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epa07464677 Israeli soldiers stand near their Merkava tanks and APCs, at a gathering point next to the border with Gaza, 26 March 2019. Israeli army is targeting Hamas militant installations in the Gaza Strip in response to a rocket fired from Gaza Strip that hit a house in central Israel.  EPA/ATEF SAFADI

Israel bringt an der Grenze zum Gaza-Streifen Panzer in Stellung. Bild: EPA/EPA

Eskalation an Gaza-Grenze befürchtet: 21-jähriger Palästinenser getötet



Die israelische Armee bereitet sich wegen der erwarteten Massenproteste an der Gaza-Grenze auf eine mögliche Eskalation der Lage vor. Die Organisatoren der Proteste haben für den heutigen Samstag zum «Eine-Million-Marsch» aufgerufen.

Ein Mann ist nach palästinensischen Angaben bei Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten an der Grenze getötet worden. Der 21-jährige Palästinenser sei am Freitagabend von einem Granatensplitter am Kopf getroffen worden und seinen Verletzungen erlegen, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza am Samstagmorgen mit.

Am 30. März jährt sich der Beginn der Demonstrationen am Grenzzaun, bei denen es häufig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten kam. Die Vereinten Nationen forderten beide Seiten zur Besonnenheit auf.

Bei den Protesten wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza bisher mehr als 260 Palästinenser getötet und Tausende verletzt. Ein israelischer Soldat wurde erschossen.

Das Nationale Komitee des «Marsches der Rückkehr» kündigte an, es werde auch ähnliche Proteste in Israel, in Jerusalem und dem Westjordanland geben sowie in mehreren arabischen und europäischen Ländern. Dort werde man zu Konfrontationen mit israelischen Soldaten aufrufen. Zum Komitee des «Marsches der Rückkehr» gehören auch Vertreter der im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas, die von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird.

Aufhebung der Blockade gefordert

Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen.

Die Palästinenser fordern bei den Protesten unter anderem eine Aufhebung der Blockade. Ausserdem pochen sie auf ein Recht auf Rückkehr in Gebiete, die heute zu Israel gehören. Gleichzeitig gedenken Palästinenser am 30. März, dem «Tag des Bodens», stets massiver Landenteignungen und sechs israelischer Araber, die am 30. März 1976 in dem Ort Sachnin von der israelischen Polizei getötet wurden. Sie hatten gegen die Beschlagnahmung arabischen Bodens protestiert.

Ägypten und die Vereinten Nationen bemühen sich laut Medienberichten weiter um eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Dabei gehe es zumindest um eine vorläufige Vereinbarung zwischen beiden Seiten bis nach der Parlamentswahl in Israel am 9. April, hiess es. (leo/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Smeyers 30.03.2019 15:07
    Highlight Highlight Ich probiere es nochmals, hier die offizielle Statistik als Grafik des IDF zu den Atacken aus Gaza.
    Benutzer Bild
  • BassBox 30.03.2019 13:07
    Highlight Highlight "Bei den Protesten wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza bisher mehr als 260 Palästinenser getötet und Tausende verletzt. Ein israelischer Soldat wurde erschossen."

    Ziemlich ausgeglichenes Gewaltpotenzial...
    • Smeyers 30.03.2019 20:03
      Highlight Highlight Die Mexikaner gehen auch nicht an die Grenze und bewerfen die Amerikaner mit Moltovcocktails, obwohl ihnen die USA Kalifornien, New Mexico und Texas genommen haben. Spürst du den Unterschied bzw. wundere dich nicht über die Reaktion und wenn du dich beteiligst, selber Schuld.
    • BassBox 31.03.2019 14:15
      Highlight Highlight Und wenn Jugendliche ihre Hausfassade beschmieren schiessen Sie?
      Ach ja, "Stand Your Ground"
    • Smeyers 31.03.2019 19:27
      Highlight Highlight @Bassbox; Bleibe bitte beim Thema es geht um Landesgrenzen und nicht um Hausfriedensbruch.
  • Chriguchris 30.03.2019 10:32
    Highlight Highlight Zitat "Dort werde man zu Konfrontationen mit israelischen Soldaten aufrufen"
    So wird es leider nichts mit Frieden oder dem Anfang eines Friedensprozesses.
    • *klippklapp* 30.03.2019 10:46
      Highlight Highlight Der Friedensprozess den man in Europa immer wieder heraufbeschwört bedeutet ja auch, dass man darüber diskutiert, wie man eine Pizza teilt, während der eine sie isst.
    • Ueli der Knecht 30.03.2019 13:05
      Highlight Highlight Chriguchris: Wieso bist du sicher, dass dieses von der deutschsprachigen Presse in die Welt gesetzte Zitat tatsächlich authentisch ist?

      Hier eine andere Quelle, wo es ganz anders tönt (nämlich nach einem Aufruf für einen friedlichen Protest)
      http://alray.ps/en/index.php?act=post&id=11566

      Ich glaube, die deutschsprachigen Medien übernehmen unkritisch irgendwelche Agentur-Meldungen aus den zahlreichen israelischen Propagandamühlen.

      Die Berichte der Palästinenser tönen jedenfalls ganz anders. Viel friedlicher.

      Aber Israels Apartheidsregime schürt gerne Gewalt. Erst recht während den Wahlen.
    • Lisaleh 30.03.2019 14:18
      Highlight Highlight Lieber „Ueli der Knecht“, erkläre mit bitte mal das Wort Apartheid. So weit ich weiss heisst das, dass alles getrennt ist und eine Gruppe nicht die gleichen Rechte wie eine andere hat (siehe Südafrika). Araber arbeiten & studieren mit Juden an den gleichen Unis, in den gleichen Krankenhäusern, auf dem Bau, im öffentlichen Dienst etc. Bitte erkläre mir deine Auffassung von Apartheid - Danke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eidg. dipl. Tütenbauer 30.03.2019 09:36
    Highlight Highlight Ich bin wirklich froh lese ich nur davon, wie sich diese uneinsichtigen Gestalten, hüben wie drüber, immer wieder Saures geben. Am Ende für NICHTS!
  • EhrenBratan. Hääää! 30.03.2019 08:42
    Highlight Highlight "Das Nationale Komitee des «Marsches der Rückkehr» kündigte an, es werde auch ähnliche Proteste in Israel, in Jerusalem und dem Westjordanland geben sowie in mehreren arabischen und europäischen Ländern. Dort werde man zu Konfrontationen mit israelischen Soldaten aufrufen."

    Genau wegen solch dämlichen Aussagen dreht sich diese Todesspirale.
    • Ueli der Knecht 30.03.2019 12:56
      Highlight Highlight Ein paar Fragen, Mitch:

      1) Welchen Teil der Aussage findest du dämlich?

      2) Glaubst du, dass die in deutschsprachigen Medien unisono wiedergegebenen Aussagen authentisch sind? Bzw. könnte auch sein, dass einzelne Aussagen gar nie so gemacht oder falsch übersetzt wurden?

      3) Aus wievielter Hand stammt der Bericht? Aus zweiter, dritter, vierter? Könnte es sein, dass die Aussagen wie im Kindergarten-Flüstertelefon-Spiel am Ende vollkommen verdreht rezitiert werden?

      Hier eine etwas authentischere Quelle (aus zweiter Hand):
      http://alray.ps/en/index.php?act=post&id=11566

      Da steht "peaceful".
    • Smeyers 30.03.2019 15:04
      Highlight Highlight @Ueli; wenn es den Peacful ist, warum wurden tausende von Brandbomben und Raketen abgefeuert auf Israel? Das eine sagen und das andere Tun, das nennt sich Propaganda und Sie beherrschen es gut.
  • Smeyers 30.03.2019 07:50
    Highlight Highlight Marsch der Rückkehr, dass klingt sehr dramatisch. Auf Seite der Palästinser braucht es eher den Marsch für Frieden, den March gegen Korruption, den Marsch gegen die Hamas, ganz viele Märsche. Aber nicht den für Rückkehr, sind schon zu Hause.
    • Ueli der Knecht 30.03.2019 12:59
      Highlight Highlight Wieviele und welche Märsche braucht es seitens der Israelis gegen ihren rassistisches und eklatant völker- und menschenrechtsverletzendes Apartheidsregime?

      Ein jeder kehre zuerst vor seiner eigenen Tür!
    • Smeyers 30.03.2019 13:28
      Highlight Highlight @wadeha; die Warheit schmerzt manchmal. Meine Informationen sind jedem zugänglich der sich herablässt die Geschichtsbücher zu lesen und bereit ist Medien zu lesen die nicht nur seine eigene Meinung wiedergeben. So konnte man in der NZZ vor einigen Tagen lesen, das sich die Bevölkerung in Gaza gegen die Hamas wendet. Und wen ein Palästinser beim Marsch von Millionen stirbt, ist das tragisch- zeigt aber auch das das israelische Militär zurückhaltend ist.
    • *klippklapp* 30.03.2019 16:56
      Highlight Highlight @smeyers: Wie jetzt? Hatten die Menschen in Gaza alle eine Hirnwäsche und lassen sich von Hamas in den Tod treiben oder könne sie selbst denken und wenden sich daher (auch) gegen die Hamas? Irgendwie geht da deine eigene Argumentation nicht ganz auf.

      Diese Demonstrationen gegen Hamas und gegen Israel zeigen einerseits, wie schlimm die Situation in Gaza ist. Und sie zeigt auch, dass die Menschen selber denken können und auch merken, dass man doppelt unterdrückt werden kann. Eine Unterdrückung rechtfertigt die andere nicht und umgekehrt!

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