auch noch eines der Reiseziele auf meiner (viel zu) langen Liste.

    Aber heisst die Stadt nicht Prypjat? Prybjat lese ich zum ersten Mal. Man schreibt ja auch auf Russisch Припять und nicht Прибять (п ist ein p, б ein b) - und Ukrainisch ist es Прип'ять, also auch mit hartem p.
    • Philipp Bürkler (1) 25.04.2016 14:44
      Highlight Highlight Maett, da hast du allerdings recht.
  • Coach Cpt. Blaze 25.04.2016 13:26
    Highlight Highlight Der Besuch in Tschernobyl war auch für mich eines der beeindruckendsten, traurigsten und gleichzeitig bedrückendsten Erlebnissen je! Sehr, sehr krass und wer die Möglichkeit dazu hat sollte sie unbedingt nutzen.
  • Fumo 25.04.2016 13:24
    Highlight Highlight Gibt es die Bilder auch ohne grausamen Instagram Filter?
    Sonst guter Artikel.
    • Human 25.04.2016 15:28
      Highlight Highlight Das gehört doch zum Retro Look Fumo :D

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