International
Italien

Waldbrandsaison in Italien: Knapp 130 Anzeigen wegen Brandstiftung

Waldbrandsaison in Italien: Knapp 130 Anzeigen wegen Brandstiftung

23.08.2021, 14:5123.08.2021, 14:51

Die Waldschutz-Einheit der italienischen Polizei hat in diesem Sommer knapp 130 mutmassliche Brandstifter angezeigt und vier festgenommen. Zudem hätten sie im Zusammenhang mit den Waldbränden Ordnungswidrigkeiten in einem Gesamtwert von 530'000 Euro beanstandet, teilten die Carabinieri am Montag in Rom mit.

Die meisten Wald- und Buschbrände zwischen Juni und August seien mit Vorsatz oder aus Unachtsamkeit entfacht worden. Menschen hätten mit Hilfe der Feuer Weideflächen erneuern oder sich an der öffentlichen Verwaltung rächen wollen. Vandalismus sei auch ein Grund gewesen.

epa09411392 A firefighting plane douse the forest fire consuming the Catillo hill in Tivoli, near Rome, Italy, 12 August 2021. A civil defense helicopter, two Canadair firefighters and a carabinieri h ...
Ein Löschflugzeug über dem Wald in Tivoli, in der Nähe von Rom.Bild: keystone

In diesem Jahr waren der Polizei zufolge besonders die Regionen Kalabrien, Kampanien und Apulien in Süditalien sowie die grossen Inseln Sardinien und Sizilien von Bränden betroffen. Die andauernde Dürre, Hitze und starke Winde hätten ausserdem dazu beigetragen, dass sie sich ausbreiteten.

Seit Ende Juli wüteten die Flammen in vielen Landesteilen. Der Zivilschutz entsandte seitdem täglich Löschflugzeuge in die betroffenen Regionen. Teilweise erreichten die Feuer auch Wohngebiete. In Kalabrien kamen nach Medienangaben fünf Menschen im Zusammenhang mit den Bränden ums Leben. Die Feuerwehren schritten landesweit Zehntausende Male gegen die Feuer ein. Für die Landwirtschaft entstand ein beträchtlicher Schaden. Die Flammen zerstörten auch Gebiete in geschützten Naturparks. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Italien brennt, Brasilien baut Schneemänner
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Wie der KI-Boom zum Midterm-Wahlkampfthema wird
Der Boom der Künstlichen Intelligenz erreicht den US-Wahlkampf. In South Carolina entzündet sich ein Senatsrennen zunehmend an riesigen Rechenzentren – und an der Frage, wer für ihren Ausbau bezahlt.
Ein Beispiel ist Spartanburg County. Dort entsteht ein Rechenzentrum für rund 2,8 Milliarden Dollar. Solche Anlagen beherbergen Tausende leistungsfähige Server und werden unter anderem für KI-Anwendungen benötigt. Sie benötigen grosse Mengen Strom und teilweise auch Wasser. Anwohner kritisieren laut der «Washington Post», dass der Bau begonnen habe, bevor vielen Menschen in der Region das Ausmass des Projekts bewusst gewesen sei. Selbst der frühere Rechenzentrum-Manager Tom Corbit, der drei Jahrzehnte in der Branche arbeitete, will deshalb bei der Senatswahl gegen die Republikanerin Darline Graham stimmen.
Zur Story