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epa07750244 Boris Johnson, British prime minister, delivers the opening remarks during the National Policing Board meeting in London, Britain, on 31 July 2019.  EPA/Simon Dawson / POOL

Boris Johnson: Seine Ausgangslage hat sich abermals erschwert. Bild: EPA

Schlappe für Johnsons Tories bei Nachwahl in Wales



Der neue britische Premierminister Boris Johnson hat einen Rückschlag erlitten: Seine konservativen Tories verloren am Donnerstag eine Nachwahl zum Unterhaus in einem Wahlkreis in Wales. Damit reduziert sich ihre Regierungsmehrheit im Unterhaus auf einen Sitz.

Der konservative Kandidat Chris Davies unterlag im Wahlkreis Brecon und Radnorshire der Kandidatin der europafreundlichen Liberaldemokraten, Jane Dodds, wie in der Nacht auf Freitag veröffentlichte Ergebnisse zeigen. Dodds holte 13.826 Stimmen, Davies 12'401 Stimmen. Der Kandidat der Brexit-Partei kam auf 3331 Stimmen, während die Arbeiterpartei mit 1680 Stimmen den vierten Platz belegte.

Bei der Abstimmung galt die Kandidatin der europafreundlichen Liberaldemokraten als Favoritin. Ihr Sieg erschwert es Johnson zusätzlich, seine Ankündigung umzusetzen, den Brexit bis zum 31. Oktober notfalls auch ohne Abkommen abzuwickeln.

Conservative candidate Chris Davies, left, looks as Liberal Democrats' Jane Dodds, right, gives a winner's speech after winning the seat in the Brecon and Radnorshire by-election at the Royal Welsh Showground in Llanelwedd, Builth Wells, Wales Friday Aug. 2, 2019. (Ben Birchall/PA via AP)

Jane Dodds bei der Siegesrede: Der unterlegene Chris Davies (links) muss zuschauen. Bild: AP

Für Johnson war die Nachwahl der erste Test nach seiner Amtseinführung in der vergangenen Woche. Im Unterhaus haben die Konservativen und ihr Koalitionspartner DUP aus Nordirland jetzt nur noch 319 Sitze, gegenüber 318 Abgeordneten der gesamten Opposition.

Warnung vor hartem Brexit

Während ihrer Kampagne hatte Dodd vor einem harten Brexit gewarnt, also einem Austritt Grossbritanniens aus der EU ohne Abkommen. Ein solcher würde die Bauern in Wales vermutlich wirtschaftlich hart treffen. «Meine allererste Handlung als Parlamentsabgeordnete, wenn ich nach Westminster komme, wird sein, Boris Johnson zu finden, wo immer er sich versteckt, und ihm laut und deutlich zu sagen: Hör auf, mit der Zukunft unserer Gemeinschaft zu spielen und verzichte auf einen harten Brexit», sagte Dodds nach ihrem Sieg.

Die Nachwahl war nötig geworden, nachdem der konservative Abgeordnete Davies sein Mandat hatte aufgeben müssen. Er war wegen falscher Abrechnungen verurteilt worden. Davies räumte daraufhin Fehler ein, trat bei der Nachwahl aber erneut für die Tories an.

Der Wahlkreis Brecon und Radnorshire stimmte beim Brexit-Referendum 2016 mit 52 Prozent für einen Austritt aus der Europäischen Union. (sda/afp/dpa/ap)

Boris Johnson ist der neue Chef der Tories

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alteresel 02.08.2019 11:04
    Highlight Highlight Erwacht das Königreich endlich?
  • rodolofo 02.08.2019 09:32
    Highlight Highlight Hahaa, da rauft sich Einer die Haare!
    Aber das tut er ja sowieso, damit er volkstümlich und sympathisch erscheint...
    In Wales haben sie offenbar kapiert, dass die Leidtragenden von einem No Deal - Brexit vor allem die einfachen Bauern und Fischer wären!
    Das Brexit-Projekt soll dem FINANZPLATZ London zu freiem und skrupellosem Geschäften in einer Neo-Kolonialen Weltordnung verhelfen, mit multinationalen Konzernen, wie der Chinesisch-Britischen Fusionsbank HSBC, so dass die neu-alten Kolonien des Imperiums komplett ausgesaugt werden können und die Büro-Türme weiter in die Höhe wachsen...
  • DER Baron 02.08.2019 08:49
    Highlight Highlight Na gut, keine riesen Sensation.
    Einerseits gibt es berechtigte Vorbehalte gegen Davies und andererseits war der Sitz in diesem Wahlkreis schon von mitte 90er bis 2015 in LibDem Hand.
    Brexit Votum hin oder her
  • zeromaster80 02.08.2019 06:37
    Highlight Highlight Ich kann einem Wahlsystem nicht viel abgewinnen, bei dem eine Fragmentierung /Vergrösserung der Auswahl offensichtlich massiv die Interessen der Wähler schwächt. Der Wahlkreis war auch jetzt mehrheitlich pro Brexit, warum keine Stichwahl zwischen den beiden mit den meisten Stimmen? Eine absolute Mehrheit hatte ja keiner.
    • swisskiss 02.08.2019 13:21
      Highlight Highlight zeromaster80: Wow! Jetzt wirds ganz bedenklich! Fragmentierung der Wählerinteressen. Ja dami namal, dass nennt man Pluralismus in einer Demokratie. Sowenig das Volk eine homogen denkende und wählende Masse ist, sowenig sind die Interessen der Wählenden gleichgeartet und werden durch eine Mengenbeschränkung der Parteien adäquat verteten. Es ging auch nicht um ein Brexit Referendum, sondern um die Wahl eines Abgeordneten.

      Wer ein Zweiparteiensystem propagiert, ist ein Antidemokrat, der die Interessen von
      Minderheiten und ihren Anspruch auf politische Vertretung ablehnt.
    • zeromaster80 02.08.2019 18:06
      Highlight Highlight Ähhh, was hast Du gelesen? Ich Pranger an, dass die Stimmen von 5000 Wählern verloren gehen durch das Wahlsystem! Hätte es nochmals eine Stichwahl gegeben, da keiner die absolute Mehrheit erreicht hat, wäre es ev. anders ausgegangen... Wie man daraus ein Statement pro 2 Parteiensystem rausliest oder ein Votum gegen politische Vielfalt, erschliesst sich mir nicht.

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