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NGO: Israel treibt Ausbau von Siedlungen voran



Israel treibt den Siedlungsausbau im palästinensischen Westjordanland nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten massiv voran. Israel habe von Januar bis März die Planung von 674 Wohnungen forciert, teilte die israelische Friedensorganisation Peace Now am Dienstag mit.

epa05116519 An Israeli settler plants an Israeli flag on a a house near the Ibrahimi Mosque, also know as the Cave of Patriarchs, in the old city district of the West Bank town of Hebron, 21 January 2016. A group of Israeli settlers took over the houses under the protection of the Israeli army.  EPA/ABED AL HASHLAMOUN

Siedler in Hebron. Bild: ABED AL HASHLAMOUN/EPA/KEYSTONE

Im gleichen Zeitraum 2015 seien es dagegen nur 194 gewesen. Dies entspreche einem Anstieg von 250 Prozent. Im Jahr 2015 seien die Planungen von insgesamt 1665 Wohnungen gefördert worden. Im Jahr zuvor seien es allerdings noch 8606 gewesen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll gemäss Medienberichten kurz vor seiner Wiederwahl im März 2015 den Siedlungsbau im besetzten Westjordanland verlangsamt und teilweise sogar gestoppt haben.

Er habe damit Bedenken aus dem Ausland, er sei an einer Zwei-Staaten-Lösung nicht interessiert, zerstreuen wollen. Der Siedlungsausbau gilt als eines der grössten Hindernisse auf dem Weg zu einer Friedensregelung in der Region.

Insgesamt leben im Westjordanland und Ost-Jerusalem nach Schätzungen der Menschenrechtsorganisation Betselem etwa 550'000 israelische Siedler.

(sda/dpa)

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