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Gesellschaft & Politik

Mexiko Drohnenangriffe auf Justizgebäude in Stadt Tijuana

Drohnenangriffe auf Justizgebäude in mexikanischer Stadt Tijuana

16.10.2025, 12:5416.10.2025, 12:54

In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana sind Justizgebäude mit Drohnen angegriffen worden. Die Drohnen seien bestückt gewesen mit Sprengstoff, der mit Nägeln und anderen Metallgegenständen versetzt gewesen sei, sagte Staatsanwältin María Elena Andrade am Donnerstag vor Journalisten.

Durch die Angriffe sei Sachschaden an mehreren Gebäuden im Hof des Gebäudekomplexes entstanden. Betroffen war demnach die Staatsanwaltschaft, die sich mit Entführungen befasst.

Andrade führte aus, die Explosionen hätten wie Schüsse aus Feuerwaffen geklungen. Vor der Mitteilung der Staatsanwaltschaft hatte das US-Konsulat in Tijuana über Explosionen in dem betreffenden Stadtgebiet informiert und alle US-Bürger aufgerufen, sich von dort fernzuhalten.

Tijuana ist ein wichtiger Transitort für den Grenzverkehr von Menschen und Waren zwischen Mexiko und den USA, aber auch eine wichtige Passage für den Schmuggel von Drogen aus Mexiko in die Vereinigten Staaten. Im Juni hatten die mexikanischen Behörden einen dafür errichteten Schmugglertunnel entdeckt.

Im September wurden Molotowcocktails auf Fahrzeuge geworfen, die vor Gebäuden der Staatsanwaltschaft in Tijuana sowie der Stadt Ensenada rund 115 Kilometer südlich von Tijuana standen. Beide Städte befinden sich im Bundesstaat Baja California ebenso wie der grenznahe Küstenort Playas de Rosarito. Dort war am Freitag vergangener Woche ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft ermordet worden.

Das organisierte Verbrechen in Mexiko verwendet immer öfter Drohnen, um Rivalen oder die Behörden anzugreifen. Das mächtige Drogenkartell Jalisco Nueva Generación nutzt diese Waffen laut der Organisation Insight Crime bereits seit mindestens 2020 und hat demnach sogar eine eigene Drohnen-Division aufgestellt. Der Einsatz von Drohnen durch Drogenbanden wurde bislang insbesondere aus den Bundesstaaten Michoacán und Guerrero an der Pazifikküste sowie aus dem Bundesstaat Guanajuato im Zentrum des Landes gemeldet. (sda/afp)

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«Starre Ziele»: Die deutsche Wirtschaftsministerin macht bei Öl-Treffen brisante Aussagen
Die von der EU angestrebte Klimaneutralität bis 2050 sei womöglich nicht zu schaffen, meint Katherina Reiche (CDU). Reiche tätigte ihre Aussagen an einem Treffen der Öl- und Gasbranche in Texas – und sie kommen nicht von ungefähr.
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