International
EU

EU-Kommission schlägt grössere Rolle für Frontex auf dem Balkan vor

EU-Kommission schlägt grössere Rolle für Frontex auf dem Balkan vor

25.10.2022, 21:2325.10.2022, 21:23

Im Kampf gegen unerwünschte Migration über den Balkan soll die EU-Grenzschutztruppe Frontex nach dem Willen der EU-Kommission eine grössere Rolle einnehmen. Die Brüsseler Behörde empfahl am Dienstag, darüber mit Albanien, Serbien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina zu verhandeln. Zudem verabschiedete sie Finanzhilfen in Höhe von 39.2 Millionen Euro für das Grenzmanagement der Region. Davon solle hauptsächlich spezielle Ausrüstung wie Überwachungssysteme, Drohnen und biometrische Geräte angeschafft werden.

FILE - Migrants arrive with a dinghy accompanied by a Frontex vessel at the village of Skala Sikaminias, on the Greek island of Lesbos, after crossing the Aegean sea from Turkey, on Feb. 28, 2020. A m ...
Bild: keystone

Die Entscheidung, ob Verhandlungen über ein ausgeweitetes Frontex-Mandat aufgenommen werden, treffen nun die EU-Staaten. Schon jetzt sind Frontex-Beamte an den EU-Grenzen zu Albanien, Serbien und Montenegro im Einsatz, nicht aber zu Bosnien und Herzegowina. Ein neuer Rechtsrahmen sieht jedoch vor, dass sie sowohl an der EU-Grenze als auch an den Grenzen zu Drittländern eingesetzt werden können und zudem mehr Befugnisse bekommen.

Die Migration über den Westbalkan in die EU hatte zuletzt deutlich zugenommen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will ab Donnerstag für mehrere Tage in die Region reisen. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Mehr als 100'000 protestieren in Italien gegen Meloni
Aus Protest gegen die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sind in Italien am Freitag, 30. Oktober, mehr als 100'000 Menschen auf die Strasse gegangen. Die grössten Kundgebungen gab es in Rom, Mailand, Neapel und Turin.
Vielerorts beteiligten sich – wie bei früheren Demonstrationen in den vergangenen Wochen – wieder Schüler und Studenten. Insgesamt fanden im Rahmen eines landesweiten Protesttags in mehr als 50 Städten Kundgebungen mit insgesamt mehr als 100'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Aus Sorge vor Ausschreitungen waren die Sicherheitskräfte im Grosseinsatz.
Zur Story