International
Iran

Iran und Taliban stehen vor neuem Wasserkonflikt

epa08296075 (FILE) - Iranians leave the shrine of Imam Reza in the city of Mashhad, eastern Iran, 12 October 2011 (reissued 15 March 2020). According to reports, Iranian authorities announced the clos ...
Eine staatliche iranische Zeitung warnt vor einer bevorstehenden Versorgungskrise in der iranischen Stadt Maschhad. Bild: EPA

Iran und Taliban stehen vor neuem Wasserkonflikt

19.08.2025, 16:0119.08.2025, 16:01

Vor dem Hintergrund extremer Trockenheit deutet sich ein neuer Wasserkonflikt zwischen dem Iran und den in Afghanistan herrschenden Taliban an.

In einem Artikel der iranischen staatlichen Zeitung «Jomhouri-e Eslami» wird vor einer Versorgungskrise in der Millionenmetropole Maschhad gewarnt, nachdem auf afghanischer Seite vor wenigen Tagen ein neuer Staudamm in Betrieb genommen wurde. Zugleich wird den Taliban mit dem Aufstauen des Hari-Flusses am Paschdan-Staudamm eine feindselige Haltung vorgeworfen.

Der Fall erinnere an die Krise im Südosten des Irans, wo vor zwei Jahren ein Dammprojekt am Helmand-Fluss und die damit verbundene Wasserknappheit sogar Gefechte mit Toten an der iranisch-afghanischen Grenze ausgelöst habe, heisst es weiter. Maschhad ist die zweitgrösste Stadt des Irans.

Folgen des Klimawandels treffen Iran und Afghanistan hart

Der mehr als 1'000 Kilometer lange Hari entspringt auf afghanischer Seite, fliesst Richtung Westen durch den Iran und versickert in Turkmenistan. Auch auf iranischer Seite wird der Hari-Fluss nahe Maschhad gestaut.

Der Iran zählt zu den trockensten Ländern der Welt. In den vergangenen Jahren haben Fachleute einen deutlichen Rückgang der Niederschläge festgestellt, gleichzeitig nehmen Dürreperioden und andere extreme Wetterereignisse zu. Auch Afghanistan ist von den Folgen der Klimakrise betroffen.

Die Taliban-Regierung hatte vergangene Woche kurz vor dem Jahrestag ihrer vierjährigen Herrschaft den Paschdan-Staudamm nahe der westafghanischen Grossstadt Herat in Betrieb genommen. Seit ihrer erneuten Machtübernahme haben die Taliban zahlreiche Infrastrukturprojekte vorangetrieben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Ukraine Gipfel im Weissen Haus
1 / 15
Ukraine Gipfel im Weissen Haus

In Washington fand am Montag, dem 18. August 2025 ein Sondergipfel zum Ukraine-Krieg statt. Mit dabei waren neben Gastgeber Trump der ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Begleitet wurde Selenskyj von zahlreichen europäischen Staatschefs sowie EU- und Nato-Vertretern:

quelle: keystone / alex brandon
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Im Zürichsee treibt gerade eine G-Klasse herum – das hat es damit auf sich
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Alaska: Ministerium will Stimmzettel getrennt lagern lassen
Das US-Justizministerium versucht vor Gericht zu erwirken, dass bestimmte Stimmzettel nach der umkämpften Senatswahl in Alaska gesondert aufbewahrt werden.
Dabei geht es um Stimmen für den politischen Neuling Dan J. Sullivan, den die Republikaner für einen Strohmann der Demokraten halten, wie aus einem Antrag der US-Regierung vor dem Gericht in Anchorage hervorgeht. Ziel sei es, so – falls nötig – untersuchen zu können, ob Wählerinnern und Wähler bei der Stimmabgabe aufgrund der Namensgleichheit zweier Kandidaten verwirrt gewesen seien.
Zur Story