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Wikileaks-Gründer Assange ersucht um Asyl in Frankreich



In einem Brief an Frankreichs Staatspräsidenten François Hollande hat der Wikileaks-Gründer Julian Assange um politisches Asyl in Frankreich ersucht. 

Monsieur le président de la République, j’ai l’honneur de vous écrire et, à travers vous, de m’adresser au peuple français, Herr Präsident, ich habe die Ehre, Ihnen zu schreiben und durch euch zum französischen Volk zu sprechen. 

So beginnt der mehrseitige Brief, der heute in der französischen Zeitung «Le Monde» veröffentlicht wurde.

Nur Frankreich ist in der Lage, mir den notwendigen Schutz zu bieten vor der politischen – und nur der politischen – Verfolgung, der ich mich ausgesetzt sehe. (...) aufgrund der Geschichte Frankreichs und des Hochhaltens der Werte, die auch meine Werte sind (...).

Botschaftsasyl in Frankreich

Die Nachricht kommt wenige Tage nach der jüngsten Wikileaks-Enthüllung. Darin hat die Whistleblower-Organisation aufgedeckt, dass die USA über mehrere Jahre umfangreiche Wirtschaftsspionage in Frankreich betrieben haben. Auch seien hochrangige Regierungsmitglieder während Jahren von US-Geheimdiensten abgehört worden. 

Assange geniesst momentan politisches Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in Grossbritannien. Gegen ihn ist ein Auslieferungsgesuch der schwedischen Behörden hängig. Assange wird verdächtigt, in Schweden ein Sexualdelikt begangen zu haben. 

Bekanntheit erlangte der Australier im Jahr 2006 als Mitgründer der Whistleblower-Organisation Wikileaks. 2010 veröffentlichte Wikileaks von Chelsea Manning zugespielte geheime Dokumente des US-Militärs und löste damit einen Skandal aus. (wst)

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