International
Klima

Thailand Überschwemmung: Der Süden steht unter Wasser

Flut-Drama in Südthailand – auch Teile Sumatras unter Wasser

26.11.2025, 08:2326.11.2025, 11:10

Im Süden von Thailand ist weiter kein Ende einer dramatischen Hochwasserkatastrophe in Sicht. Die Zeitung «Bangkok Post» zitierte den Universitätsprofessor Seree Supratid, einen Experten für Klimawandel und Katastrophenvorsorge, mit den Worten, es könne Wochen dauern, bis sich die Wassermassen aus dem besonders schlimm betroffenen Bezirk Hat Yai an der Grenze zu Malaysia wieder zurückziehen.

Cars and houses are submerged in floodwaters in Songkhla province, southern Thailand, Wednesday, Nov. 26, 2025. (AP Photo/Arnun Chonmahatrakool)
Strassen und Häuser versinken im Wasser im Süden von Thailand. Bild: AP

Medien schrieben unter Berufung auf die Behörden, mittlerweile seien mehr als 690'000 Menschen in dem Gebiet von den verheerenden Überschwemmungen betroffen. Insgesamt spricht der Katastrophenschutz nach den jüngsten Rekord-Monsunregenfällen bereits von Millionen Betroffenen in Thailand.

Häuser komplett unter Wasser

«Allein am Dienstagmorgen sind die Fluten verglichen mit Montag um fast zwei Meter angestiegen», sagte Supratid. Häuser in Hat Yai, in denen das Wasser zuvor einen Pegel von etwa einem Meter erreicht habe, stünden nun komplett unter Wasser. Viele Menschen harrten auf ihren Dächern aus und warteten verzweifelt auf Hilfe. Vielerorts kamen die Einsatzteams nur noch mit Booten voran.

Die Regierung ordnete den Einsatz von Hubschraubern an, um Lebensmittel und Hilfsgüter für Familien abzuwerfen, die in den schwer überschwemmten Gebieten in ihren Häusern eingeschlossen waren. Vielerorts wurden bereits die Vorräte knapp. Unter anderem war auch das Militär im Einsatz.

A fire truck is submerged in floodwaters in Songkhla province, southern Thailand, Monday, Nov. 24, 2025. (AP Photo)
Ein Feuerwehrauto steht im Süden Thailands unter Wasser.Bild: AP

Die nationale Tourismusbehörde TAT befürchtet derweil massive Einbussen für die beliebte Region. Rund 8'000 Touristen, die meisten davon Ausländer aus Malaysia, Singapur und Indonesien, sassen in den vergangenen Tagen in Hotels und am Flughafen von Hat Yai fest.

Malaysia und Indonesien ebenfalls betroffen

Auch andere Teile Südostasiens stehen unter Wasser. Betroffen ist speziell Thailands Nachbarland Malaysia. Allein im angrenzenden nordöstlichen Bundesstaat Kelantan mussten den Behörden zufolge fast 10'000 Menschen in provisorischen Unterkünften Zuflucht suchen. Auf der indonesischen Insel Sumatra wurden Tausende Bewohner obdachlos, nachdem tagelange schwere Niederschläge Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst hatten.

In this photo released by the Indonesian National Search and Rescue Agency (BASARNAS), rescuers on a rubber boat evacuate residents from their flooded home in North Sumatra province, Indonesia Tuesday ...
Einsatzkräfte retten Bewohnende aus ihren überfluteten Häusern in der Provinz Nord-Sumatra, Indonesien.Bild: AP

Laut Katastrophenschutz kamen in Nord-Sumatra mindestens acht Menschen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt. Besonders schlimm betroffen ist der Bezirk Süd-Tapanuli. Hier wurden mehrere Brücken durch die Wassermassen stark beschädigt. Zahlreiche Strassen sind blockiert. Autos und Trümmerteile trieben in den Fluten.

Laut der nationalen Wetterbehörde sind zwei Wettersysteme verantwortlich: der tropische Wirbelsturm Koto, der sich über der Sulusee zwischen den Philippinen und Indonesien gebildet hat, und ein tropisches Sturmsystem in der Strasse von Malakka. Beide Systeme sorgten für massive Niederschläge und starke Winde in der Region. (sda/dpa)

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