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Iran

Strasse von Hormus: Trump setzt Bunkerbrecher-Bombe GBU-72 ein

Die USA haben 2270 Kilogramm schwere GBU-72-Bomben gegen tief vergrabene iranische Raketenstellungen entlang der Strasse von Hormus eingesetzt.
Die USA haben 2270 Kilogramm schwere GBU-72-Bomben gegen tief vergrabene iranische Raketenstellungen entlang der Strasse von Hormus eingesetzt.screenshot x

Mit diesen Bunkerbrecher-Bomben will Trump die Strasse von Hormus freisprengen

Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Strasse von Hormus anzugreifen.
18.03.2026, 11:0418.03.2026, 11:04

«Mehrere» der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien «erfolgreich eingesetzt» worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.

Es handle sich um bunkerbrechende Bomben des Typs GBU-72, wie ein US-Beamter laut CNN sagte. Diese Bombe wurde erstmals 2021 von US-Flugzeugen abgeworfen. Die GBU-72 sei entwickelt worden, «um die Herausforderungen durch gehärtete, tief vergrabene Ziele zu bewältigen», hiess es 2021 in einer Mitteilung der Air Force. 2023 beschrieben Soldaten die Munition in einem Video auf Facebook als «etwas, das mit nichts zu vergleichen ist, was wir derzeit haben».

Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten «eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge» dargestellt.

Im Juni 2025 hatten die USA auch schon Bunkerbrecher-Bomben eingesetzt, um die unterirdischen Urananreicherungsanlagen im Iran zu zerstören. Damals handelte es sich jedoch um den Typ GBU-57, die stärkste nicht-atomare Bombe der Welt. Sie ist rund 13'600 Kilogramm schwer und kann nur von einem einzigen Flugzeug abgeworfen werden, dem amerikanischen B2-Stealth-Bomber. Die GBU-72 hingegen wiegt 2270 Kilogramm. Im Gegensatz zur GBU-57 kann sie von mehreren Trägerflugzeugen abgeworfen werden.

Die Strasse von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor rund zweieinhalb Wochen praktisch zum Erliegen gekommen.

(hkl, mit Material der Nachrichtenagenturen sda/dpa)

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34 Kommentare
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FrancoL
18.03.2026 12:04registriert November 2015
Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass die USA unter ihrem genialen Oberbefehlshaber die Lösung gefunden haben und die Strasse nun freibomben und diese geniale Aktion bereits erfolgreich verlaufen ist. Da wird ja aber morgen die Schiffahrt aufgenommen werden können.
Die Minen in der Hormusstrasse haben sich auf Befehl der stbilen Orange zurückgezogen.
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_kokolorix
18.03.2026 11:21registriert Januar 2015
Und wieder ein paar Dutzend Millionen verschwendet.
Es braucht an der Küste bloss ein paar zusammengeschweisste Stahlprofile, von wo einige Shaheds oder Geran starten können um die Meerenge da effektiv zu sperren.
Dagegen helfen weder diese exorbitan teuren Spielzeuge, noch die Superjets.
Das einzige das funktionieren könnte, wäre eine lückenlose Drohnenüberwachung. Aber das könnten höchstens die Ukrainer organisieren …
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Track
18.03.2026 11:43registriert April 2016
Ich bin immer wieder überrascht wieviele Militär- und Kriegsexperten hier kommentieren.
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