International
Frankreich

Dämpfer für Macron: Pariser Senat will Politikern nicht verbieten, Verwandte anzustellen

Dämpfer für Macron: Pariser Senat will Politikern nicht verbieten, Verwandte anzustellen

12.07.2017, 11:0712.07.2017, 16:01

Der französische Senat hat gegen ein Verbot der umstrittenen Verwandten-Jobs im französischen Parlament gestimmt. Die Senatoren strichen den Passus in der Nacht zum Mittwoch aus einem Gesetzentwurf, mit dem die Regierung nach zahlreichen Affären strengere Regeln für die französische Politik setzen will.

Das Verbot für Abgeordnete und Senatoren, enge Familienangehörige als parlamentarische Mitarbeiter zu beschäftigen, war ein zentraler Punkt des Textes, der ein Vorzeigevorhaben von Präsident Emmanuel Macron ist.

Macron könnte sich doch durchsetzen

Allerdings könnte die Regierung ihn bei der noch ausstehenden Beratung in der Nationalversammlung wieder einfügen. In der ersten Parlamentskammer hat das Macron-Lager im Gegensatz zum Senat eine absolute Mehrheit, die Nationalversammlung sitzt beim Streit zwischen den beiden Kammern am längeren Hebel.

Das Thema Verwandtenjobs hatte im Präsidentschaftswahlkampf für grosse Schlagzeilen gesorgt. Der konservative Kandidat François Fillon war wegen des Verdachts einer Scheinbeschäftigung seiner Frau auf Parlamentskosten schwer unter Druck geraten. (whr/sda/dpa)

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Was hinter den jüngsten Verhaftungen in Russland steckt
Mit dem langjährigen Verteidigungsminister Sergej Schoigu ging Wladimir Putin einst angeln, jetzt stellt er dessen Verbündete vor Gericht. In Moskau wird wild spekuliert.
Fast zwei Jahre sind vergangen, seit Wladimir Putin Sergej Schoigu seines Amtes enthoben hat. Zwölf Jahre lang war er Verteidigungsminister und galt eigentlich als unersetzlich. Der russische Präsident feierte seinen Geburtstag mehrfach gemeinsam mit Schoigu und zog sich mit ihm regelmässig in die sibirische Taiga zurück. Als Putin 67 Jahre alt wurde, fuhr er zusammen mit Schoigu mit einem Buggy entlang des Flusses Jenissei. Sie sammelten Pilze, bewunderten Zedernzapfen und schnappten frische Luft.
Zur Story