Mit diesen Bunkerbrecher-Bomben will Trump die Strasse von Hormus freisprengen
«Mehrere» der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien «erfolgreich eingesetzt» worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.
Hours ago, U.S. forces successfully employed multiple 5,000-pound deep penetrator munitions on hardened Iranian missile sites along Iran’s coastline near the Strait of Hormuz. The Iranian anti-ship cruise missiles in these sites posed a risk to international shipping in the… pic.twitter.com/hgCSFH0cqO
— U.S. Central Command (@CENTCOM) March 17, 2026
Es handle sich um bunkerbrechende Bomben des Typs GBU-72, wie ein US-Beamter laut CNN sagte. Diese Bombe wurde erstmals 2021 von US-Flugzeugen abgeworfen. Die GBU-72 sei entwickelt worden, «um die Herausforderungen durch gehärtete, tief vergrabene Ziele zu bewältigen», hiess es 2021 in einer Mitteilung der Air Force. 2023 beschrieben Soldaten die Munition in einem Video auf Facebook als «etwas, das mit nichts zu vergleichen ist, was wir derzeit haben».
Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten «eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge» dargestellt.
Im Juni 2025 hatten die USA auch schon Bunkerbrecher-Bomben eingesetzt, um die unterirdischen Urananreicherungsanlagen im Iran zu zerstören. Damals handelte es sich jedoch um den Typ GBU-57, die stärkste nicht-atomare Bombe der Welt. Sie ist rund 13'600 Kilogramm schwer und kann nur von einem einzigen Flugzeug abgeworfen werden, dem amerikanischen B2-Stealth-Bomber. Die GBU-72 hingegen wiegt 2270 Kilogramm. Im Gegensatz zur GBU-57 kann sie von mehreren Trägerflugzeugen abgeworfen werden.
Die Strasse von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor rund zweieinhalb Wochen praktisch zum Erliegen gekommen.
(hkl, mit Material der Nachrichtenagenturen sda/dpa)
