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epa08650249 A handout photo made available by the Iranian Parliament official website (ICANA) shows, Iranian parliament speaker Mohammad Bagher Ghalibaf (R) greets Swiss Federal Councillor Ignazio Cassis, at the Iranian parliament office, in Tehran, Iran, 06 September 2020. Media reported that Cassis is in Tehran to meet with Iranian officials.  EPA/ICANA HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bundesrat Ignazio Cassis befindet sich derzeit auf Staatsbesuch im Iran: hier im Bild mit Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf. Bild: keystone

Cassis auf Staatsbesuch: Schweizer Firmen investieren trotz Sanktionen weiterhin im Iran

Bundesrat Ignazio Cassis hat sich bei seinem Staatsbesuch in Teheran mit Schweizer Unternehmern getroffen. Diese investierten trotz Sanktionen im Iran, schreibt das Aussendepartement auf Twitter.



Trotz der wirtschaftlichen Sanktionen investierten Schweizer Unternehmen weiterhin im Iran, schrieb das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten auf Twitter anlässlich des Staatsbesuchs von Bundesrat Ignazio Cassis. Dieser traf sich am Sonntag in Teheran mit Vertretern von Schweizer Unternehmen, die im Land aktiv sind.

Ebenfalls auf dem Programm standen Treffen mit Schweizer Vertretern aus der Wissenschaft und vom Gesundheitsbereich. Möglich wird die Zusammenarbeit trotz Sanktionen durch den Schweizer Finanzierungskanal für den Export von humanitären Gütern in den Iran. Mit diesem soll verhindert werden, dass die Wirtschaftssanktionen zu einer humanitären Notlage in der Zivilbevölkerung führen.

Der Finanzierungskanal werde auch Thema bei den offiziellen Gesprächen am Montag sein. Gemäss Programm wird sich Cassis mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani, dessen Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif und dem Chef des «Hohen Nationalen Sicherheitsrats» Ali Shamkhani treffen. Weitere Themen sind die aktuellen Entwicklungen rund um das Nuklearabkommen und die allgemeine Lage im nahen Osten.

Cassis besucht in Teheran auch die Sektion «Fremde Interessen» der Schweizer Botschaft. Diese nimmt im Rahmen eines Schutzmandates die Interessen der USA im Iran war. Die USA pflegen mit dem Iran offiziell keinerlei diplomatische Beziehungen. Die Schweizer Botschaft ist deshalb auch Ansprechpartnerin für US-Bürger, die im Iran konsularische Hilfe benötigen. Weiter vertritt die Schweiz die Interessen des Iran in Kanada und stellt den diplomatischen Austausch zwischen dem Iran und dessen regionalen Konkurrenten Saudi-Arabien sicher.

Ignazio Cassis wird begleitet von den Präsidierenden der aussenpolitischen Kommissionen von National- und Ständerat, der grünliberalen Nationalrätin Tiana Angelina Moser und dem Schaffhauser Ständerat Thomas Minder. (wap/aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • landre 06.09.2020 20:41
    Highlight Highlight Mit Vorsicht und Diplomatie substanziell diplomatische so wie wirtschaftliche Brücken bauen, ist in der "Affaire Iran" ohnehin begrüssenswert. Unser BR macht hier soweit einen guten Job. (Mal sehen wie es aussehen wird wenn oder falls die USA anfangen werden destruktiv reinzufunken...Was dann aber ziemlich sicher keineswegs in deren Interessen wäre. Siehe https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/vertretungen-und-reisehinweise/iran/bilatereale-beziehungenschweiziran.html)
  • Do not lie to mE 06.09.2020 17:10
    Highlight Highlight Herr Ignazio Cassis fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung von "Nasrin Sotoudeh"
    Anwältin Nasrin Sotoudeh die sich für die Verteidigung der Menschenrechte und der Meinungsfreiheit einsetzt und zu langer Haftstrafe verurteilt wurde (verteitigte Frau die wegen Protest gegen das Kopftuchtragen angeklagt und zu Haftstrafe verurteilt wurden) ist nach 20 Tagen Hungerstreik in Lebensgefahr.

    https://bit.ly/3k4go03
    • Ökonometriker 06.09.2020 17:48
      Highlight Highlight @Do: die Schweiz sollte sehr vorsichtig sein - denn sie hat sich als neutrales Land zwischen den Iran und den Westen gestellt. Wenn Cassis kritisiert, dann höchstens in dem Masse, wie er auch die USA kritisiert. Wichtiger ist es, den Friedensdialog aufrecht zu erhalten, sodass eine friedliche Öffnung wieder möglich wird, wenn die USA eine andere Regierung haben.
    • ursus3000 06.09.2020 19:20
      Highlight Highlight Es nützt nichts hier in den Kommentarspalten grosse Forderungen zu stellen
    • Francis Begbie 06.09.2020 21:10
      Highlight Highlight Neutrales Land. Bring was besseres.
  • du_bist_du 06.09.2020 16:21
    Highlight Highlight Ist doch gut, es heisst doch immer in den Medien, man soll sich von den Amis emanzipieren...

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