Steve Bannon wollte zusammen mit Jeffrey Epstein den Papst stürzen
Er war der Chefstratege, Strippenzieher und Verbündeter von US-Präsident Donald Trump während dessen erster Amtszeit. Und er taucht prominent in den Epstein-Files auf. Die Rede ist von Steve Bannon.
So sind Nachrichten aktenkundig, in denen Bannon Epstein schrieb, dass er «Papst Franziskus stürzen wird». Das berichtet CNN.
In einer anderen Nachricht verglich Bannon den Vorgänger des aktuellen Papstes, Leo XIV., mit den Clintons, Xi Jinping und der EU – alles erklärte Feinde von Bannon.
Papst Franziskus war ein dezidierter Gegner der nationalistischen und rechtspopulistischen Ideologie von Bannon. Der Argentinier setzte sich während seines Pontifikats wiederholt für Migranten und Migrantinnen ein.
Wohl auch deshalb schmiedeten Bannon und Epstein Pläne, einen vatikankritischen Film zu realisieren. Konkret schwebte Bannon vor, das Buch «In the Closet of the Vatican» zu verfilmen. Das Enthüllungsbuch des französischen Journalisten Frédéric Martel thematisierte Homosexualität im Vatikan und behauptete, 80 Prozent der Geistlichen im Vatikanstaat seien schwul.
Epstein hätte den Film finanzieren und als Executive Producer auftreten sollen.
Es waren bei Weitem nicht die einzigen Nachrichten, die Bannon und Epstein austauschten. Chatverläufe zeigen, wie die beiden Männer immer wieder Artikel über den Vatikan teilten und diskutierten.
Bannon gilt in Europa und insbesondere in Italien als einflussreich. Er hat sich wiederholt mit Vertretern der Fratelli d'Italia getroffen und sie beraten – der postfaschistischen Partei von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Mit ihr teilt er die rechtsnationalistische, migrationsfeindliche Haltung.
Nicht zufällig hatte Bannon 2014 einen Ableger seines Alt-Right-Mediums «Breitbart News» in Rom eröffnet. Er bezeichnete die Stadt als «neues geopolitisches Zentrum».
Immer wieder geht es in den Epstein-Files um Papst Franziskus. In einer Nachricht an seinen Bruder Mark schreibt Jeffrey Epstein im Scherz, er plane Papst Franziskus für eine Massage einzuladen während dessen Besuchs in den USA 2015. Papst Franziskus starb im April 2025 im Alter von 89 Jahren.
(her)
