International
Israel

NGO: Israel treibt Ausbau von Siedlungen voran

NGO: Israel treibt Ausbau von Siedlungen voran

12.04.2016, 16:0212.04.2016, 16:15

Israel treibt den Siedlungsausbau im palästinensischen Westjordanland nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten massiv voran. Israel habe von Januar bis März die Planung von 674 Wohnungen forciert, teilte die israelische Friedensorganisation Peace Now am Dienstag mit.

Siedler in Hebron.
Siedler in Hebron.Bild: ABED AL HASHLAMOUN/EPA/KEYSTONE

Im gleichen Zeitraum 2015 seien es dagegen nur 194 gewesen. Dies entspreche einem Anstieg von 250 Prozent. Im Jahr 2015 seien die Planungen von insgesamt 1665 Wohnungen gefördert worden. Im Jahr zuvor seien es allerdings noch 8606 gewesen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll gemäss Medienberichten kurz vor seiner Wiederwahl im März 2015 den Siedlungsbau im besetzten Westjordanland verlangsamt und teilweise sogar gestoppt haben.

Israel

Er habe damit Bedenken aus dem Ausland, er sei an einer Zwei-Staaten-Lösung nicht interessiert, zerstreuen wollen. Der Siedlungsausbau gilt als eines der grössten Hindernisse auf dem Weg zu einer Friedensregelung in der Region.

Insgesamt leben im Westjordanland und Ost-Jerusalem nach Schätzungen der Menschenrechtsorganisation Betselem etwa 550'000 israelische Siedler.

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Drogen, Ratten, Übergriffe: Frankreichs Gefängniswärter haben genug
Aufseher im ganzen Land sperren die Zugänge zu den Haftanstalten, um gegen die skandalösen Zustände zu protestieren. Was im Nachbarland schiefläuft.
Hunderte von Aufseherinnen und Aufseher sind in dieser Woche dem Aufruf ihrer Gewerkschaft Ufap-Unsa gefolgt und haben den Zugang zur etwa der Hälfte der Anstalten in Frankreich blockiert. Um Druck auf ein Treffen mit den Strafvollzugsdirektion zu machen, streikten sie ortsweise bis am Mittwoch. So auch in Rennes (Bretagne), wo ein Häftling eine Wärterin am Montag brutal zusammengeschlagen hatte.
Zur Story