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Hongkong

Grossbrand in Wohnhäuser in HongKong

Video: extern/reuters

Brennende Hochhäuser in Hongkong – Zahl der Toten steigt auf 36

26.11.2025, 19:4326.11.2025, 19:43

Bei dem Grossbrand in mehreren Wohnblöcken in Hongkong sind mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. 279 Menschen werden noch vermisst, wie der Hongkonger Regierungschef John Lee in der chinesischen Sonderverwaltungsregion sagte.

KEYPIX - Smoke rises after a fire broke out at Wang Fuk Court, a residential estate in the Tai Po district of Hong Kong's New Territories on Wednesday, Nov. 26 2025. (KEYSTONE/AP Photo/Chan Long  ...
In den Wohnblöcken befinden sich rund 1900 Wohnungen.Bild: keystone

Höchste Alarmstufe

Die Behörden hatten das Feuer bereits am Nachmittag (Ortszeit) in die höchste Alarmstufe fünf eingeordnet. Mindestens 29 Verletzte wurden im Krankenhaus behandelt. Die Brandursache war weiter unklar. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein und wollten dabei auf die Sicherheitsstandards des Bambus-Baugerüsts und den daran befestigten grünen Netzen unter die Lupe nehmen.

Wie die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» und andere lokale Medien berichteten, gehörte auch ein Feuerwehrmann zu den Todesopfern.

Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion bestätigte, war der 37-Jährige bewusstlos am Einsatzort aufgefunden worden und kam zunächst in ein Krankenhaus, wo er später an den Folgen seiner Verletzungen starb.

Laut Lee brachten die Einsatzkräfte die Flammen schrittweise unter Kontrolle, wie die Hongkonger «South China Morning Post» berichtete. Alle verfügbaren Einsatzkräfte sollten für den Kampf gegen die Flammen mobilisiert werden.

Aus Peking übermittelte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Beileidsbekundungen, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Er sicherte der Sonderverwaltungsregion Unterstützung zu.

Feuer erfasst mehrere Wohnhäuser

Laut Berichten unter Berufung auf die Feuerwehr hatten die Flammen sieben Wohnblöcke der Anlage erfasst. Am Nachmittag gingen demnach mehrere Anrufe von Menschen ein, die in ihren Wohnungen festsassen. Das Gebiet umfasst acht Wohnhäuser mit je 32 Stockwerken und insgesamt knapp 2.000 Wohnungen.

Die Gebäude waren demnach alle für Renovierungsarbeiten mit dem Baugerüst eingefasst. Fotos und Videos vom Einsatzort zeigten grosse Rauchschwaden, die aus den eingerüsteten Wohnhochhäusern aufstiegen. Auch war zu sehen, wie die Fassadengerüste über mehrere Stockwerke hinweg in Flammen standen und brennende Teile zu Boden stürzten.

Telefonservice für Angehörige

Zudem waren im Inneren einzelner Wohnungen Feuerherde zu erkennen.

Anwohner in der Nähe des Einsatzortes sollten Fenster und Türen geschlossen halten und die Gegend um die brennenden Gebäude meiden. Die Hongkonger Polizei richtete einen Telefonservice ein, damit die Öffentlichkeit sich über die Opfer informieren konnte.

Wie die «South China Morning Post» berichtete, waren mehr als 800 Feuerwehrleute und Sanitäter mit über 140 Fahrzeugen im Einsatz. Rund 900 Menschen suchten Unterschlupf bis zum späten Abend (Ortszeit) in den von der Stadt eingerichteten Unterkünften

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Grossbrand in Hongkong

In Hongkong ist ein Grossbrand in einer Wohnanlage mit mehreren Hochhäusern ausgebrochen.

quelle: ap / chan long hei
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Fotos und Videos vom Einsatzort zeigten grosse Rauchschwaden, die aus den eingerüsteten Wohnhochhäusern aufstiegen. An den Gebäuden wurden Renovierungsarbeiten durchgeführt. Auch war zu sehen, wie die Fassadengerüste über mehrere Stockwerke hinweg in Flammen standen und brennende Teile zu Boden stürzten. Zudem waren im Inneren einzelner Wohnungen Feuerherde zu erkennen. (sda/dpa)

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Hochhäuser in Hong Kong brennen
Video: extern
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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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namib
26.11.2025 15:40registriert März 2018
Wieder einmal ein Artikel, bei dem die Kommentarspalte zum fremdschämen ist. Die Reaktionen auf ein Unglück sind „bei uns kann das nicht passieren“ oder wilde Spekuationen über den Grund für das Feuer. Von Empathie keine Spur.

Die Fakten: mehrere Hochhäuser brennen. Es sind Menschen gestorben. Es gab Renovationsarbeiten.
Alles andere ist Spekulation und somit unnötig. Zumal die Behörden noch nicht einmal damit angefangen haben, die Brandursache zu untersuchen…Es ist somit auch fraglich, ob es hier überhaupt Kommentare braucht.
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cereza
26.11.2025 13:42registriert Februar 2023
Zum Glück haben wir in der Schweiz strengere Brandschutzvorschriften - das muss so bleiben, auch wenn das Bauen dadurch teuer wird. Habe sehr lange im 10. Stock in Hochhaus gelebt + mehrere Feueralarme erlebt (Fritteusebrand, Christbaumbrand, Kellerbrand). Zum Glück ist immer alles glimpflich ausgegangen und hat nur Sachschaden verursacht. War aber immer äusserst unangenehm, wenn man nur mit dem Nötigsten (Pass, Smartphone) umgehend ins Freie flüchten und in der Kälte ausharren musste, bis Entwarnung der Feuerwehr kam.
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Rivka
26.11.2025 13:40registriert April 2021
Das ist ja ein richtiges Inferno. 😳😱
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