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Ist Europa diesmal auf die Flüchtlingskrise vorbereitet?

Tausende Flüchtlinge drängen an die griechische Grenze. Dort gibt es kein Weiterkommen. Europa unternimmt viel, dass das so bleibt.

Fabian Hock / ch media



Police block a road as migrants look on during clashes outside the Moria refugee camp on the northeastern Aegean island of Lesbos, Greece, on Monday, March 2, 2020. Thousands of migrants and refugees massed at Turkey's western frontier, trying to enter Greece by land and sea after Turkey said its borders were open to those hoping to head to Europe. (AP Photo/Alexandros Michailidis)

Gestrandet auf Lesbos: Migranten strömen aus der Türkei auf die griechischen Inseln. Unklar ist, wie viele kommen. Bild: AP

Die aktuelle Flüchtlingskrise entwickelt sich an drei Brennpunkten: In Nordsyrien, wo sich die Türkei und die von Russland unterstützte syrische Armee gegenüberstehen. An der türkisch-griechischen Grenze, wo immer mehr Flüchtlinge feststecken. Und in Europa, wo man langsam nervös wird. Wie ist die Lage im Moment? Und was passiert als Nächstes? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Der türkische Präsident Erdogan winkt Flüchtlinge in Richtung Europa durch. Doch wie viele kommen tatsächlich?

«Hunderttausende» hätten die Türkei bereits Richtung Europa verlassen, «Millionen» würden folgen, frohlockte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan am Montag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. Merkwürdig nur: In den europäischen Nachbarländern sind diese riesigen Menschenmassen bisher gar nicht angekommen. Bulgarien meldet «null Migration». Die Grenze zu Griechenland wird zwar auf türkischer Seite von Migranten belagert. Die Internationale Organisation für Migration spricht nicht von Hunderttausenden, sondern von etwa 13 000 Menschen.

Wie reagiert Griechenland?

Griechenland verstärkt seine Polizeikräfte und hält Militärmanöver im Grenzgebiet ab. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex will zusätzliche Kräfte schicken. Sie erwartet eine Zuspitzung der Lage, vor allem auf den Ägäisinseln. Am Montag kam es bereits zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Migranten. Diese stammen längst nicht alle aus dem Kriegsgebiet in Syrien, sondern auch aus Afghanistan, dem Iran und weiteren Ländern. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Belagerer zurückzutreiben.

Ursache der Fluchtbewegung sowie für Erdogans Grenzöffnung ist die Konfrontation zwischen der Türkei und Syrien. Wie ist die Lage dort?

Der Krieg zwischen dem Nato-Mitglied Türkei und Syrien ist voll entbrannt. Nach schweren Verlusten am Wochenende eroberten die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Unterstützung durch russische Luftangriffe die wichtige Kleinstadt Sarakib in der Provinz Idlib zurück. Hoffnungen auf einen Waffenstillstand ruhen auf einem Gipfeltreffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan an diesem Donnerstag in Moskau.

Warum ist die türkische Armee in Idlib?

Erdogan hatte vor einem Monat die türkische Armee nach Idlib geschickt, um den Vormarsch von Assads Regierungstruppen in dem letzten von Rebellen gehaltenen Gebiet zu stoppen und eine Fluchtwelle von rund einer Million Menschen aus Idlib in die Türkei zu verhindern.

Droht nun eine Konfrontation zwischen der Türkei und Russland?

Eine direkte Konfrontation mit der russischen Luftwaffe will die Türkei vermeiden. Erdogan sagte am Montag, er hoffe bei seinem Treffen mit Putin auf eine Waffenstillstandsvereinbarung. Derzeit ist jedoch unklar, wie ein Kompromiss aussehen könnte.

Wird keine Lösung gefunden, dürften die Flüchtlingszahlen nach Europa ansteigen. Wie bereitet sich die EU vor?

Indem sie es nicht so weit kommen lässt. Die EU-Spitzen geben Griechenland und Bulgarien Rückendeckung. Die Frontex schickt zusätzliches Personal nach Griechenland. Ziel ist, dass Migranten nicht wie 2015 Richtung Westeuropa durchgewunken werden. Für diesen Fall haben Länder wie Österreich die Schliessung ihrer Grenzen angekündigt.

Die EU ist mit Erdogan einen Deal eingegangen: Die Türkei lässt keine Flüchtlinge durch, dafür bekommt sie Geld. Ist der Deal noch zu retten?

Das hoffen einige EU-Staaten, darunter Deutschland und die Niederlande. Dafür müsste wohl neues Geld gesprochen werden. Ein Grossteil der 6 Milliarden Euro für die knapp 4 Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei ist aufgebraucht.

Welche Lehren hat Europa aus 2015 gezogen?

Der Aussengrenzschutz wurde gestärkt. Die anvisierten 10000 Frontex-Beamten stehen jedoch frühestens 2024 bereit. Die EU-Staaten haben es auch nicht geschafft, das EU-Asylsystem für eine neue Krise fitzumachen. Länder wie Österreich und Ungarn blockieren jegliche Lösung, welche eine Umverteilung beinhaltet. Deutschland und Staaten an der EU-Aussengrenze wollen davon nicht abrücken. (aargauerzeitung.ch)

Gar nicht so schlecht! Flüchtlinge lernen das Alphornspielen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Töfflifahrer 03.03.2020 21:49
    Highlight Highlight Antwort auf den Headliner, Nein.
  • DuhuerePanane 03.03.2020 18:58
    Highlight Highlight Ich fühle mich hin und hergerissen. Die Frage, die ich mir immer wieder stelle ist, was das für ein Unterschied macht ob es vom Krieg fliehende Leute sind oder Wirtschaftsflüchtlinge. Unsere Schweizer Vorfahren haben vor vielen Jahren die verarmte Schweiz auch aus wirtschaftlichen Gründen verlassen und eine neue Existenz im Ausland aufgebaut.
  • 044 508 39 39 het sie gseit 03.03.2020 13:38
    Highlight Highlight Ich glaube wir müssen und bewusst werden, dass die Europäer nach der letzten Flüchtlingskrise, vermutlich die Nase gestrichen voll haben.
    Ich glaube der Grund weshalb die Leute auf der Flucht sind, interessiert auch immer weniger. Zu vielfältig sind die Motive. (die Depots bei uns wurden ja unsinnigerweise mit Eriteern gefüllt.)

    Es mag einfach nichts mehr leiden.

    Entweder erkennt dies die Politik. Gerade die Linken, oder es werden halt nun wieder massiv rechte Parteien gewählt, die sich wenigstens nicht zu schade sind, die nötigen Entscheide zu fällen.

    Aber dann bitte keine Klagen.
  • HerrDerBlitze 03.03.2020 13:17
    Highlight Highlight Es heisst Migranten!!!!!!!!!!!

    Flüchtlinge: Person, die vor jemandem oder etwas flieht oder geflohen ist

    Migranten: jemand, der in ein anderes Land, in eine andere Gegend, an einen anderen Ort abwandert

    Bitte teilt das eurer Simunetta Somaruga mit. Danke 🙏
    • Wiedergabe 03.03.2020 13:57
      Highlight Highlight Tinel, Flüchtlinge können auch Migranten sein. Ausserdem denke ich nicht dass eine Bundesrätin die Grundbegriffe ihres Departments nicht beherrscht.
    • Herr Ole 03.03.2020 13:57
      Highlight Highlight Zu Migranten gehören sämtliche Auswanderer. Hier geht es aber nur um eine Gruppe von Migranten, nämlich um Flüchtlinge.
    • De-Saint-Ex 03.03.2020 14:07
      Highlight Highlight Was für ein Blödsinn! Einfach nur Rechtspopulisten dumm nachgeplappert. Wie wollen Sie wissen, dass in der Türkei alles nur Migranten sitzen? Und falls Sie Schweizer sind, ist es auch IHRE Frau Sommaruga. Ansonsten haben Sie das Prinzip der Demokratie nicht verstanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Noach 03.03.2020 13:11
    Highlight Highlight Dem Herrn Erdogan wurde sehr viel Geld bezahlt!Das ist die Antwort wenn man mit einem Schurken zusammenarbeitet.
  • Booker 03.03.2020 10:52
    Highlight Highlight Diese Flüchtlinge wAren jetzt schon länger in der Türkei, sprechen teils fliessend Türkisch, die Kinder gehen da in die Schule. Es ist wohl für alle besser wenn sie da bleiben oder in Ihre Heimat zurückkehren. Hier gibt es keine Zukunft für sie.
    • Ichiban 03.03.2020 13:08
      Highlight Highlight In ihre heimat, die gerade von dem land in welchem die sich aufhalten zerbombt wird? Ja scheint eine gute lösung zu sein
  • Do not lie to mE 03.03.2020 10:41
    Highlight Highlight Wer Erdogan Geld gibt unterstützt IS in Idlib ""FAKT"". „aa.com.tr“ hat vom Kampfgebiet ein Kurzvideo veröffentlicht wo auf dem schwatzen Armband eine weissen Aufschrift mit Logo ersichtlich ist. Daher darf man der Türkei auf keinen Fall zusätzliche Mittel zu Verfügung stellen, ansonsten machen wir uns Mitschuldig. Das Thema Flüchtlinge/Drohung/Verfolgung von Minderheiten wird nie enden es braucht einen klaren Schnitt politisch sowie wirtschaftlich.
    Benutzer Bild
  • Wat Sohn 03.03.2020 10:31
    Highlight Highlight Ganz nüchterne Fakten an alle, die hier von "Wirtschaftsflüchtlinge" und "alles Männer" schwafeln:
    (Seeankünfte in GR im Januar 2020)

    - Afghanistan 50,2%
    - Syrien 20,6%
    - Irak 3,5%
    - Palästina 3,3%

    - ca. 40% Kinder
    - ca. 20% Frauen
    - Ich geh mal davon aus, dass mind. die Hälfte der Frauen mit einem Partner unterwegs ist. Somit bleiben noch 30% junge Männer, über die sich alle so aufregen.

    Quelle: https://data2.unhcr.org/en/situations/mediterranean/location/5179
    • michiOW 03.03.2020 12:56
      Highlight Highlight Und die restlichen 25%?
    • PrivatePyle 03.03.2020 12:59
      Highlight Highlight Afghanen haben keinen Anspruch auf Asyl weil sie nicht aus Gebieten kommen, wo aktuell Krieg ist.
      Die sollen wieder zurück und mithelfen ihr Land wieder aufzubauen. Mitsamt Frauen und Kinder!
    • Wat Sohn 03.03.2020 13:18
      Highlight Highlight Ein klick auf die Quelle und Sie haben die Info:
      DRC 6%
      Iran 2%
      Staatenlos 1,2%
      Mix aus vielen Staaten/unbekannt 13%
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  • Now 03.03.2020 09:53
    Highlight Highlight Europa in dieser Form ist nicht handlungsfähig und wird sich in ein paar Jahren von innen zersetzen. Zuviele Regierungen stehen innenpolitisch unter Druck um auf eine gewisse Weise zu handeln, dass es auf europäischer Ebene zu keinen Kompromissen kommen kann.

    Zu denken, es sei möglich eine humane Flüchtlingspolitik zu betreiben, während der Prozess der Europäischen Integration noch im vollen Gange ist, war schlicht naiv.
  • Wiedergabe 03.03.2020 09:48
    Highlight Highlight Aber Hauptsache in den Herkunftsländern alles zusammenbomben...
    • michiOW 03.03.2020 12:59
      Highlight Highlight Wen meinst du?
  • Stef96 03.03.2020 09:38
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist Europa selber schuld. Wer einen illegalen und Völkerrechtswiedrigen Krieg in Syrien betreibt, muss damit klar kommen. Man muss das Problem an der Wurzel anpacken (2015)...
  • hüttechäs 03.03.2020 09:33
    Highlight Highlight Europa sollte jetzt endlich mal versuchen, die Ursache des Problems zu bekämpfen und den Konflikt in Syrien stoppen.

    Dies durch Dialog, oder dann mit harten wirtschaftlichen Sanktionen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Türkei wirtschaftlich am längeren Hebel sitzt.

    Spannend zu sehen wäre zudem, wie die Türkei reagieren würde, wenn ein paar EU-Länder einfach mal Soldaten zwischen die Konfliktparteien stellen würden...

    Dem Diktator muss endlich Einhalt geboten werden. Ich zitiere einen bekannten deutschen Philosophen: „Wir brauchen Eier!!!“
    • Wiedergabe 03.03.2020 09:47
      Highlight Highlight Ich stimme ihnen grösstenteils zu!
      Das Problem ist einfach, wenn man Erdogan zu sehr vor den Kopf stösst und er 100'000ende Flüchtlinge in die EU reinschickt, wählen alle aus Angst und Fremdenhass wieder Orban, LePen, AfD und Salvini. Das haben wir ja 2016 gesehen, als es etwa 8x so viele Flüchtlinge hatte wie heutzutage.
      Und so ein nationalistisches Europa wäre brandgefährlich.
    • d10 03.03.2020 10:07
      Highlight Highlight Recht hast Du hüttechäs! Aber die EU tut gar nichts, die scheinen ganz einfach Angst zu haben vor Erdogan und zudem ist die Türkei ja auch noch in der NATO.... Die EU hat diesbezüglich keine Eier.

      Ob "Soldaten zwischen die Konfliktparteien stellen" in Syrien eine gute Idee ist wage ich zu bezweifeln. Denkst Du Hayat Tahrir al-Sham oder die Türken oder die Syrer/Russen würden einfach aufhören, wenn sich dort ein paar Deutsche oder Franzosen tummeln, die zumindest letztere nicht als neutral empfinden würden?
    • hüttechäs 03.03.2020 17:43
      Highlight Highlight @Wiedergabe: Sie haben natürlich recht. In meiner Wunschwelt würde man die Flüchtlinge wieder in ihrem (durch die mutige EU konfliktbefreitem) Herkunftsland ansiedeln, wo sie beim Wiederaufbau anpacken (gerne auch mit unserer Unterstützung). Dies würde den Rechten den Wind aus den Segeln nehmen.

      @d10: Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Assad oder irgendeine andere Kriegspartei Soldaten von EU-Mitgliedern angreifen würden. Die EU ist zwar ohnmächtig, aber weltpolitisch gesehen nicht unmächtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter Sahli 03.03.2020 09:29
    Highlight Highlight Und die SVP so "Juhu, endlich wieder Flüchtlinge! Begernzungsinitiative olé!"
    Benutzer Bild
    • Jaklar 03.03.2020 12:57
      Highlight Highlight Du hast recht. Die svp wird das wieder ausnützen. Die sind sich für nichts zu schade.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 03.03.2020 13:20
      Highlight Highlight Was heisst hier ausnützen? Es gibt ein Problem und die Politik ist dazu da dieses zu lösen.
      Es ist ja nicht die Schuld der svp, wenn die SP/Grünen sich weigern, überhaupt darüber zu sprechen.
      🤷🏾‍♂️
      Selbst schuld sag ich da.
    • Walter Sahli 03.03.2020 13:36
      Highlight Highlight Was sind denn so die Lösungen der SVP, Telefonnummer? Mauer um die Schweiz bauen und Waffen in den nahen Osten liefern?
    Weitere Antworten anzeigen
  • öpfeli 03.03.2020 09:26
    Highlight Highlight Da kriechen aber bestimmte User wieder aus ihren Löchern und hauen im warmen, sicheren Zuhause mal kräftig in die Tasten.

    Flüchtlinge sind nicht die Wurzel des Übels. Richtet eure Wut auf die, welche in ihrem Chefsessel sitzen und ihre Arbeit falsch oder nicht machen und dabei ihre Macht ausnutzen.
    • Gegu 03.03.2020 09:42
      Highlight Highlight Danke für deinen Kommentar!
      Mir aus dem Herzen gesprochen.
    • Rabbi Jussuf 03.03.2020 10:16
      Highlight Highlight öpfeli
      Wenn du dich aus deinem Fauteuil herausbequemen würdest, könntest du bemerken, dass niemand die "Flüchtlinge" als Wurzel des Übels bezeichnet.
    • öpfeli 03.03.2020 11:43
      Highlight Highlight Rabbi Jussuf
      mach du mal bitte deine Augen auf und lese die Kommentare aller Artikel zur aktuellen Lage.
      Da wird geblitzt wie das Zeug hält, es kommen wieder diese "sind doch alles Wirtschaftsflüchtlinge" Kommentare,... viele sind negativ auf Geflüchtete zu sprechen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 03.03.2020 09:13
    Highlight Highlight Die EU ist halt auch nur ein linkes Gebilde. Wie lösen linke Probleme? Gar nicht. Sie schütten sie nur mit Geld von anderen zu und die Probleme darunter werden immer grösser, bis sie explodieren. Der grösste Wahlhelfer der AfD sind die linken Parteien.
    • Liselote Meier 03.03.2020 12:04
      Highlight Highlight Ja ne ist klar die EU ist ein linkes Gebilde. Weder wurde die EU von Linken gegründet noch gibt es dort eine Linke Mehrheit.

      Die Macht dort haben die Konservativ-Bürgerlichen. von der Leyen Christlich-Demokratisch, Junker Christlich-Demokratisch, Barroso Christlich-Demokratisch.

      Von Politik hast du keine grosse Ahnung, die EU ist ein Neo-Liberales Konstrukt.
    • Wiedergabe 03.03.2020 12:11
      Highlight Highlight *Die EU ist halt auch nur ein linkes Gebilde*
      Wenn sie als "links" alles abweichend von Nationalismus definieren, ist ihre Aussage korrekt, einfach ihre Definition ist Unfug.
    • Dong 03.03.2020 12:47
      Highlight Highlight Einigen wir uns auf "Innen durch und durch neoliberal, aber aussen mit künstlichen linken Aromastoffen parfümiert". Und weil sie Staatsgrenzen abschaffen, flutscht es bei den Linken, und weil sie Freihandel wollen flutscht es bei den Rechten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr no 03.03.2020 09:08
    Highlight Highlight Liebe Gutmenschen. Akzeptiert doch endlich mal, dass es Menschen und Regierungen gibt, die einfach nicht noch mehr Flüchtlinge aufnehmen wollen, die mit anderen Leuten nicht alles teilen wollen. Deshalb blockieren gewisse Länder auch einen EU-Verteilschlüssel. Und jedem der sich hier darüber empört, steht es frei all sein Vermögen mit den Notleidenden zu teilen oder seinen Platz hier jemanden zu geben, der es nötiger hat.
    • öpfeli 03.03.2020 11:44
      Highlight Highlight Das "Gutmensch" kannst du dir sparen.
      Solange die Regierungen Kriege anzetteln, unterstützen und weiterführen, sollen sie auch für Geflüchtete sorgen.
      Man erntet was man säht. Ist einfach so.
    • Wiedergabe 03.03.2020 12:53
      Highlight Highlight Also, ersten finde ich es nicht verwerflich, zu versuchen ein guter Mensch zu sein.
      Zweitens muss man sich der Tatsache bewusst werden, dass entgegen der landläufigen Meinung streng mit Flüchtlingen umgegangen wird, sei es von der EU, von Merkel oder der CH. Dossiers werden geprüft, Leute zurückgeschickt, in Lybien eine Küstenwache aufgebaut und und und.
      Leider sind die Massnahmen konstruktiver Politiker weit weniger publik als das unkonstruktive Blocken, Jammern und Poltern von Exponenten wie Orban.
    • Liselote Meier 03.03.2020 13:43
      Highlight Highlight Na wenn die Bösmenschen keine Regime-Changes durchführen würden, und aufhören würden die 3. Welt auszuplündern gäbe es auch nicht so viele Flüchtlinge
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gipfeligeist 03.03.2020 09:02
    Highlight Highlight Also wenn ich das richtig sehe, arbeitet Europa kräftig daran die Festung abzuschliessen. Reine Symptombekämpfung um auch ja nichts an der Ungleichheit ändern zu müssen.

    "Die Ehre des Menschen ist unantastbar" wird also ausgelegt als "Die Grenzen mit Stacheldraht und Tränengas vor Schutzlosen verteidigen" ...
  • Chatzegrat Godi 03.03.2020 08:28
    Highlight Highlight Leider nehmen auch hier auf Watson die geistigen Pantoffeltierchen langsam überhand. Die Lage in der Türkei u. Griechenland ist vorallem so prekär, da die EU ihre Versprechungen nicht einhält und diese zwei Länder (Italien übrigends auch) im Stich lässt. Nun sieht man wie dieser EU Büromoloch funktioniert - nämlich gar nicht. Von Solidarität keine Spur. Und dieses Nichthandeln gibt jetzt natürlich den Rechtsextremen noch mehr Futter. Eine Schande! Zum Glück sind wir als Schweizer nicht in diesem EU-Lügengebilde.
    • Eskimo 03.03.2020 09:04
      Highlight Highlight Leider sind wir eben doch in diesem Lügengebilde. Auch wenn nicht Hochoffiziell. Deshalb Bilaterale und Schengen sofort kündigen!
    • Amadeus 03.03.2020 09:07
      Highlight Highlight @Chatzegrat Godi
      Im Artikel steht aber etwas anderes.

      "Die EU-Spitzen geben Griechenland und Bulgarien Rückendeckung. Die Frontex schickt zusätzliches Personal nach Griechenland."
    • brudi 03.03.2020 09:21
      Highlight Highlight @godi

      Hast leider recht. Viele denken nur noch schwarz-weiss, entweder oder, ganz oder gar nicht. Erdogans böse, Trümpfe böse, Chemie böse, und und und....
      Hier gibt es so viele Experten zu allen möglichen Themen, verwunderlich gibt es überhaupt noch Probleme
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  • MarGo 03.03.2020 08:13
    Highlight Highlight Der Grossteil der 6 Mrd sei aufgebraucht??
    Nein! (BPK von gestern schauen!) - die EU hat der Türkei seit 2015 soviel Geld versprochen, ausgezahlt wurden noch nicht mal 3 Mrd... das ist ja der Grund, warum Erdi die Grenzen aufmacht, Druckmittel für schnellere Geldzahlungen... Hier müsste die EU endlich handeln und sich an die Vereinbarungen halten. Zudem sind 6 Mrd für 4 Mio Flüchtlinge über einen Zeitraum von 5 Jahren doch eher wenig - auch hier drückt die Türkei auf weitere Gelder...
    • Do not lie to mE 03.03.2020 08:41
      Highlight Highlight Griechen 2500 illegale Einwanderer zurückgeschickt.
      gegen
      25,000 legale Einwandere von der Türkei übernommen.
      Vom Deal 1:1 weit entfernt.
    • Locutus70 03.03.2020 08:54
      Highlight Highlight Falsch - die EU überweist das Geld an Hilfsorganisationen in der Türkei und nicht an die türkische Regierung. Das ist es, was dem Diktator Erdogan stinkt.
      Er würde das Geld gerne für seinen Angriffskrieg verwenden.
    • P. Silie 03.03.2020 08:54
      Highlight Highlight Nicht ganz korrekt.. Erdogan kritisiert, dass die Auszahlungen an NGO's und Dritte gehen würde, statt an Erdogan direkt.. Dieser hätte natürlich seine Fingerchen äusserst gerne direkt im Honigtöpfchen
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  • WID 03.03.2020 08:09
    Highlight Highlight Die EU hat es nicht im Griff, Zigtausende Flüchtlinge kommen nach Europa. Die Strassen werden dadurch ein wenig farbiger und vielfältiger. Aber: Das belastet die Sozialkassen, das Bildungsniveau sinkt noch weiter, die kulturellen Herausforderungen werden noch grösser, der Machismo feiert Höhenflüge, die Kinderehen nehmen zu, die Dichte nimmt zu, der Bedarf an Infrastruktur steigt, der Druck auf günstigen Wohnraum steigt. Die Leute sehen die Probleme und meinen das mit reaktionären, falschen Regierungen lösen zu können. Es wird nicht gut kommen.
    • Amadeus 03.03.2020 09:10
      Highlight Highlight @WID
      Also, nicht mit der Türkei zusammenarbeiten, aber auch keine Flüchtlinge nach Europa lassen. Was wäre dann ihrer Meinung nach eine zeitnah machbare Lösung? Mir fällt ausser Grenzen sperren keine ein (und das funktioniert ja auch nur bedingt)
    • hüttechäs 03.03.2020 09:26
      Highlight Highlight @WID für all deine Aussagen hast du sicherlich Quellen, Zahlen und Fakten, oder?

      Oder doch nicht?
    • Tobias W. 03.03.2020 10:19
      Highlight Highlight @hüttechäs: schlechtes Argument. Sie werden die Leute nicht zwingen können, die Augen zu verschliessen. Mit solcher Arroganz schon gar nicht..

      Dieses „Argument“ lässt Sie vielleicht an der Uni besonders intelligent erscheinen. Aber unter einfachen Leuten ist das, was wir tagtäglich mit eigenen Augen zu sehen bekommen, als Quelle völlig ausreichend. Jeder weiss Bescheid.

      Sollten also nicht eher Sie Quellen liefern, wenn Sie die Leute von etwas anderem überzeugen wollen?

      Übrigens: dass ihr mich jetzt gleich abblitzen und abstempeln werdet, ist genau der Grund, warum viele Leute rechts wählen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dong 03.03.2020 07:45
    Highlight Highlight Diese Flüchtlingskrise gäbe es nicht, wenn die europäische Aussenpolitik sich für Stabilität und Perspektiven engagieren würde.
    Stattdessen versuchen sie, die einen Diktatoren zu stürzen, während sie gleichzeitig den anderen Diktatoren in den Allerwertesten kriechen. Das ist zynisch und verantwortungslos.
  • Walter Sahli 03.03.2020 07:42
    Highlight Highlight Europa ist nicht nur nicht vorbereitet, man hat auch nichts aus 2015 gelernt! Statt dass sich die Länder auf ein gemeinsames Vorgehen und das Einrichten von menschenwürdigen Auffanglagern geeinigt haben, handeln die Politiker immer noch so, als wäre dies ein Problem für jedes einzelne Land. Was natürlich ganz im Sinne der Rechtspopulisten ist, die jede vernünftige Lösung ablehnen. Und bewaffnete "Sicherheitskräfte" an die Grenzen zu schicken, ist nicht nur keine vernünftige Lösung, es wird die Situation auch nicht entspannen.
  • Hugobert 03.03.2020 07:30
    Highlight Highlight Tränengas auf Kinder und Familien... alter Falter. Gehts noch!?!

    Das sind unzählige Menschen in prekärsten Situationen in Lagern an der Grenze zu Europa....

    Bin gespannt was wir unseren Enkelkindern für eine Geschichte auftischen, wenn die Frage kommt; ihr habt das schon gewusst, oder?
    • Rabbi Jussuf 03.03.2020 10:22
      Highlight Highlight Mist. Dieser unterschwellige Vergleich mit dem 2.WW ist ganz mies.
    • Tobias W. 03.03.2020 10:31
      Highlight Highlight Naja; die Wahrheit, am besten.

      Wenn man sieht, wie schnell sich „unsere“ Kultur wandelt; wenn die Enkelkinder das auch mitbekommen, wird es vielleicht leichter sein, denen zu erklären, dass dies zu politischen Meinungen führen kann.

      Allerdings werden sie sich vielleicht auch gar nicht vorstellen können, wie friedlich und harmonisch es hier mal war. Das ist ja schon heute kaum noch vorstellbar.

      Und wenn doch, dann würden sie womöglich auch fragen, warum sich einige Leute hier nicht anpassen wollten; nachdem sie ja freiwillig die Schweiz gewählt haben. Diese Frage stellt sich auch mir...
  • Spüdlifalt 03.03.2020 07:19
    Highlight Highlight Die EU ist ein handlungsunfähiger Klotz geworden, der sich selbst blockiert.
    Es ist eine Schande, dass es für ein langjähriges Problem noch immer keine Lösung gibt.

    Und an alle hier, die jetzt von «Wirtschaftsflüchtlingen» reden: auf Basis ein paar Weniger das unsägliche Leid der Menschen, die ihr Alles zurücklassen mussten und ihr Leben riskieren derart zu verunglimpfen ist schlicht unmenschlich!
  • Geiwetschteiler 03.03.2020 07:07
    Highlight Highlight Hat man die Asylpolitik nicht im Dublin-Vertrag geregelt?
    Wo die Asylsuchenden das erste Mal den gesegneten EU-Boden betreten, hat sich jener Staat dem dieser Boden gehört nun drum zu kümmern. Sorry aber meiner Meinung nach sollte sich die EU mindestens an ihre eigene Verträge halten bevor sie Drittstaaten sagen will, was zu tun oder zu lassen ist.
    • Rabbi Jussuf 03.03.2020 10:23
      Highlight Highlight Dass dieses Asylgesetz nicht funktioniert, weiss man doch schon seit Jahrzehnten. Geändert wurde nichts.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.03.2020 10:44
      Highlight Highlight Theoretisch.
      Da aber in vielen Ländern Rechtspopulisten und Nationalisten herumplärren und das Problem allen anderen überlassen wollen, ist es schwierig geworden.
  • K1aerer 03.03.2020 06:52
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass sie nur hierher kommen, weil hier Wohlstand herrscht. Sie sind nicht an unserer Kultur interessiert, was wiederum zu Spannungen führen können. Entweder werden sie angehalten oder sie werden vollkommen untersucht und klargemacht wie die Spielregeln sind.
    • Todesstern 03.03.2020 07:16
      Highlight Highlight Es leben auch hier viele in Armut. Auch viele Schweizer.
    • Michael Mettler 03.03.2020 07:25
      Highlight Highlight Komplett arroganter Kommentar. Wie wenn wir uns hier im Westen an die Spielregeln halten würden. Wie wenn wir nicht vom Wohlstand profitieren wollen. Und wie wenn wir garantiert nicht schuld sind an der Flüchtlingskrise...
    • Markus97 03.03.2020 07:30
      Highlight Highlight Oder man behandelt sie nach Genfer Konvention. Aufnehmen, Verpflegen, auf das Ende des Krieges warten, heimschicken. Ohne Aussicht auf ein Bleiberecht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • luegeLose 03.03.2020 06:36
    Highlight Highlight Auf die Frage warum Erdogan in Syrien einmarschierte : afaik er wollte in erster Linie seine Feinde, die Kurden, ausschalten.
    • Rabbi Jussuf 03.03.2020 10:28
      Highlight Highlight Erst in zweiter Linie die Kurden.
      Als erstes geht es ihm darum seinen Einflussbereich zu erweitern und möglichst sein osmanisches Reich zu vergrössern. Es gibt da ganz offen Pläne, welche Gebiete künftig dazu gehören sollen - es ist nicht wenig!
  • Randy Orton 03.03.2020 06:35
    Highlight Highlight Naja wenn man in Zeitungen Worte wie „Krise“ und „Belagerer“ braucht um vor dem Krieg und Elend flüchtende Menschen, die eine bessere Zukunft suchen, zu beschreiben, ist es kein Wunder, wenn Rechtsextremismus salonfähig wird und an Grenzen Flüchtlinge verprügelt werden.
    • Xonic 03.03.2020 06:46
      Highlight Highlight Leider sind ein Grossteil davon Wirtschaftsflüchtlinge und nicht aus Kriegs- oder Krisengebieten.
    • Randy Orton 03.03.2020 07:08
      Highlight Highlight @Xonic, wie viele Prozent & aus welchen Regionen? Worauf stützt du diese Behauptung? Zudem würden die ja hier eh kein Asyl erhalten, also kein Grund zur Panik.
    • Hugobert 03.03.2020 07:12
      Highlight Highlight @xonix Dir ist schon bewusst, dass du einfach nur massiv Glück hattest hier geboren zu sein? Nicht komplett verarmt oder in einem Kriegsgebiet oder whatever. Überleg dir mal wie viel es braucht, bis ein Mensch seine Heimat und sein komplettes Umfeld hinter sich lässt. Es gab auch eine Zeit, da sind Schweizer emigriert, weil hier grosse Armut herrschte. Es ist absolut menschlich seine Situation verbessern zu wollen. Du würdest wohl exakt gleich handeln. Für nen fetten Job nach Stockholm oder sowas. Ah stimmt, so unter Europäern is das ja easy. 🤢
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  • Des Heiland's Sack 03.03.2020 06:07
    Highlight Highlight Diese Spekulation und dieser Handel mit Menschenleben macht mich krank. Sie sind reine Spielbälle geworden, werden von da nach dort geworfen.
    Wenn ich als junger, gesunder Mann einer der wenigen wäre, der mittels verzweifelten Kampfes durch eine Bresche nach Griechenland kommt, im Wissen, dass dies zahllosen Familien verwehrt bleibt und mir dabei derart feindselige Gewalt entgegengeschmettert, wäre ich dann wirklich so friedlich, wenn ich da in der CH stünde, nachdem mir meine pure Existenz derart strittig gemacht wurde? Wärt ihr das? Wohl nicht.
    So kreiert man Gewaltbereitschaft. Habt ein Herz.
  • Coffeetime 03.03.2020 06:06
    Highlight Highlight Das Problem geht für mich noch weiter: zum einen erreichen die Flüchtlinge zwar einen sicheren Hafen in Europa bis aber viele merken, dass sie nicht do leicht am "Reichtum" teilhaben können, weil ihnen Sprache und Bildung fehlt... das Ganze ist so komplex.
    • Geiwetschteiler 03.03.2020 07:18
      Highlight Highlight So komplex ist das nicht.
      Die Leute wollen ein besseres Leben. (Kann ich nachvollziehen) Können aber nahezu nichts dazu beitragen. Also wollen sie nur profitieren. für uns schaut dabei nichts raus.
    • Babatane 03.03.2020 07:46
      Highlight Highlight Die meisten fliehen um sich in Sicherheit zu bringen, nicht um am „Reichtum teilhaben“ zu können.
    • Abartos 03.03.2020 08:14
      Highlight Highlight Und dies führt verständlicherweise zu Neid und mit der Zeit zu Wut. Arbeitsstellen, die weniger gute Qualifikation brauchen, werden in der Schweiz immer rarer.
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