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Migranten ertrinken vor Griechenland – darunter ein 3-jähriges Kind

26.10.2021, 13:3726.10.2021, 15:54

In der Meerenge zwischen der Türkei und der griechischen Insel Chios sind am Dienstag vier Migranten ertrunken, darunter drei Minderjährige im Alter zwischen drei und 14 Jahren.

Die griechische Küstenwache rettete 22 Menschen, nachdem ein Boot mit Migranten untergegangen war. Dies teilte der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis im Staatsfernsehen (ERT) mit. «Die türkische Küstenwache hätte die Überfahrt stoppen müssen», sagte er.

Wie der staatliche griechische Rundfunk (ERT) unter Berufung auf die Küstenwache Griechenlands weiter berichtete, wird noch ein Migrant vermisst. An der Rettungsaktion nehmen ein Schiff der Nato, zwei Hubschrauber und mehrere Boote der Küstenwache sowie vorbeifahrende Schiffe teil. Starke Winde erschweren die Such- und Rettungsaktion, hiess es in Berichten örtlicher Medien.

Zur Seenotrettung
Das UNHCR schreibt, dass sich eine Rettungsaktion danach richte, in wessen «search and rescue zone» sich das in Seenot geratene Schiff oder Boot befinde.

Und weiter: «Der für die Seenotrettung zuständige Staat ist für die Koordinierung der Rettungsaktion verantwortlich und muss sich um das Finden eines sicheren Hafens kümmern, ist aber nicht selbst zur Aufnahme verpflichtet.»

Es ist international geregelt, dass jedes Gebiet im Meer als «search and rescue zone» einem Staat zugehörig ist. Allerdings sind diese Zonen nicht mit dem Hoheitsgewässer deckend. So hat Italien 2018 einen Teil seiner «search and rescue zone» an Libyen abgetreten.

(yam/sda/dpa)

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Sommaruga auf der griechischen Flüchtlingsinsel Lesbos

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