International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot



Bild

Naomi Musenga

In Frankreich hat der wohl vermeidbare Tod einer jungen Frau helle Empörung ausgelöst: Die 22-Jährige starb, nachdem sie den Notruf wählte und dort nicht ernst genommen wurde.

Gesundheitsministerin Agnès Buzyn zeigte sich am Dienstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter «zutiefst betroffen». Sie gab an, Ermittlungen zu den «gravierenden Fehlern» des Notdienstes angeordnet zu haben.

Naomi Musenga hatte Ende Dezember wegen starker Bauchschmerzen den Notruf gewählt, wie französische Medien berichteten. Auf der dreiminütigen Aufzeichnung ist zu hören, wie Musenga starke Schmerzen beklagt und sich sorgt, dass sie sterben könnte.

Der Mitschnitt des Gesprächs:

abspielen

Video: YouTube/Bledi Vision

Am anderen Ende der Leitung antwortet eine Frau: «Natürlich wirst du irgendwann sterben wie alle anderen auch.» Ausserdem ist zu hören, wie sie sich mit einem Kollegen über Musengas Anruf amüsiert. Sie rät der jungen Frau, sich einen Arzt über einen kostenpflichtigen Notdienst nach Hause zu bestellen.

Fünf Stunden später rief Musenga erneut an und wurde von einem Notarzt ins Spital gebracht. Wenig später erlitt sie einen Herzinfarkt und starb. Einem Bericht der französischen Tageszeitung «Le Monde» zufolge ergab eine Autopsie, dass multiples Organversagen der Grund für ihren Tod war.

Der Fall befeuerte die Debatte über das französische Gesundheitswesen. Schon seit Wochen beklagen Ärzte und Krankenpfleger, dass es zu wenig Personal und Ressourcen gibt. (aeg/sda/afp)

Familie in Puerto Rico schreibt Hilfe auf ihr Dach

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

Neue US-Raketenabwehr-Strategie

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

«Eigeninteressen hinten anstellen»

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

49
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nausicaä 10.05.2018 08:42
    Highlight Highlight von der BBC Website:
    While condemning what happened in Strasbourg as shocking, Patrick Pelloux told Le Parisien newspaper the number of ambulance emergencies had mushroomed from eight million in 1988 to 21 million today, while the number of calls had trebled.
    There were carers who were "exhausted, stressed and burnt out, who become detached from the patient's suffering," he said.
    A former Samu worker pointed out that out of 100 calls, only 10 to 20 were real emergencies, with the majority being people who are drunk, anxious or want someone to talk to. "We're constantly afraid of being wrong."
    • Nausicaä 10.05.2018 09:47
      Highlight Highlight Kommentar zu meinem Post: Auch ich bin erschrocken ob der scheinbaren Unmenschlichkeit der Telefonistin. Doch man sollte das Ganze auch im Rahmen des weiteren Kontexts betrachten. Dinge sind nie so einfach, wie sie auf den ersten Blick scheinen...
    • PenPen 10.05.2018 11:16
      Highlight Highlight Da erwartest du leider zuviel von den Usern
    • Nausicaä 10.05.2018 13:02
      Highlight Highlight PenPen: Das denke ich nicht. Ich sehe das Problem in erster Linie darin, dass die Berichterstattung hier viel zu eingleisig ist. Als Geisteswissenschaftlerin bin ich darauf trainiert, beim Denken sowohl in die Breite als auch in die Tiefe zu gehen, wenn ich also zu wenig Infos erhalte, suche ich sie halt anderswo. Aber ich denke, dass viele User den Fall etwas differenzierter beurteilen würden, wenn sie die obigen Infos (BBC) zur Verfügung gehabt hätten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 10.05.2018 07:55
    Highlight Highlight Ist das Französischer Rassismus?
    Ich befürchte es.
    Der Fall muss unbedingt genau untersucht werden!
    Und für diese Unterlassene Hilfeleistung und damit Fahrlässige Tötung muss eine entsprechende Strafe ausgesprochen werden!
    Damit sich so etwas möglichst nicht mehr wiederholt!
    Sonst kann Macron in Trump wirklich bald einen "Bruder im Geiste" sehen...
    • Nausicaä 10.05.2018 10:01
      Highlight Highlight Wie kommst du hier auf Rassismus? Die Hautfarbe kann man ja durchs Telefon nicht sehen. Deutest du anhand von soziolinguistischen 'Hinweisen'?
    • rodolofo 10.05.2018 10:53
      Highlight Highlight Ja, ich bin in der Lage, die Stimmen von Schwarzen zu erkennen.
      Und ich höre solche Stimmen sehr gern!
      Ihr Klang ist meist tief, voll und etwas "rauchig".
    • PenPen 10.05.2018 11:16
      Highlight Highlight @rolfo
      🙈
  • enri irne 09.05.2018 21:35
    Highlight Highlight So wie sie spricht und seufzt, tönt es halt doch sehr stark nach einem Scherzanruf. Ich verstehe daher die Dame am Telefon, dass sie genervt ist. Ich hätte wahrscheinlich auch so geantwortet.
    • Baba 09.05.2018 23:15
      Highlight Highlight Dann können wir alle einfach hoffen, dass Sie - erni irne - nirgends an einer Notfallnummer sitzen 😕

      Wie klingt denn ein in Ihren Augen plausibler Notfall?
    • w'ever 09.05.2018 23:27
      Highlight Highlight ich kann dir nur zustimmen. wenn ich daran denke, dass gewisse leute wegen einem "spiise" im finger in der notaufnahmen des spitals auftauchen...
    • Zwerg Zwack 10.05.2018 00:47
      Highlight Highlight Finde ich gar nicht. Die Dame am Telefon war von Anfang an extrem unfreundlich und abweisend. Wahrscheinlich total im Stress, wie ja im Artikel erwäht wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ~°kvinne°~ 09.05.2018 20:59
    Highlight Highlight Also an mangelndem Personal hats hier mal nicht gefehlt - ea hat jemand das Telefon abgenommen. Es hat hier offensichtlich massiv an Professionalität,
    gefehlt! An was es nicht gefehlt hat ist Dreistigkeit und an unqualifiziertem Verhalten! Das ist echt die Höhe. Richtig traurig. Ohne Worte eigentlich...
  • Mortimer 09.05.2018 19:40
    Highlight Highlight Puhh dann kann man doch nur privatisieren! Es heisst doch so schön, die unsichtbare Hande regelt es für alle fair. Macron wird seine helle Freude haben und der CDU/SPD nach eifern bis auch in Frankreich der Sozialstaat ausgehöhlt wird >.<
    repose en paix, aime l'égalité et la fraternité! Vive la liberté
  • Alnothur 09.05.2018 19:37
    Highlight Highlight Erinnert mich ein wenig an den Fall kürzlich, als eine Notrufangestellte über Jahre *tausende* Anrufe einfach aufgehängt hat, teilweise ebenfalls mit zynischen Kommentaren.
  • Asmodeus 09.05.2018 18:17
    Highlight Highlight Ich hoffe alle involvierten Personen werden wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt und die Dame am Telefon wegen vorsätzlicher Tötung.

    Unglaublich sowas.
    • Baba 09.05.2018 23:20
      Highlight Highlight Wenn überhaupt, wäre es 'fahrlässige' Tötung. Bei aller berechtigten Empörung kann der Notfalltante wohl kaum ein Vorsatz nachgewiesen werden.
    • Asmodeus 10.05.2018 09:55
      Highlight Highlight Kann es. Aufgrund ihres Berufs muss sie solche Anrufe ernst nehmen.

      Wenn die Gegenseite sagt "ich habe Angst zu Sterben" und trotzdem wird nichts gemacht, dann wird bewusst entschieden den Tod in Kauf zu nehmen.

      Ich sehe hier absolut einen Vorsatz.
    • Baba 10.05.2018 10:34
      Highlight Highlight Ja doch, da könnten Sie recht haben, Asmodeus... I stand corrected.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phrosch 09.05.2018 18:08
    Highlight Highlight Die Frau erreicht den Notruf und wird nicht erstgenommen. Da hat es also nicht an Leuten gefehlt. Fehlendes Personal ist nicht immer das Problem.
    • chicadeltren 11.05.2018 18:14
      Highlight Highlight Naja, im Hintergrund schon. Die Aufgabe der Telefonisten ist es ja, nicht wirklich dringende Fälle möglichst abzuweisen, da wenn alle kommen würden, der Notfall seine Kapazität um ein vielfaches übersteigen würde und darunter dann die ernsten Fälle leiden. Die Kunst ist es nun, die ernsten Fälle rauszufiltern, was eben nicht immer ganz einfach ist.
      Bsp. Kopfsz: Könnte eine Hirnblutung sein, ist meistens aber völlig unbedeutend und unspezifisch.
  • Decke 09.05.2018 17:01
    Highlight Highlight Alle finden es wieder schrecklich, doch trotzdem finden unser System alle dumm und wollen keine Prämien bezahlen. Ich für meinen Teil bin froh das es bei uns klappt. Klar, sauteuer, Gesundheit darf aber auch etwas kosten
    • redeye70 09.05.2018 18:41
      Highlight Highlight Der Notruf hat aber nichts mit der KK zu tun. Der Notruf dient allen Blaulichtorganisationen und wird über die Steuern finanziert.
    • Aladdin 10.05.2018 13:26
      Highlight Highlight Hallo Red Eye
      Den Notruf bezahlst du selber. Jenach dem wird dir die Krankenkasse einen Teil zurückerstatten. Es hat also sehr wohl mit dee KK zu tun.
    • redeye70 10.05.2018 22:24
      Highlight Highlight @Aladdin
      Verwechselt du das nicht mit dem Rettungsdienst? Die Notrufzentrale wird von der Polizei betrieben und steht kostenlos zur Verfügung. Ich habe beide Dienste schon beanspruchen müssen. Vom Notruf erhielt ich keine Rechnung. Der Rettungsdienst (Transport ins Spital) kostete CHF 500.00. Der Betrag wurde von meiner KK übernommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Howard271 09.05.2018 15:14
    Highlight Highlight So etwas darf doch einfach nicht passieren
  • Ms. Song 09.05.2018 15:12
    Highlight Highlight Sie haben offenbar nicht nur zu wenig, sondern auch unqualifiziertes Personal.
    • 7immi 09.05.2018 19:37
      Highlight Highlight hast du zu wenig personal, musst du nehmen was vorhanden ist. du kannst nicht mehr wählen zwischen verschiedenen qualifikationen. wegen dem fachpersonenmangel ist auch weniger zeit für weiterbildungen etc vorhanden. ein regelrechter teufelskreis aufgrund von personalmangel. kann man häufig beobachten. hier hat dieser mangel leider tödliche folgen.
    • Masche 09.05.2018 21:21
      Highlight Highlight Zu wenig Personal gab es offensichtlich nicht. Sonst hätten sie sich nicht noch lustig über die Patientin machen können.
    • Alnothur 10.05.2018 13:21
      Highlight Highlight Aber wir haben doch gerade erst ein paar Millionen neue Goldstücke bekommen, die alle so tolle Fachkräfte sind? Hat Claudia Roth gesagt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lezzelentius 09.05.2018 14:50
    Highlight Highlight Was sich da für ein Hass auf solche Leute in mir bildet.
    • Mohina 09.05.2018 15:36
      Highlight Highlight Ich nehme an der hass richtet sich gegen die überhebliche dame vom notruf.
    • Chains 09.05.2018 15:49
      Highlight Highlight @GM
      Benutzer Bild
    • Luky22 10.05.2018 11:48
      Highlight Highlight ..auf die junge Frau oder auf den Notfalldienst?

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Ruedi Lüthy war einer der Pioniere der Aids-Medizin in der Schweiz. Seit 2003 lebt er hauptsächlich in Harare, wo er eine Aids-Klinik aufgebaut hat. Im Interview mit watson spricht er über seine erste Begegnung mit der Krankheit, seinen Umgang mit afrikanischem Aberglauben und die Entwicklung in Simbabwe seit dem Sturz von Diktator Mugabe. 

Anfang der 80er-Jahre war Ruedi Lüthy (77) einer der ersten Ärzte in der Schweiz, der sich mit Aids auseinandersetzte. Als Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich musste er zunächst zusehen, wie seine HIV-positiven Patienten wegstarben, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre war er mit dabei, als in der Schweiz grosse Fortschritte bei der Behandlung von HIV-positiven Menschen erzielt wurden.

2003 gründete Lüthy die Swiss …

Artikel lesen
Link zum Artikel