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Iran hält «ausländischen Tanker» fest – aber welchen?



Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen «ausländischen Tanker» im Persischen Golf festgesetzt. Das Schiff sei an «Ölschmuggel» beteiligt gewesen, teilten die Revolutionsgarden am Mittwoch über ihre Website «Sepah News» mit.

Es habe geschmuggeltes Öl von iranischen Booten zu ausländischen Schiffen bringen sollen. Angaben zu Herkunft oder Namen des Schiffes machten die Revolutionsgarden nicht. Zwölf ausländische Besatzungsmitglieder seien festgenommen worden.

GRAFIK --- Karte mit der internationalen Schifffahrtsroute durch die Meerenge von Hormuz (90 X 100 mm quer), vom Donnerstag, 11. Juli 2019. (KEYSTONE/Christian Sprang)

Karte mit der internationalen Schiffahrtsroute durch die Meerenge von Hormuz. Bild: KEYSTONE

Nach Angaben der Revolutionsgarden wurde das Schiff am Sonntag südlich der iranischen Insel Larak in der Meerenge von Hormus festgesetzt. Es liefen «rechtliche Verfahren» zu dem Tanker.

Die Garden wiesen Berichte «westlicher Medien» zurück, wonach der Iran seit mehreren Tagen einen anderen Tanker festhalte. Der Iran hatte am Dienstag mitgeteilt, einem ausländischen Tanker nach einem Notruf zu Hilfe gekommen zu sein. Demnach wurde das Schiff nach einem technischen Problem «für notwendige Reparaturen» in iranische Gewässer geschleppt.

Die Organisation TankerTrackers teilte mit, dass der unter panamaischer Flagge fahrende Tanker «Riah», der in der Strasse von Hormus andere Schiffe mit Treibstoff versorgte, am Sonntag in iranische Gewässer gefahren sei. Anschliessend sei sein Positionssignal nicht länger zu empfangen gewesen.

Ist es die Riah? Der Iran dementiert

Zunehmende Spannungen

Seit dem Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 und der Verhängung neuer Sanktionen haben die Spannungen in der Golfregion massiv zugenommen.

Seit Anfang Mai gab es mehrere Angriffe auf Tanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate und im Golf von Oman, für die Washington den Iran verantwortlich machte. Teheran weist jede Verantwortung zurück.

Ende Juni brachte der Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne durch die Revolutionsgarden über der Strasse von Hormus den Iran und die USA an den Rand einer militärischen Konfrontation. US-Präsident Donald Trump stoppte erst in letzter Minute einen Vergeltungsangriff.

Iranischer Tanker festgesetzt

A view of the Grace 1 super tanker near a Royal Marine patrol vessel in the British territory of Gibraltar, Thursday, July 4, 2019. Spain's acting foreign minister says a tanker stopped off Gibraltar and suspected of taking oil to Syria was intercepted by British authorities after a request from the United States. (AP Photo/Marcos Moreno)

Der iranische Tanker «Grace 1» wurde in Gibraltar festgesetzt. Bild: AP

Für weitere Spannungen sorgte Anfang Juli die Festsetzung eines Tankers mit iranischem Erdöl vor Gibraltar. Teheran drohte daraufhin Grossbritannien mit Konsequenzen.

Erst am Dienstag warnte Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei, der Iran werde den «Diebstahl» des Schiffs «nicht unbeantwortet lassen».

Grossbritannien hatte den Tanker «Grace 1» unter dem Verdacht festgesetzt, dass er im Verstoss gegen EU-Sanktionen Öl nach Syrien transportieren wolle. Der Iran kritisierte den Schritt als «illegal», da er nicht an die EU-Sanktionen gebunden sei. (jaw/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Charivari 18.07.2019 16:14
    Highlight Highlight Klassisches Tit-for-tat. Das alles wird irgendwie ungut enden, wenn man diese Spirale der Eskalation nicht unterbricht.
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 18.07.2019 16:13
    Highlight Highlight So langsam wird es aber echt Zeit für Elektrofahrzeuge. Dann hört das von alleine auf.
    • Aithria 18.07.2019 17:56
      Highlight Highlight Dann gibt's plötzlich seltsame Zwischenfälle in Chile oder Brasilien, weil doch Bolivien ... wegen dem Lithium...
  • PrivatePyle 18.07.2019 15:05
    Highlight Highlight "Es habe geschmuggeltes Öl von iranischen Booten zu ausländischen Schiffen bringen sollen."

    Ja genau. Beim momentan tiefen Ölpreis macht es ja sehr viel Sinn, sich die flüssige Ware von iranischen Booten zu kapern als sie den Golfstaaten abzukaufen.
  • sheimers 18.07.2019 14:45
    Highlight Highlight Wie im Kindergarten, sie nehmen sich gegenseitig das Spielzeug weg.
    • PatsNation 18.07.2019 15:30
      Highlight Highlight Und beide Seiten haben Fadenscheinige behauptungen warum sie dies gemacht haben.
  • Joe Smith 18.07.2019 13:10
    Highlight Highlight Schweinerei, was bilden sich diese Perser eigentlich ein? Meinen die wirklich, sie hätten die gleichen Rechte wie England?
    • PatsNation 18.07.2019 13:39
      Highlight Highlight <I> Ist ja eine frechheit Irans jetzt so zu reagieren. Geht ja gar nich. Die Briten sind gleich wie die USA - UNANTASTBAR </I>
    • Pümpernüssler 18.07.2019 15:27
      Highlight Highlight ja die ironie verstehen halt nicht alle...
    • DemonCore 18.07.2019 15:36
      Highlight Highlight Naja, die Unterstützung des Diktators und Gaskriegers Assad ist auch nicht gerade die feine Art.
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