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USA: Trump droht Grönland-Verbündeten mit Zöllen

President Donald Trump speaks during an event to promote investment in rural health care in the East Room of the White House, Friday, Jan. 16, 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
US-Präsident Trump will, dass Grönland US-amerikanisch wird.Bild: keystone

Trump droht Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen

Sollten sie nicht die Übernahme Grönlands durch die USA unterstützen, könnten die Länder mit Strafzöllen belegt werden. Das sagte Trump am Freitag im Weissen Haus.
16.01.2026, 17:0516.01.2026, 19:20

US-Präsident Donald Trump droht Ländern, die sich seinem Besitzanspruch auf Grönland entgegenstellen, mit Zöllen. Er werde möglicherweise Zölle gegen solche Länder verhängen, weil die USA Grönland für ihre nationale Sicherheit bräuchten, sagte Trump im Weissen Haus in Washington. Konkreter wurde er zunächst nicht. Zuvor hatte er darüber gesprochen, wie er europäischen Ländern wie Deutschland und Frankreich in anderen Zusammenhängen mit Zöllen gedroht hatte, um seine Interessen durchzusetzen.

Krisengespräche führten ins Leere

Trump sorgt mit seinem Besitzanspruch auf Grönland seit Tagen für grosse Unruhe in der Nato. Deutschland und weitere europäische Mitglieder der Allianz wollen nun für mehr Sicherheit auf der riesigen Arktisinsel sorgen.

Das weitgehend autonome Grönland gehört zum Hoheitsgebiet Dänemarks. Trump hat mehrfach deutlich gemacht, dass Amerika sich die grösstenteils von Eis bedeckte Insel einverleiben will – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen.

Krisengespräche zwischen den USA, Dänemark und Grönland hatten ohne greifbare Ergebnisse geendet. Trump argumentiert, Grönland müsse den USA gehören, damit nicht die Russen und Chinesen zusätzlich Einfluss in der Region gewinnen.

EU-Länder schickten Soldaten nach Grönland

Am Mittwoch kündigten Deutschland und andere Nato-Staaten dann eine Erkundungsmission für mögliche Militärübungen auf Grönland an. Ein Team der Bundeswehr mit 15 Soldaten war am Nachmittag unterwegs in die Hauptstadt Nuuk. Die Mission wird von Dänemark angeführt. Unter anderem Norwegen, Schweden, Finnland, Grossbritannien, Frankreich und die Niederlande schicken Soldaten.

Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen Nato-Partnern dazu beitragen könne, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Als Optionen nannte er Aufklärungsflüge der Marine, die Entsendung deutscher Fregatten zur Überwachung des Seeraums oder eine Verlegung von Eurofightern.

Die US-Regierung zeigte sich von der Entsendung zunächst unbeeindruckt. «Ich glaube nicht, dass Soldaten in Europa den Entscheidungsprozess des Präsidenten beeinflussen oder dass das irgendeinen Einfluss auf sein Ziel hat, Grönland zu erwerben», sagte Trumps Regierungssprecherin Karoline Leavitt am Donnerstag. (sda/dpa)

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97 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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arbi
16.01.2026 17:11registriert August 2020
Drohen und erpressen, viel mehr kann er nicht. Es wird höchste Zeit, dass man dem einen Riegel schiebt.
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Ursmerz
16.01.2026 17:21registriert Februar 2021
Ein rücksichtsloser, drohender Präsident, wenn jetzt Politik und Wirtschaft nicht auf- und entgegen halten, dann sehe ich, verstehe ich die Demokratische Ideologie nicht mehr.
Trupp ist ein Macho Diktator, bitte aus dem WEF ausladen!
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Rannen
16.01.2026 17:18registriert Januar 2018
Das war zu erwarten! Dieser mit Irrsinn gefüllte alte Kranke kann nur eines - drohen!
Seine Drohungen erreichen dass ich jetzt wirklich null Koma null Ami Produkte kaufe
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