International
Iran

Iran: Versprecher führt zur Entlassung eines regionalen TV-Chefs

«Tod Chamenei»: Versprecher führt zur Entlassung eines iranischen TV-Chefs

12.02.2026, 13:3412.02.2026, 13:34

Ein Regionalchef des iranischen Staatsfernsehens IRIB ist nach einem Versprecher seines Reporters entlassen worden. Dieser hatte in einer Live‐Sendung zum 47. Jahrestag der Islamischen Revolution am Mittwoch statt des üblichen Slogans «Tod den USA» versehentlich «Tod Chamenei» gesagt.

Ajatollah Ali Chamenei ist laut Verfassung das Staatsoberhaupt des Irans. Er geniesst als Kleriker zudem für viele Anhänger des Systems einen besonderen religiösen Status.

epaselect epa12727414 Supporters of the Tehreek-e-Bedari Ummat-e-Mustafa organization hold placards showing the Iranian Supreme leader Ali Khamenei during a solidarity rally with Iran, in Karachi, Pak ...
Der Reporter hatte statt «Tod den USA» versehentlich «Tod Chamenei» gesagt.Bild: keystone

Nach Angaben des Nachrichtenportals «Asr‐Iran» hat sich der Reporter zwar mehrfach für den Versprecher entschuldigt, doch die IRIB‐Führung beschloss, den Programmchef des regionalen Ablegers «Hamun» in der südöstlichen Provinz Sistan‐Belutschistan zu entlassen. Dem Reporter droht laut «Asr‐Iran» eine «Disziplinarstrafe».

«Tod Chamenei» und «Tod dem Diktator» gehörten zu den Slogans der Gegner der politischen Führung des Landes während der jüngsten Unruhen im Iran zwischen Ende Dezember und Anfang Januar. Teheran wollte mit den staatlich organisierten Kundgebungen zum Jahrestag der Revolution von 1979 am Mittwoch darstellen, dass die Mehrheit der Bevölkerung weiterhin hinter dem islamischen System – und insbesondere hinter Führer Chamenei – stehe. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Israel reisst Häuser in Hebron ab – Hunderte palästinensische Familien vertrieben
Nach einem tödlichen Angriff auf israelische Soldaten geht Israels Armee massiv gegen Teile der Westjordanland-Stadt Hebron vor. Häuser und Geschäfte werden zerstört, zahlreiche Familien mussten ihre Wohnungen verlassen.
Israelische Streitkräfte haben in Hebron im besetzten Westjordanland eine grossangelegte Operation gestartet. Wie die BBC berichtet, zeigen Aufnahmen Bulldozer bei der Zerstörung von Gebäuden. Auf mindestens einer Strasse sollen ganze Häuserreihen dem Erdboden gleichgemacht worden sein.
Zur Story