International
Grönland

Republikanishe US-Senatorin kritisiert Trumps Grönland-Pläne

US-Senatorin: «Grönland sollte als Verbündeter gesehen werden, nicht als Besitz»

16.01.2026, 19:1616.01.2026, 19:16

Mehrere US-Parlamentarier haben bei einer Reise nach Dänemark die Ansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland kritisiert. «Grönland sollte als Verbündeter gesehen werden, nicht als Besitz», sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski bei einer Pressekonferenz im dänischen Parlamentsgebäude in Kopenhagen.

Zuvor hatten Murkowski, weitere Senatoren und Mitglieder des US-Repräsentantenhauses sich mit Parlamentariern aus Dänemark und Grönland getroffen. Auch ein Treffen mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und dem grönländischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen stand auf dem Programm der Delegation.

US-Parlamentarier wollen Wogen glätten

Die Republikanerin Murkowski, die für den US-Bundesstaat Alaska im Senat sitzt, ist dafür bekannt, dass sie zu den wenigen Parteikollegen des US-Präsidenten gehört, die nicht vor eine Konfrontation mit ihm zurückschrecken. Sie gehört auch zu den Initiatorinnen eines Gesetzentwurfs, der es Trumps Regierung verbieten würde, das Gebiet eines Nato-Staats ohne die Zustimmung des betroffenen Bündnispartners zu annektieren, zu besetzen oder anderweitig zu kontrollieren.

epa12653973 US Senator Lisa Murkowski speaks at a press conference after a meeting between members of the Danish Parliament, a Greenlandic committee, and US Congress members at Christiansborg. Copenha ...
Lisa Murkowski während der Medienkonferenz in Dänemark.Bild: keystone

Das weitgehend autonome Grönland gehört zum Hoheitsgebiet Dänemarks. US-Präsident Trump hat wiederholt deutlich gemacht, dass Amerika sich die grösstenteils von Eis bedeckte Insel einverleiben will – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen.

Die US-Parlamentarier waren in die dänische Hauptstadt gereist, um mit grönländischen und dänischen Kollegen ins Gespräch zu kommen. Man wolle deren Perspektiven mit zurück in die USA nehmen, um «die Temperatur zu senken» in der derzeit aufgeheizten Debatte, sagte der demokratische Senator aus Delaware, Chris Coons.

In Anspielung auf einen der Gründe, den Trump für die Notwendigkeit einer Übernahme Grönlands durch die USA nennt, sagte Coons: «Gibt es Bedrohungen für die Sicherheit Grönlands durch Russland und China? Nein, derzeit nicht.» (sda/dpa)

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Amadeus
16.01.2026 20:20registriert September 2015
Man stelle sich nur mal vor wie viele Millionen Dollar und Euro bereits verbraten wurden, nur weil der 🍊 nicht aufhört auf seiner Grönland-Idee ruzureiten.
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Raki
17.01.2026 06:32registriert Januar 2024
Fast 2/3 der US-Amerikaner versuchen zwischenzeitlich die Wogen zu Glätten, den Schaden zu reparieren, Bündnisse zu erhalten und zu kitten, was EIN Typ (angefeuert durch ein paar Fascho-Cheerleader und Opportunisten) angerichtet hat und weiter anrichtet. Ein Typ, der komplett ausser Kontrolle geraten ist und dessen Meinung und Politik je nach Konsistenz des morgendlichen Häuffchens und der nächtlichen Panikattacken und Wahnvorstellungen abhängt. Selbst ehem. Trumpisten stehen einem komplett ratlos gegenüber und die dumpfen MAGA-Slogans wollen ihnen nicht mehr so leicht über die Lippen.
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Macca_the_Alpacca
16.01.2026 20:11registriert Oktober 2021
Man darf aber schon noch aussuchen mit wem man sich verbündet oder?
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