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Iran beteiligt sich nicht am Kampf um Mossul + Livestreams aus dem Kriegsgebiet



Liveticker: [19.10.2016] Offensive auf «IS»-Hochburg Mossul

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15:39
Der Iran beteiligt sich offiziell nicht militärisch in Mossul
Der Iran beteiligt sich nach offiziellen Angaben nicht militärisch an der Grossoffensive auf die nordirakische Stadt Mossul, die sich unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befindet. «Auf Wunsch der irakischen Regierung agieren wir in dem Land weiterhin nur als militärische Berater und sind daher in Mossul nicht direkt beteiligt», betonte der aussenpolitische Berater des obersten iranischen Führers, Ajatollah Ali Chamenei, am Mittwoch.

Der Iran werde die Iraker aber in jeder Hinsicht weiterhin unterstützen, sagte Ali Akbar Welajati der Nachrichtenagentur ISNA. Sein Land mische sich jedoch nicht in die inneren Angelegenheiten des Iraks ein, sagte der frühere Aussenminister. (sda/dpa)
9:17
Bilder aus der Region
Die irakische Armee rückt auf Mossul vor:
Iraqi security forces advance in Qayara, south of Mosul, to attack Islamic State militants in Mosul, Iraq, October 18, 2016. REUTERS/Stringer  EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE.      TPX IMAGES OF THE DAY
Ein amerikanischer Soldat in einer Kriegsbasis in der Nähe von Mossul:
A U.S army soldier stands with his weapon at a military base in the Makhmour area near Mosul during an operation to attack Islamic State militants in Mosul, Iraq, October 18, 2016. REUTERS/Alaa Al-Marjani
Ein Mitglied der irakischen Special Forces in einem angeschossenen, gepanzerten Fahrzeug:
epa05590525 A Member of Iraqi special forces looks through the window of an armored vehicle during a military operation to liberate several villages from the control of the so-called Islamic State (IS) militant group, east of Mosul, Iraq, 18 October 2016. Iraqi Prime Minister Haider al-Abadi said on 17 October that Iraqi forces started their military offensive to recapture the city of Mosul from IS. The operation, led by Kurdish Peshmerga, Iraqi government forces and allies, is backed by the US-led coalition. Iraq's second largest city, Mosul, fell under the jihadist militant group's control in June 2014.  EPA/AHMED JALIL
Rauch über bombardierten «IS»-Gebieten:
Smoke rises from Islamic state positions after an airstrike by coalition forces in Mosul, Iraq, Tuesday, Oct. 18, 2016. The pace of operations slowed on Tuesday as Iraqi forces began pushing toward larger villages and encountering civilian populations on the second day of a massive operation to retake the northern Iraqi city of Mosul from the Islamic State group. (AP Photo)
Die andere Seite des Krieges: Flüchtlingscamps
epa05590543 A Kurdish Peshmerga soldier walks at a new refugees camp in Khazir town near Mosul, which was created to receive people expected to flee from Mosul during the military operation to liberate the city from the control of the so-called Islamic State (IS) militant group, Iraq, 18 October 2016. Iraqi Prime Minister Haider al-Abadi said on 17 October that Iraqi forces started their military offensive to recapture the city of Mosul from IS. The operation, led by Kurdish Peshmerga, Iraqi government forces and allies, is backed by the US-led coalition. Iraq's second largest city, Mosul, fell under the jihadist militant group's control in June 2014.  EPA/AHMED JALIL
9:06
Videostreams aus dem Krieg
Auf vielen Plattformen werden Videostreams aus der Umgebung von Mossul gezeigt. Der Krieg kann sozusagen live miterlebt werden. Der britische Sender «Channel 4 News» überträgt auf Facebook live über den Konflikt. Einige Rückmeldungen bemängeln, dass User damit angehalten würden, Kriegssituationen zu «liken» und zu «teilen».

«Zum live-streaming aus Mossul: Wir wollten unseren Zuschauern eine der wichtigsten Geschichten unserer Zeit so zeigen, wie es wirklich passiert ist», verteidigt sich «Channel 4 News» im «The Guardian».
Sollten Bilder aus Kriegsgebieten live übertragen werden?
8:54
Einigung über Luftschläge der Türkei
Die türkische Luftwaffe wird sich nach Angaben von Verteidigungsminister Fikri Isik an der Befreiung der irakischen Stadt Mossul von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beteiligen. «Wir sind mit den Koalitionskräften übereingekommen, dass sich unsere Luftwaffe an der Mossul-Operation beteiligen wird», sagte Isik nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstagabend in der türkischen Botschaft in Rom.

«Es ist nicht möglich, ohne die Türkei über die Zukunft Mossuls zu entscheiden», sagte der Minister.

Ministerpräsident Binali Yildirim hatte am Dienstag mit Aussagen über eine türkische Beteiligung für Verwirrung gesorgt. Er hatte zunächst gesagt, die Luftwaffe sei bereits an der Mossul-Operation beteiligt. Später sagte er, sie werde teilnehmen, «wenn es notwendig ist».

Anadolu meldete weiter, der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan habe mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefoniert. Dabei sei es unter anderem um die Lage im Irak und in Syrien gegangen. (sda/dpa)
18:09
Fluchtwelle erwartet
Noch finden die Kämpfe im Vorland von Mossul statt. Der bevorstehende Strassen- und Häuserkampf dürfte nicht nur eine militärische, sondern auch eine humanitäre Herausforderung werden. Die Vereinten Nationen warnen, dass es einen Exodus von bis zu einer Million Menschen geben könnte.



Die Internationale Organisation für Migration (IOM) befürchtet zudem, dass Zehntausende Menschen von den Extremisten als lebende Schutzschilde missbraucht werden könnten. Der IOM-Chef in Irak, Thomas Weiss, sagte, wegen der Gefahr des Einsatzes von chemischen Waffen bemühe sich die Organisation auch um die Beschaffung von Gasmasken. Das Rote Kreuz hat seine medizinischen Kapazitäten in der Nähe von Mossul ausgebaut und appelliert an die Konfliktparteien, Verwundete aus der Stadt zu lassen, damit sie behandelt werden könnten. Es bereite sich auch darauf vor, Opfer von Chemiewaffen zu behandeln. Das IKRK versuche ausserdem, Kontakt mit dem IS in Mossul aufzunehmen, um die Einhaltung grundlegender Regeln des Kriegsrechts zu erreichen.



Amnesty International (AI) warnte davor, dass sunnitischen Irakern nach dem Fall Mossuls Menschenrechtsverletzungen durch die Regierungstruppen und schiitischen Milizen drohten. AI verwies auf eigene Recherchen über Fälle von aussergerichtlichen Hinrichtungen und Folter in früheren Fällen wie um Falludscha, wo die IS vertrieben worden sei. (sda)
17:58
Irakis protestieren gegen türkische Beteiligung
17:39
Kein «Blitzkrieg» – IS-Kämpfer nach Europa?
Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian dämpfte Erwartungen auf eine schnelle Einnahme der Stadt. «Es wird kein 'Blitzkrieg'», sagte Le Drian in Paris. Die Offensive könnte «mehrere Wochen, wenn nicht Monate» dauern.



EU-Sicherheitskommissar Julian King warnte vor einer erhöhten Terrorgefahr in Europa durch den Sturm auf Mossul. «Die Rückeroberung der nordirakischen IS-Hochburg Mossul kann dazu führen, dass gewaltbereite IS-Kämpfer nach Europa zurückkommen», sagte er der Zeitung «Welt». «Das ist eine sehr ernste Bedrohung, auf die wir vorbereitet sein müssen.» (sda)
This photo taken on Sunday, Oct. 16, 2016 and released on Tuesday, Oct. 18, 2016 by the French Army Communications Audiovisual office (ECPAD) shows French army Rafale fighter jets taking off from the deck of France's aircraft carrier Charles De Gaulle, in the Mediterranean sea. Seven French Rafale jets, from the Air Force and the Navy, carried out airstrikes south of Mosul overnight Oct. 15-16 with SCALP missiles that destroyed a factory making IEDs (improvised explosive devices). (ECPAD via AP)
Rafale-Jets starten vom Träger Charles De Gaulle in Richtung Mossul.
17:36
Rund 20 Dörfer eingenommen
Das irakische Militär und die kurdische Peschmerga-Miliz haben 24 Stunden nach Beginn der Offensive erste Erfolge gemeldet. Rund 20 Dörfer in der Gegend von Mossul seien eingenommen worden. Bis zu 8000 IS-Kämpfer halten sich zudem in der Stadt auf. Die Soldaten rücken von Süden und Südosten vor, die Peschmerga-Kämpfer von Osten aus. Unterstützt werden sie von einer US-geführten Militärkoalition, zu der auch Frankreich, Grossbritannien, Kanada und die Türkei gehören. Die irakische Regierung lehnt die Teilnahme Ankaras an der Offensive eigentlich ab. (sda)
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