International
EU

Ungarisches Fernsehen verwechselt Übergriffe in Kairo mit jenen in Köln

Ungarisches Fernsehen verwechselt Übergriffe in Kairo mit jenen in Köln

12.01.2016, 21:3013.01.2016, 07:03

Ungarns staatliches Fernsehen hat am Dienstag Bilder von sexueller Gewalt auf dem Kairoer Tahrir-Platz im Jahr 2013 ausgestrahlt und diese als Aufnahmen aus der Silvesternacht in Köln ausgegeben.

Die Internetseite index.hu deckte auf, dass die Bilder aus einem Video auf YouTube stammten, das dort am 30. Juni 2013 eingestellt wurde. Es trägt den Titel: «Eine niederländische Touristin auf dem Tahrir-Platz in Kairo, Ägypten, vergewaltigt».

Die Bilder mit einer jungen blonden Frau wurden im Abendjournal des Fernsehsenders M1 gezeigt und waren auch auf der Internetseite des Senders MTVA zu sehen. Dort war als Text eingeblendet: «Schockierende Bilder der Übergriffe in Köln.» Weiter hiess es, die Bilder seien in der Silvesternacht gedreht worden.

Sexuelle Übergriffe auf Frauen in Menschenmengen wurden in Ägypten in den vergangenen Jahren zunehmend zum Problem. Bei Demonstrationen oder Versammlungen auf dem Tahrir-Platz kreisten Gruppen von Männern immer wieder Frauen ein, missbrauchten oder vergewaltigten sie. Im Internet verbreitete Kamera-Aufnahmen dieser Überfälle lösten Entsetzen aus. (jas/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Russland kündigt noch härtere Schläge gegen Ukraine an
Das russische Verteidigungsministerium hat eine noch weitere Verschärfung seiner Schläge gegen Kiew und andere Gebiete der Ukraine angekündigt. Damit reagiere Moskau auf Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, weitere militärische Objekte und Rüstungsbetriebe in Russland anzugreifen, teilte das Ministerium mit. Für die Eskalation trage allein Selenskyj die «volle persönliche und politische Verantwortung», hiess es. Den Krieg begonnen hatte Russland.
Zur Story