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Nach EU-Aussprache – Türkei nimmt Hunderte Migranten fest



Nur Stunden nach der Übereinkunft mit der EU über die Begrenzung des Flüchtlingsstroms haben die Behörden der Türkei rund 1300 Migranten festgenommen. Diese wollten offenbar über das Meer nach Griechenland.

epaselect epa05047970 European Commission President Jean-Claude Juncker (R) and Tukish Prime Minister Ahmet Dvutoglu (L) at the end of a news conference during an extraordinary EU Summit with Turkey in Brussels, Belgium, 29 November 2015. The meeting marks a step in developing EU-Turkey relations and contributing to managing the migration crisis. Turkey and the European Union have agreed on a plan to tackle migration flows, German Chancellor Angela Merkel says after the meeting.  EPA/OLIVIER HOSLET

Der türkische Premierminister Ahmet Dvutoglu mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am 29. November in Brüssel.
Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Polizisten hätten Hunderte Syrer, Iraker, Iraner und Afghanen sowie drei Schlepper nahe der Stadt Ayvacik festgenommen, sagten Vertreter der Küstenwache der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Die Polizeiaktion war die grösste ihrer Art seit Monaten. Die Migranten seien in ein Abschiebezentrum gebracht worden, hiess es in den Behörden. Einige von ihnen würden in ihre Heimatländer zurückgeschickt.

Die Türkei hat der EU am Sonntag zugesagt, den Zustrom von Migranten zu unterbinden. Dafür erhält sie drei Milliarden Euro, um eine bessere Versorgung der Flüchtlinge in der Türkei zu sichern. Ausserdem wurde der Türkei die Visafreiheit für Reisen in die EU in Aussicht gestellt sowie eine Beschleunigung der EU-Beitrittsverhandlungen.

Der Syrienkrieg und die Flüchtlingsströme

Rund 500'000 Menschen sind auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien über die Türkei und das Mittelmeer nach Griechenland gekommen. Von dort gelangten die meisten über die sogenannte Balkanroute nach Mittel- und Nordeuropa. Hunderte Menschen sind bei der gefährlichen Überfahrt über das Meer ertrunken.

(sda/reu)

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