Bewährungsstrafe für EM-Schiedsrichter David Coote wegen Kinderpornografie
Der frühere Premier-League-Schiedsrichter David Coote ist wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt worden. Er hatte zuvor zugegeben, auf seinem Laptop ein Video gespeichert zu haben, das einen 15-jährigen Buben bei sexuellen Handlungen zeigte. Coote hatte die Vorwürfe anfangs bestritten, sie dann aber im September vergangenen Jahres eingeräumt und auf schuldig plädiert.
Former Premier League referee David Coote has been handed a sentence of nine months, but suspended for two years, meaning he avoids prison after pleading guilty to making an indecent image of a child. pic.twitter.com/gph5WSD3ka
— Ben Jacobs (@JacobsBen) January 8, 2026
Der Fall ist nur der jüngste in einer ganzen Reihe von aufsehenerregenden Verfehlungen des 43-Jährigen. Ende 2024 hatte sich die englische Schiedsrichter-Organisation von Coote getrennt. Zuvor hatte unter anderem ein Video, in dem er sich abfällig über den früheren Liverpool-Trainer Jürgen Klopp äusserte, für Empörung gesorgt.
Die UEFA hatte den Engländer für längere Zeit gesperrt, nachdem ein weiteres Video aufgetaucht war, das ihn während der EM 2024 in Deutschland in einem UEFA-Hotel beim Konsum von Kokain zeigen soll. Coote war damals im Team der Unparteiischen im Bereich Videobeweis tätig.
Coote hatte unter anderem psychische Probleme und eine zerbrochene Beziehung für die Verfehlungen verantwortlich gemacht. Seine Strafmassverkündung vor dem Crown Court Nottingham nahm er einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge zitternd entgegen. Äussern wollte er sich demzufolge nicht. Neben der Bewährungsstrafe wurde Coote auch zu 150 Sozialstunden verurteilt. Er muss sich zudem für eine Dauer von zehn Jahren von Minderjährigen fernhalten. (sda/dpa)
