DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Johnson hat Antworten geliefert – öffentlich werden sollten diese jedoch nicht.
Johnson hat Antworten geliefert – öffentlich werden sollten diese jedoch nicht.Bild: keystone

Boris Johnson hat Antworten zur «Partygate»-Affäre an Polizei geschickt

19.02.2022, 12:53

In der «Partygate»-Affäre um mutmasslich gesetzeswidrige Lockdown-Feiern in der Downing Street ist der Abschluss der Polizei-Ermittlungen ein Stück näher gerückt. Premierminister Boris Johnson habe seine Beantwortung des polizeilichen Befragungsbogens fristgerecht der Polizei zukommen lassen, bestätigte Downing Street nach Ablauf der Frist am späten Freitagabend. Seine Antworten sollten jedoch nicht öffentlich werden.

Ob gegen Boris Johnson persönlich eine Geldstrafe verhängt wird, könnte entscheidend für seine politische Zukunft sein. Eine Reihe von Abgeordneten seiner konservativen Tory-Partei hat bereits öffentlich seinen Rücktritt gefordert, andere wollen das Ergebnis der Polizei-Ermittlungen abwarten. Entziehen ihm mindestens 54 Abgeordnete das Vertrauen, käme es zum Misstrauensvotum.

Johnson und andere Beschäftigte aus der Downing Street, die sich wegen der Feiern Fragen der Polizei stellen mussten, durften vor ihrer Beantwortung Einsicht in die Notizen der Spitzenbeamtin Sue Gray nehmen, die über Wochen Beweise gesammelt hat, wie der Sender ITV am Freitag berichtete. Dies ermögliche den Verdächtigen, ihre Antworten auf die Polizeifragen so zu gestalten, dass sie nur angeben, was die Polizei ohnehin schon weiss, hiess es in einem Bericht.

Von der Opposition kam Kritik: «Entscheidungen wie diese tragen nicht zu mehr Vertrauen der Bevölkerung bei. Jeder Eindruck von Verschwörung oder Vertuschung wäre katastrophal für das öffentliche Vertrauen sowohl in die Regierung als auch in die Polizei», twitterte der Chef der Liberaldemokraten, Ed Davey. (viw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So sieht Boris Johnsons Fauxpas im Video aus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Blockade von Schweden und Finnland: Könnte die Nato Erdoğan rauswerfen?
29 Nato-Staaten sind dafür, nur die Türkei stellt sich quer: Präsident Erdoğan blockiert den Nato-Beitritt von Schweden und Finnland, um eigene politische Ziele zu erreichen. Muss das Militärbündnis sich das gefallen lassen?

Die sicherheitspolitische Lage ist kritisch:  Russland führt in der Ukraine einen blutigen Angriffskrieg und der russische Präsident Wladimir Putin greift mit seiner Invasion auch die aktuelle Weltordnung an. Es gibt also Gründe genug, warum die Nato geschlossen auf diese Bedrohungen reagieren muss. 

Zur Story